Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Coronavirus in NRW: Gespaltene Stadt Hamm nach Corona-Hochzeit +++ RKI meldet besorgniserregenden Rekord-Wert

Corona in NRW im Live-Ticker. Aktuelle Zahlen und News zum Coronavirus sowie Neuinfektionen in Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum und dem Ruhrgebiet.

Update, Samstag (26. September), 13.15 Uhr: NRW - Nach der Corona-Hochzeit in Hamm, die zum Superspreader-Event wurde, ist die Stadt gespalten. Besonders in den Sozialen Medien gibt es von kritischen Beiträgen, über eine vermeintliche "Hexenjagd", bis hin zu rechter Hetze ein breites Spektrum an Reaktionen. 

Die türkischstämmige Gemeinde der Stadt ist ebenso sauer auf Teilnehmer und Veranstalter der Hochzeit, fühlt sich aber gleichzeitig in "eine Schublade" gesteckt durch die Kommentare. 

Update, Samstag (26. September), 10.10 Uhr: Neuer Höchstwert in Sachen Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Innerhalb von 24 Stunden meldete das RKI 2.507 Neuinfektionen. Davon stammen 625 neue Infizierungen aus NRW. Das ist der höchste Wert seit April. 

9443 Menschen sind insgesamt an dem Coronavirus gestorben, was ein Plus von 9 Fällen im Vergleich zum Vortag bedeutet. 249.700 Menschen haben die Krankheit überstanden.

Update, Samstag (26. September), 10.05 Uhr: Das Duell zwischen dem FC Schalke 04 und dem Werder Bremen wird heute Abend um 18.30 Uhr ohne Zuschauer stattfinden. Wie es in einer Pressemitteilung der Schalke heißt, haben sie heute Morgen die Ablehnung von den Behörden erhalten.

FC Schalke 04 gegen Werder Bremen wird zum Geisterspiel

Grund dafür ist der 7-Tage-Inzidenz-Wert, der in Gelsenkirchen um 0 Uhr immer noch über 35 lag. Weil dieser am Freitag allerdings bei 33,4, und somit unter der Warngrenze, lag, sollten 11.000 Zuschauer das Stadion in Gelsenkirchen besuchen dürfen. Die Käufer der Tickets werden nun ihr Geld zurück erhalten.

Update, Freitag (25. September), 22 Uhr: Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd) berichtet, gibt es nach dem massiven Coronaausbruch in Hamm eine regelrechte Hexenjagd und Rassismus in den Sozialen Medien. 

So würden die Mitglieder der türkischen Hochzeit dabei im Fokus stehen. Die Wut sei groß, viele würden fordern, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Letztendlich seien viele Kommentare auch eindeutig rassistisch. 

Update, Freitag (25. September), 18.15 Uhr: Entwickelt sich ein weiterer Hotspot im Bundesland Nordrhein-Westfalen? In Bielefeld, in Ostwestfalen, sind nach einer großen Familienfeier insgesamt 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, darüber berichten auch die Kollegen von owl24.de*. Darunter hätten sich laut dpa auch neun Schüler befunden, die insgesamt fünf verschiedene Schulen besuchen. Aktuell seien weitere Tests geplant. 

Update, Freitag (25. September), 18 Uhr: Die aktuellen Zahlen von heute für die Stadt Hamm erschrecken. Laut dpa sollen sich insgesamt 2.700 Einwohner in Quarantäne befinden. 

Corona in NRW: Neben Hamm und Remscheid könnte ein neuer Hotspot hinzukommen

Update, Freitag (25. September), 17.55 Uhr: Eine Schule in Remscheid schließt bis zu den Herbstferien. 1.200 Schüler sollen vorerst Distanzunterricht erhalten. Aktuell seien acht Schüler infiziert - zahlreiche Mitschüler und Lehrer seien in Quarantäne. 

