Neue Regeln

Maske und Test auf der Arbeit: Das ändert die neue Corona-Schutzverordnung in NRW

Die Corona-Pandemie hat den Berufsalltag auf den Kopf gestellt. Die neue Corona-Schutzverordnung in NRW bringt nun Änderungen mit, die auch die Maskenpflicht betrifft.

Hamm - Sowohl Corona-Masken als auch Selbsttests zierten bei vielen Arbeitgebern in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2021 die Tische. Ist damit nun Schluss? Die neue Corona-Schutzverordnung des NRW-Gesundheitsministeriums beinhaltet jedenfalls ein paar wesentliche Änderungen. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner17,93 Millionen (2019)
LandeshauptstadtDüsseldorf

Corona-Regeln in NRW: Testpflicht auf der Arbeit nur noch in Ausnahmefällen

In Nordrhein-Westfalen gibt es ab Freitag (20. August) eine neue Corona-Schutzverordnung - und sowohl für Geimpfte und Genesene als auch für Getestete bedeutsam wird, etwa weil es bald keine kostenlosen Schnelltests mehr geben wird. Stattdessen kostet ein Corona-Test ab Oktober Geld, sofern nicht gerade der Arbeitgeber diesen weiterhin kostenlos zur Verfügung stellt.

Eine Corona-Testpflicht galt für Mitarbeiter zwischenzeitlich ohnehin nur in bestimmten Betrieben wie Friseuren, die körpernahe Dienstleistungen anbieten. In anderen Betrieben gab es hingegen eine Testangebotspflicht, die Arbeitgeber dazu verpflichtete, ihren Mitarbeitern eine bestimmte Anzahl an Tests pro Woche zu Verfügung zu stellen. Inzwischen sind die Corona-Impfungen weit vorangeschritten. Was gilt nun überhaupt noch?

Wer geimpft ist und den vollen Impfschutz vorweist, der muss sich nicht mehr testen lassen. Wer aber nicht geimpft ist und mindestens fünf Werktage hintereinander - zum Beispiel aufgrund von Urlaub - nicht gearbeitet hat, muss am ersten Arbeitstag nach dieser Arbeitsunterbrechung dem Arbeitgeber einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder vor/bei Beginn der Arbeitsaufnahme am ersten Arbeitstag einen beaufsichtigten Corona-Test im Rahmen der Beschäftigtentestung durchführen. So steht es in der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

Corona-Regeln auf der Arbeit: Maskenpflicht fällt, wenn alle geimpft sind

Bei der Maskenpflicht hat es eine wesentliche Neuerung gegeben. Denn die Corona-Maske kann bei der Berufsausübung in immer mehr Fällen weggelassen werden. Wie aus der Schutzverordnung des NRW-Gesundheitsministeriums hervorgeht, wird auch in Innenräumen kein Mund-Nasen-Schutz benötigt, wenn der Mindestabstand (1,5 Meter) gewahrt werden kann oder ausschließlich geimpfte Beschäftigte zusammentreffen.

Ebenfalls ist keine Maske mehr erforderlich, wenn „an festen Arbeitsplätzen oder in festen Teams ausschließlich immunisierte oder getestete Beschäftigte zusammentreffen“. Wenn jedoch nur ein Mitarbeiter weder geimpft noch getestet ist, gilt für alle anderen auch noch die Corona-Maskenpflicht, sofern der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird.

Doch es gibt auch Ausnahmen von den Lockerungen. Und zwar dann, wenn die betrieblichen Notwendigkeiten es einfordern. Bei Betrieben, in deren Innenräumen der Aerosolausstoß sehr hoch ist, kann der Arbeitgeber aus Gründen des Arbeitsschutzes ungeachtet des Sicherheitsabstandes eine Maskenpflicht erlassen.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare