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Corona-Regeln in NRW: Wüst gibt Ausblick für 2022 - Hoffen auf Impfpflicht

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Von: Tobias Lawatzki

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In NRW wird die Corona-Pandemie auch 2022 den Alltag weiter bestimmen. Ministerpräsident Hendrik Wüst äußert sich zu weiteren Regeln. Und zu einer Impfpflicht.

Hamm - Viele hatten für 2021 das Ende der Pandemie vorausgesagt. Doch auch am Ende des Jahres bestimmt das Coronavirus den Alltag der Menschen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland. Angesichts der drohenden Omikron-Welle gelten aktuell wieder strengere Regeln. Für 2022 erwartet NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, (CDU) dass auch im neuen Jahr Einschränkungen im Alltag bestehen bleiben werden.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Corona-Regeln 2022: Wüst äußert sich zu Kontaktbeschränkungen und Impfpflicht in NRW

„Wir tun alles für die baldige Rückkehr zur Normalität, aber wir als Politik müssen ehrlich sein: Corona wird uns auch im neuen Jahr noch sehr beschäftigen und viel abverlangen“, sagte Wüst jetzt in einem Interview mit der Deutschen Presseagentur. Einschränkungen auch in 2022 begründet er damit, dass die Corona-Variante Omikron eine ganz neue Dimension der Herausforderung sei. Schon jetzt wurden viele Regeln im Freizeitbereich massiv angezogen, wie RUHR24.de* erklärt.

Zu den wichtigsten Maßnahmen und Corona-Regeln gegen die Ausbreitung des Virus sieht er, die Kontakte wieder deutlich zu reduzieren - „so schwer das fällt“, wie Wüst in dem Interview betonte. Außerdem geht er davon aus, dass uns die bekannten Hygienemaßnahmen im Jahr 2022 noch mehrere Monate begleiten werden. Dazu zählt laut dem NRW-Ministerpräsidenten auch das Tragen von Masken.

Corona im Jahr 2022: Wüst für schnelle Einführung der Impfpflicht

Angesprochen auf das Ende der Pandemie sagte Wüst, dass die geringe Impfquote in manchen Teilen Deutschlands dieser Hoffnung aktuell noch einen Strich durch die Rechnung mache. Deshalb setzt er für das Jahr 2022 auf die Impfpflicht: „Ich hoffe, dass die Impfpflicht zügig kommt und dazu beiträgt, dass es dann eine gesellschaftliche Befriedung gibt. Der Weg heraus aus der Pandemie führt nur über die Impfung.“

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zu Corona im Jahr 2022
Auch im Jahr 2022 wird die Coronavirus-Pandemie in NRW den Alltag bestimmen. Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich jetzt zu möglichen Regeln und der Impfpflicht geäußert. © Malte Krudewig/dpa

Der CDU-Politiker zeigte sich in dem Interview überzeugt davon, dass es noch eine ganze Menge Menschen gebe, die überzeugt werden könnten, dass die Impfung schütze und Leben rette: „Nicht jeder, der nicht geimpft ist, ist gleichzeitig ein Corona-Leugner.“ Bei den aktuell zwei Millionen Impfungen pro Woche in Nordrhein-Westfalen seien auch noch viele Erst- und Zweitimpfungen dabei, betonte Wüst.

Corona im Jahr 2022: Wüst empfiehlt, nicht auf Omikron-Impfstoff zu warten

Ein weiteres wichtiges Thema im Jahr 2022 wird sein, dass die Corona-Impfstoffe an die Omikron-Variante angepasst werden. Wüst äußerte sich nicht dazu, wann NRW den erwarteten Impfstoff bekommt. Er empfiehlt aber mit Verweis auf den Expertenrat der Bundesregierung, nicht darauf mit der Booster-Impfung zu warten und später die angepassten Impfstoffe ebenfalls zu nutzen.

„Ich halte das für richtig, denn für die nächsten Wochen wird entscheidend sein, so viele Menschen wie möglich bestmöglich zu schützen. Warten ist keine Option“, so Wüst, der seit rund zwei Monaten Ministerpräsident von NRW ist.

Für die ersten Monate des neuen Jahres verspricht er einen verlässlichen und gradlinigen Kurs. „So schaffen wir bei den Menschen das Vertrauen, das wir auch in den nächsten Monaten brauchen werden“, sagte Wüst der dpa. Er hob jedoch hervor, dass auch die NRW-Regierung im weiteren Verlauf der Pandemie immer wieder dazu lernen müsse.

Schon zum Start des neuen Jahres, an Silvester und Neujahr, gelten in Nordrhein-Westfalen wieder strengere Regeln bei den Kontaktbeschränkungen. Noch nicht ganz ausgeschlossen scheint, dass die Weihnachtsferien in NRW verlängert werden könnten und damit im Jahr 2022 länger andauern als eigentlich geplant. *wa.de und RUHR24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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