Update, Freitag (25. September), 16 Uhr: Die Stadt Dortmund hat heute neue Corona-Zahlen veröffentlicht. Insgesamt sind 30 positive Fälle hinzugekommen. Sieben seien bekannten Familien zuzuordnen. Drei seien Reiserückkehrer. Die anderen Coronavirus-Fälle seien voneinander unabhängige Einzelfälle. 

Update, Freitag (25. September), 14.17 Uhr: In der nach einer Großhochzeit von vielen Corona-Neuinfektionen betroffenen Stadt Hamm ist der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert am Freitag nach Zählung der Kommune auf 99,9 gestiegen. Dies teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Coronavirus in NRW: 7-Tage-Inzidenz in Hamm bei 99,9

Der Wert mit Stand Freitag, 12 Uhr, gibt an, wie viele Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Derzeit gebe es 207 akut Infizierte. Mehr als 150 Fälle stünden in Zusammenhang mit der Hochzeit. Wie schon am Donnerstag wurden den Angaben zufolge 13 Personen in Krankenhäusern behandelt. Davon gebe es bei sieben einen Zusammenhang mit der Hochzeit. Unter diesen sieben sei auch eine Frau, die intensivmedizinisch behandelt werde.

Update, Freitag (25. September), 13.35 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die tagesaktuellen Fallzahlen für das Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Am Freitag zählt das bevölkerungsrechste Bundesland insgesamt 67.276 Infektionen – ein Plus von 598 im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Rund 600 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in NRW am Freitag

Derweil ist die Zahl der Genesenen um 217 auf 60.388 gestiegen. Zwei weitere Personen sind an Covid-19 gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Summe der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner, bleibt unverändert bei 16,2.

Update, Freitag (25. September), 13.18 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Gelsenkirchen ist gesunken, aber die Entscheidung über die Zulassung von Zuschauern beim Heimspiel des Bundesligisten Schalke 04 gegen Werder Bremen fällt erst am Samstagmorgen. "Wenn der Wert jetzt unter 35 bleibt, kann Schalke gegen Bremen mit Zuschauern spielen", sagte Stadtsprecher Martin Schulmann am Freitag der WAZ.

Coronavirus in NRW: Entschluss über Fans bei Schalke gegen Werder fällt am Samstagmorgen

Die 7-Tage-Inzidenz war in Gelsenkirchen am Freitagmorgen auf 33,4 und damit unter den von den Bundesländern festgelegten Grenzwert gesunken. Wie viele Zuschauer beim Spiel am Samstagabend (18.30 Uhr) im Falle einer Genehmigung in die Arena dürfen, hat der Klub noch nicht bekannt gegeben.

Dem FC Schalke 04 drohen beim Heimspiel gegen Werder Bremen erneut leere Ränge.

Update, Freitag (25. September), 11.37 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einem fleischverarbeitenden Betrieb in Emsdetten (Kreis Steinfurt) mit 26 Infizierten hat am Freitag ein Massentest begonnen. Teams des Kreises wollen bei allen rund 300 Mitarbeitern Abstriche nehmen. Erste Ergebnisse werden laut Kreissprecherin Kirsten Weßling frühestens am Samstagabend erwartet.

Coronavirus in NRW: Massentest nach Corona-Ausbruch in Fleischfabrik in Emsdetten

Getestet werden sollen auch weitere rund 200 Kontaktpersonen vorwiegend aus dem häuslichen Umfeld der Beschäftigten. Bei Bedarf wollen mobile Abstrichteams die Betroffenen zu Hause aufsuchen. Zu einer Testteilnahme aufgefordert sind außerdem alle Personen, die sich vom 18. bis 24. September mehr als 30 Minuten auf dem Firmengelände aufgehalten haben.

Die Infektion der 26 Beschäftigten war am Mittwoch (23. September) bekanntgeworden. Der Kreis Steinfurt hatte daraufhin alle rund 300 Mitarbeiter des Geflügelverarbeiters Allfrisch in Quarantäne geschickt. Ein weiterer Abstrich ist für kommenden Dienstag geplant. Die Produktion steht derzeit still. An einem Konzept für einen Notbetrieb werde gearbeitet, hatte der Kreis am Donnerstag mitgeteilt.

