Ingewahrsamnahme

Illegale Corona-Party: Aggressive Gäste verletzen Polizisten

Eine Ruhestörung mit Folgen: Bei einer illegalen Corona-Party verletzen aggressive Partygäste mit Tritten und Schlägen angerückte Polizisten.

Dortmund - Polizeibeamte haben am Dienstag eine private Feier in Dortmund-Hombruch beendet. Einige Personen leisteten Widerstand oder griffen die Polizisten an, sodass sie die Nacht im Gewahrsam verbrachten. (News zum Coronavirus)

StadtDortmund
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche280,7 km²
Einwohner588.250 (31. Dez. 2019)

Illegale Corona-Party in Dortmund: Gäste feiern ohne Mund-Nasen-Schutz

Eine Ruhestörung in einem Mehrfamilienhaus in der Tannenstraße war der Anlass für den dortigen Polizeieinsatz. Als die Beamten die Personalien des 55-jährigen Wohnungsinhabers überprüften, sahen sie im Inneren mehrere Personen, die augenscheinlich eine Party feierten - ohne Abstand oder Mund-Nasen-Schutz.

Darauf angesprochen, reagierten die Anwesenden mit Unverständnis und versuchten die Polizisten zu provozieren. Plötzlich griff
einer der Gäste, ein 61-jähriger Dortmunder, die Polizeibeamten mit Schlägen und Tritten an. Als diese den Mann im weiteren Verlauf in Gewahrsam nehmen wollten, versuchte eine 51-Jährige aus Dortmund, ihn zu befreien.

Auch sie griff die Beamten tätlich an. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray und des Einsatzmehrzweckstockes konnten sie die Widerstandshandlungen beenden. Mittlerweile hatte sich der Einsatz in den Hausflur verlagert. Nachdem weitere
Polizisten vor Ort angekommen waren und die Personalien der anderen Gäste feststellen wollten, leistete auch ein 56-jähriger Dortmunder Widerstand.

Illegale Corona-Party in Dortmund: Aggressive Partygäste müssen in Gewahrsam

Für den 61-Jährigen und die 51-Jährige endete die Nacht zur Verhinderung weiterer Straftaten im Polizeigewahrsam. Die anderen Gäste erhielten Platzverweise. Zwei Polizisten erlitten bei dem Einsatz leichte Verletzungen, blieben jedoch dienstfähig.

Wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs, Widerstands, der versuchten Gefangenenbefreiung und Beleidigung fertigten sie
gegen die genannten Personen entsprechende Strafanzeigen. Darüber hinaus leiteten die Beamten Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung ein. Insgesamt hatten sich zehn Personen in der Wohnung aufgehalten.

Eine Feier wie in Dortmund ist trotz Pandemie keine Seltenheit. Im Märkischen Kreis gibt es gar einen nächtlichen Treffpunkt im Wald, wo illegale Corona-Partys stattfinden*. Spaziergänger beschweren sich über die Zustände. - *come-on.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Tobias Kleinschmidt/dpa

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