Corona-Gipfel heute

Öffnungsschritte 2 und 3: Diese Corona-Lockerungen stehen auf der Kippe

Beim Corona-Gipfel stehen heute die Öffnungsschritte 2 und 3 vor dem Aus. Der Lockdown wird wohl verlängert werden und viele Lockerungen können zurückgenommen werden.

Hamm - Seit dem 8. März gelten Lockerungen in Nordrhein-Westfalen, diese stehen jetzt mit dem Corona-Gipfel am Montag auf der Kippe. Die Öffnungsschritte 2 und 3 umfassen umfängliche Lockdown-Erleichterungen. Eigentlich waren ab dem 22. März weitere Öffnungsschritte vorgesehen, die jedoch aufgrund der steigenden Zahlen ausgesetzt werden. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Einwohner17.947.221 (31. Dezember 2019)
HauptstadtDüsseldorf

Öffnungsschritte 2 und 3: Corona-Gipfel stellt Lockerungen vor das Aus

Zu den Öffnungsschritten 2 und 3 zählen nicht die Lockerungen, die am 1. März beziehungsweise 22. Februar in Kraft getreten sind. Ab dem 22. Februar wurde die Kinderbetreuung in Kitas wieder auf den Regelbetrieb ausgeweitet und die Schulen öffneten teilweise wieder. Ab dem 1. März konnten die Friseure in NRW wieder ihren Betrieb aufnehmen.

In den Öffnungsschritten 2 und 3 haben sich Bund und Länder am 4. März weitere Lockerungen beschlossen. Beim Corona-Gipfel am 22. März ist zu vermuten, dass diese zumindest in Teilen wieder zurückgenommen werden. Die Corona-Lage in NRW sieht nicht rosig aus, die Inzidenz ist bereits seit zwei Tagen über der kritischen 100er-Marke. Nach drei Hotspot-Tagen hatte Ministerpräsident Armin Laschet die Notbremse angekündigt.

Corona-Lockerungen auf der Kippe: Öffnungsschritt 2 in der Übersicht

  • Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen wieder öffnen. Es gilt ein Kunde pro 10 beziehungsweise 20 Quadratmetern - je nach Größe des Ladens.
  • Körpernahe Dienstleistungen sind möglich, welche Betriebe unter diese Öffnung fallen finden Sie hier. Gegebenenfalls mit dem Nachweis eines tagesaktuellen Tests.
  • Fahr- und Flugschulen dürfen wieder unterrichten. Das Erfordernis des Mindestabstands gilt nicht für den praktischen Unterricht. Das Tragen einer FFP2-Maske ist Pflicht.

Die Lockerungen von Öffnungsschritt 2 gelten unabhängig von den Corona-Zahlen und der Inzidenz und gelten seit dem 8. März.

Der Öffnungsschritt 3 hingegen ist Inzidenz-gekoppelt. Bei einer Inzidenz von 50 bis 100 traten Erleichterungen mit Termingebundenheit und klarer Kontakterfassung in Kraft. Ab einer Inzidenz von unter 50 sollten die Bereiche des öffentlichen Lebens auch ohne Terminbuchung möglich sein.

Diese niedrigen Inzidenzen wurden in NRW seitdem jedoch nicht erreicht. Die Beschränkungen für den Handel in NRW wurden am 22. März trotzdem aufgehoben, die aktuelle Corona-Schutzverordnung liefert laut Gerichtsbeschluss keinen „einleuchtenden Grund“, warum bestimmte Geschäfte bevorzugt werden. Jetzt hat die Landesregierung reagiert.

Öffnungsschritt 3 in NRW: Corona-Regeln könnten bald aufgehoben werden

  • Inzidenz von 50 - 100: Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten sind wieder geöffnet. Der Besuch ist aber nur mit Termin und der Dokumentation von Kontaktdaten möglich
  • Inzidenz von 50 - 100: Individual-Sport darf wieder draußen mit mehr Menschen betrieben werden. Zugelassen sind bei der Inzidenz maximal fünf Personen aus zwei Haushalten, beziehungsweise maximal 20 Kinder.
  • Inzidenz unter 50: Kultur ist ebenfalls wieder ohne Termin erlebbar: Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten dürfen öffnen. Auflagen sind nicht festgelegt.
  • Inzidenz unter 50: Außen-Sport ist wieder mit maximal zehn Personen möglich. Er sollte aber kontaktfrei sein.

Die Regeln für den Einzelhandel sind kompliziert. Nachdem am Montagmorgen ein Gerichtsurteil Terminbuchung und Kundenbeschränkungen für alle Geschäfte aufhob, hat die NRW-Landesregierung am Montagmittag eine neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht. Jetzt gelten die Regeln - Termine buchen und ein Kunde pro 40 Quadratmeter - für alle Läden, damit auch für Buchhandlungen und Gartencenter.

Rubriklistenbild: © Robert Szkudlarek/Digitalbild

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