Update, Freitag (25. September), 10.27 Uhr: Die Stadt Herne hat die tagesaktullen Fallzahlen für das Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. In Herne wurde bisher bei 531 Personen eine Infektion mit Covid-19 nachgewiesen – fünf mehr als am Vortag. Davon sind 483 Personen bereits wieder genesen. Aktuell infiziert sind 41 Personen, von denen sich eine Person im Krankenhaus befindet. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei sieben.

Update, Freitag (25. September), 10.21 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen gibt es eine Debatte um erneute Beschränkungen. Diskutiert wird zum Beispiel über eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schlug unterdessen vor dem neuen Gespräch am Dienstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten eine andere Art der Risikobewertung vor.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet will nicht nur auf Infektionszahlen schauen

"Mit Corona leben lernen bedeutet in erster Linie, alle Entwicklungen genau im Blick zu haben. Dabei dürfen wir nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen", sagte der CDU-Politiker dem Handelsblatt. Laschet forderte, die Kapazität der Krankenhäuser und die Zahl der intensivmedizinisch behandelten und beatmeten Covid-19-Patienten stärker in die Lagebewertung einfließen zu lassen. Gleiches gelte für den Anteil zurückverfolgbarer Infektionen, die Anzahl der Tests und den Anteil positiver Testergebnisse.

"Wir brauchen für ganz Deutschland ein standardisiertes Corona-Monitoring, das die Pandemieentwicklung kommunenscharf abbildet", sagte Armin Laschet. Er stellte sich damit hinter den Vorschlag seines Corona-Expertenrats, der sich für ein "Ampel"-System ausspricht. Als Beispiel nennt der Rat Österreich.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schlägt eine neue Art der Corona-Risikobewertung vor.

Update, Freitag (25. September), 10.14 Uhr: Die kostenfreien Corona-Tests am Dortmund Airport für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind weiterhin möglich. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe betreibt das Testzentrum am Flughafen verbindlich bis zum 25. Oktober 2020. Dies gibt Reisenden Sicherheit für die Herbstferien.

Coronavirus in NRW: Testzentrum am Dortmund Airport bleibt während der Herbstferien

Wer bis zum 25. Oktober 2020 aus einem Risikogebiet am Dortmund Airport landet, kann sich direkt nach der Ankunft kostenlos auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) testen lassen. Die 14-tägige Quarantäne, die bei Rückkehr aus einem Risikogebiet vorgeschrieben ist, kann so bei einem negativen Befund deutlich verkürzt werden. Lediglich bis zum Erhalt des negativen Testergebnisses müssen Reisende in Quarantäne. In der Regel sind dies circa drei Werktage.

Update, Freitag (25. September), 8.58 Uhr: Nachdem es zunächst so aussah, als würde sich die Lage in Remscheid entspannen, meldet das RKI am Freitag einen starken Anstieg der Corona-Fallzahlen. Die 7-Tage-Inzidenz kletterte am Freitag auf 71,2 – am Mittwoch lag sie noch bei 51,4.

Coronavirus in NRW: Starker Corona-Anstieg in Remscheid – Inzidenz in Hamm unter 100

Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit waren allein am Donnerstag 20 neue Fälle von SARS-CoV-2 hinzugekommen. Die Stadt hatte im Tagesverlauf von allein acht Neuinfektionen an Schulen und einer Kita gesprochen.

Seit einigen Tagen gelten in der bergischen Stadt mit rund 114.000 Einwohnern besondere Einschränkungen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. So dürfen sich etwa im öffentlichen Raum maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen. Private Feiern mit mehr als 24 Personen müssen bei den Behörden angemeldet, ab 50 Personen genehmigt werden.

