Bußgeld

Illegale Partys während Corona: Diese Bußgelder kommen auf Regel-Brecher zu

Party während Corona? Wer sich nicht an Kontaktbeschränkungen hält, riskiert auch in NRW ein Bußgeld. Ein Überblick.

Hamm - Nach mehr als einem Jahr voller Corona-Einschränkungen, Lockdowns in verschiedenen Formen und insbesondere Kontaktbeschränkungen wollen viele Menschen mal wieder eine Party feiern, sich in geselliger Runde treffen, gemeinsam etwas trinken, tanzen und den Alltag vergessen. Doch weiterhin gelten Regeln. Und wer die nicht einhält, muss mit einem Bußgeld rechnen - oder, wie der Volksmund auch bei der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten sagt, mit einer Strafe. (News zum Coronavirus).

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
MinisterpräsidentArmin Laschet

Illegale Partys während Corona: Polizei muss in NRW mehrfach eingreifen

Am Pfingstwochenende musste die Polizei in NRW mehrfach bei illegalen Partys einschreiten - in Dortmund gleich zweimal. Im ersten Fall feierten alkoholisierte junge Männer lautstark in einer Gartenlaube, zeigten sich gegenüber den Beamten, die dort eingriffen, respektlos und aggressiv. Ebenfalls in Dortmund löste die Polizei am Pfingstwochenende eine illegale Techno-Party auf. Diese hatte mit mehr als 50 Teilnehmern in einer alten Werkshalle stattgefunden. Die Teilnehmer waren sich offenbar bewusst, dass sie sich nicht an Corona-Regeln hielten. Denn sie flüchteten „in alle Himmelsrichtungen“, wie die Polizei berichtete. Um ein Bußgeld werden viele von ihnen trotzdem nicht herumkommen.

Und nicht immer muss es eine ausufernde Techno-Party sein. In Kall in der Eifel (Kreis Euskirchen) hat die Polizei in einer Wohnung am frühen Montagmorgen (24. Mai) eine Party mit acht Beteiligten zwischen 20 und 44 Jahren aufgelöst. Wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung wurden dem Bericht zufolge Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben. Doch welche Strafe bzw. welches Bußgeld kommt überhaupt auf Menschen zu, die die Corona-Regeln brechen?

Party während Corona: Diese Bußgelder werden in NRW fällig

Das Land NRW hat im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung „Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz“ ausgemacht. Verstöße - ob fahrlässig oder vorsätzlich - sollen demnach durch die zuständigen Behörden geahndet werden.

Überbleibsel illegaler Corona-Partys? Nicht nur Abfall, sondern auch saftige Strafen.

Der Verstoß „Veranstalten einer Party oder vergleichbaren Feier“ kann demnach mit 500 Euro Bußgeld geahndet werden. Der Bußgeldbescheid geht dann dem Veranstalter zu - bei juristischen Personen der Geschäftsführung.

Doch muss man natürlich längst nicht selbst Veranstalter einer Party sein, um gegen die Corona-Regeln zu verstoßen. Die „Teilnahme an einer Party oder vergleichbaren Feier“ kann den Teilnehmer 250 Euro kosten. Ebenso verhält es sich mit dem Verstoß gegen die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum.

Immer wieder ist davon zu lesen, dass Feiernde auch die Maskenpflicht ignorieren. Für das „Nichttragen einer Alltagsmaske trotz bestehender Verpflichtung“ kommen 50 Euro auf Besucher/Nutzer/Teilnehmer zu.

Illegale Techno-Party in Dortmund: Strafe für Veranstalter und Teilnehmer?

Gerade im Fall der Techno-Party in Dortmund stellt sich darüber hinaus womöglich sogar die Frage, ob es sich um die Durchführung eines Musikfestes, Festivals oder einer ähnlichen Kulturveranstaltung handelt. Der Veranstalter beziehungsweise der Organisator kann in einem solchen Falle mit einer „Strafe“ von 5000 Euro rechnen. Regelbrecher, die als teilnehmende Personen bei solchen Veranstaltungen in Erscheinung treten, müssen mit einem Bußgeld von 250 Euro rechnen.

Wer gerne abtanzt und die Nacht zum Tage macht, denkt womöglich mit Vorliebe an durchzechte Party-Nächte in der Disco. Doch solche Nächte gibt es nicht mehr seit Corona - oder sollte es nicht geben. Wer als Betreiber einen Club oder eine Diskothek öffnet, kann für diesen Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung ebenfalls ein Bußgeld von 5000 Euro aufgebrummt bekommen.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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