Übertroffen wird die 7-Tage-Inzidenz in Remscheid durch die Stadt Hamm. Hier lag der Wert am Freitag bei 96,0 und ist somit im Vergleich zum Vortag noch einmal um 7,8 angestiegen. Als Hauptursache gilt hier eine Großhochzeit mit mehreren Hundert Gästen und damit verbundene weitere Feste.

Update, Freitag (25. September), 8.15 Uhr: Angesichts der neuesten Corona-Infektionszahlen könnte das erste Saison- Heimspiel des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 an diesem Samstag vor Fans stattfinden. Die maßgebliche Anzahl der Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner sank unter die Verbotsschwelle von 35 auf 33,4, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Das letzte Wort haben die Gesundheitsbehörden der Stadt.

Coronavirus in NRW: FC Schalke 04 darf auf Zuschauer gegen Werder Bremen hoffen

Bereits am Donnerstag hatte der Verein mit der Ticketzuteilung begonnen und darauf hingewiesen, dass weiterhin kurzfristig möglich sei, "dass die Partie ohne Zuschauer stattfinden muss". Alle Fans sollten dann benachrichtigt werden und ihr Geld umgehend zurückerhalten. Schalke will nach früheren Angaben eines Sprechers rund 11.000 Fans zuschauen lassen. Gegner in der Veltins-Arena am Samstag ist Werder Bremen (18.30 Uhr).

Das Spiel zwischen Schalke 04 und Werder Bremen könnte doch vor Zuschauern stattfinden.

Update, Freitag (25. September), 6.54 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Welle in Hamm hat die Stadt schon drei private Feiern untersagt. Es handele sich um zwei Junggesellinnenabschiede und eine Verlobungsfeier, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Coronavirus in NRW: Hamm untersagt nach Corona-Ausbruch erste private Feiern

Grundlage der Untersagung sind die Bestimmungen einer neuen Allgemeinverfügung der Stadt. Sie war nach dem starken Anstieg der Fallzaheln infolge einer Großhochzeit Anfang der Woche in Kraft gesetzt worden. Die Verfügung sieht für private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern eine Genehmigungspflicht vor. Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt werden. Laut Hunsteger-Petermann lagen bis Donnerstagmittag bereits mehr als 70 Anträge und Anzeigen vor.

Für Fragen zum Thema private Feiern hat die Stadt Hamm eine eigene Hotline eingerichtet. Dem Oberbürgermeister zufolge beantworten dort allein fünf Mitarbeiter die Fragen der Bürger.

Update, Freitag (25. September), 6.49 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizierten Menschen am Freitag mit 280.223 angegeben – ein Plus von 2153 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 281.346 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet erneut über 2.000 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 am Freitag

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9443 Todesfälle und damit 15 mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9436 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 248.500.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht täglich die aktuellen Fallzahlen für das Coronavirus in Deutschland.

Update, Donnerstag (24. September), 20.30 Uhr: Traditionell fahren zahlreiche Touristen aus NRW am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, in die niederländische Stadt Venlo. Auch in diesem Jahr der Corona-Pandemie erwartet Venlo zumindest einige Besucher aus Deutschland. 

Corona in NRW: Am 3. Oktober fahren zahleiche Besucher nach Venlo

Laut WAZ hat Citymanager Marcel Tabbers sogenannte verkehrsregelnde Maßnahmen ergriffen und hat den aktuell typischen Rat an die Besucher: Mindestabstand halten und daheim bleiben, falls es Symptome gibt. 

Es sollen auf Zufahrtsrouten und in den Einkaufsstraßen Verkehrslotsen eingesetzt werden. Es könnte also zu Staus kommen. Der Wochenmarkt am Samstag (3. Oktober) findet Stand jetzt statt. Die Terrassen der Gastronomie wurden vergrößert. 

Schon an den Maifeiertagen reisten zahlreiche Deutsche aus NRW nach Venlo - trotz Corona. 

Die Provinz Limburg, in der die Stadt Venlo liegt, gehört aktuell noch nicht zu den von der Bundesregierung deklarierten Risikogebieten. 

Update, Donnerstag (24. Setember), 19 Uhr: In der Stadt Dortmund sind heute 15 neue Coronavirus-Infektionen hinzugekommen. Zwei Personen seien einem bekannten familiären Umfeld zuzuordnen. Weitere zwei Personen seien Reiserückkehrer. 

Update, Donnerstag (24. September), 16.40 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamm wird weiter nach oben korrigiert. 95,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist derzeit der Landesspitzenwert. Zuvor lag der Wert noch bei 88,2 Infektionen.

Update, Donnerstag (24. September), 15.10 Uhr: In Essen muss eine Kita komplett geschlossen werden. Die Kita Blauer Elefant im Stadtteil Karnap muss wegen eine Corona-Falles beim Personal bis zum 6. Oktober zu machen. 

Mehrere Betreuer müssen in Quarantäne, weshalb der Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Kinder sind von der Quarantäne allerdings nicht betroffen. Innerhalb von zwei Wochen haben sich 194 Menschen in der Ruhrgebietsstadt mit dem Virus infiziert.

Update, Donnerstag (24. September), 13.40 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Am Donnerstag zählt das bevölkerungsreichste Bundesland insgesamt 66.678 Infektionen – ein Plus von 489 im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Gesundheitsministerium meldet rund 500 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Gleichzeitig steigt die Zahl der Genesenen in NRW im Vergleich zum Mittwoch um 831 auf insgesamt 60.171. Fünf weitere Menschen sind an Covid-19 gestorben, wodurch die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 1.859 ansteigt.

Die 7 Tage-Inzidenz, also die Summe der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner, ist nur marginal von 16,1 auf 16,2 gestiegen.

Update, Donnerstag (24. September), 12.38 Uhr: Der Corona-Ausbruch in Hamm hat auch Folgen für die Schulen in der Stadt. "Wir haben mehr als 40 infizierte Kinder und Jugendliche an Schulen", sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag.

Coronavirus in NRW: Corona-Folgen nach Hochzeit an Schulen in Hamm

Derzeit seien neun Schulen betroffen. Nur in einem Fall gebe es keine Verbindung mit der Hochzeit. "Die Klassen der infizierten Kinder sind in Quarantäne gesetzt worden und werden auch verpflichtend getestet."

Dies gelte auch für die Lehrer, die in den Klassen unterrichtet haben. Die betroffenen Klassen erhielten Unterricht auf Distanz. "Die anderen Klassen und Stufen an den Schulen können erstmal weiter zur Schule gehen", sagte der Sprecher weiter.

Update, Donnerstag (24. September), 11.24 Uhr: Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat einer Aussage des Gesundheitsministeriums widersprochen, wonach die kostenlosen Corona-Tests für das Kita-Personal in NRW mit den Herbstferien auslaufen. Der konkrete Termin bleibe abzuwarten, sagte Stamp am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags.

Coronavirus in NRW: Ende für kostenlose Corona-Tests bei Kita-Personal nicht fix

Er betonte aber, dass die bisherigen 14-täglichen anlasslos möglichen Tests durch ein "effizienteres System" abgelöst werden sollen. Wenn nicht direkt nach den Herbstferien, dann in absehbarer Zeit, so Stamp.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums hatte am Mittwoch gesagt, dass das Testangebot für Lehrer und Kita-Beschäftigte mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober auslaufe. Unter anderem die SPD-Fraktion hatte dies kritisiert. Stamp sagte im Familienausschuss, dass das bisherige Test-System tatsächlich nur wenige Treffer erbracht habe. In einem Bericht seines Ministeriums hieß es am Donnerstag, dass rund 51 500 Tests vorgenommen wurden (Stand 15. September) – bei denen nur 87 Personen positiv getestet wurden.

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP)

Stamp wiederholte in der Sitzung, dass es keine flächendeckenden Schließungen von Kitas mehr geben soll: "Ein solcher Lockdown wäre nicht verantwortbar." Man werde "viel stärker lokal handeln", so Stamp.

Update, Donerstag (24. September), 10.42 Uhr: Norbert Röttgen, der sich um den CDU-Vorsitz bewirbt, will einen zweiten Lockdown nicht kategorisch ausschließen. In der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland" sagte er: "Man kann nichts ausschließen, wenn es darum geht, diese Pandemie wieder unter Kontrolle bringen zu müssen."

Coronavirus: Norbert Röttgen will zweiten Lockdown nicht ausschließen

Schon der erste Lockdown sei nicht "aus Jux und Dollerei" gemacht worden, sondern als letztes Mittel, um das Coronavirus wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Update, Donnerstag (24. September), 9.36: Die Stadt Herne meldet die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus. Im Vergleich zum Vortag sind sechs neue Infektionen mit SARS-CoV-2 registriert worden – seit Beginn der Pandemie liegen somit 526 positive Testergebnisse vor. Eine weitere Person gilt als genesen, die Zahl der Covid-19-Todesopfer bleibt unverändert bei sieben.

Update, Donnerstag (24. September), 9.29 Uhr: Als Konsequenz aus Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bei einer Hochzeitsfeier in Hamm sollen die Vorschriften nun landesweit verschärft werden*. "Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem WDR2.

Coronavirus in NRW: Konsequenzen nach Hamm-Hochzeit – Lage in Remscheid entspannt sich

Laut den aktuellen RKI-Zahlen bleibt Hamm bundesweit an der Spitze aller großen Städte und Kreise. 88,2 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registrierte das Robert Koch-Institut am Donnerstag.

Derweil scheint sich die Lage in Remscheid zu entspannen. Erstmals seit Tagen meldete das RKI dort wieder sinkende Zahlen. Die 7-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag bei 43,2 – also wieder unterhalb der kritischen Grenze von 50, ab der die Corona-Schutzverordnung in NRW zusätzliche Maßnahmen vorsieht.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)

Update, Donnerstag (24. September), 8.41 Uhr: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft soll ihre Heimspiele im Oktober gegen die Türkei und die Schweiz vor 9000 Zuschauern in Köln bestreiten. Entsprechende Planungen bestätigte DFB-Direktor Oliver Bierhoff dem kicker. "Grundsätzlich würden wir gerne wieder vor unseren Fans spielen", sagte Bierhoff, wohl wissend, "dass aktuell wieder erhöhte Vorsicht geboten ist, und über allem steht natürlich die Gesundheit."

Coronavirus in NRW: DFB hofft auf 9.000 Fans bei Länderspielen in Köln im Oktober

Allerdings wurden die Hoffnungen auf die Zuschauerrückkehr dadurch gedämpft, dass Bundesligist 1. FC Köln am vergangenen Samstag gegen die TSG Hoffenheim (2:3) ohne Zuschauer in die Saison hatte starten müssen. Schon beim Nations-League-Spiel gegen Spanien Anfang des Monats in Stuttgart (1:1) war der DFB mit dem Vorhaben gescheitert, zumindest 500 ausgewählte Angestellte aus dem Gesundheitswesen zuzulassen. Wie damals müssen auch im Oktober die lokalen Gesundheitsbehörden ebenso zustimmen wie die UEFA.

DFB-Direkter Oliver Bierhoff hofft trotz Corona auf 9.000 Zuschauer bei den Länderspielen in Köln.

Update, Donnerstag (24. September), 8.08 Uhr: Beim fleischverarbeitenden Betrieb Allfrisch in Emsdetten (Kreis Steinfurt) gibt es einen Corona-Ausbruch. Die Mitarbeiter des Betriebs werden regelmäßig auf Firmenkosten auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet. Am Dienstagabend (22. September) lagen 26 positive Testergebnisse vor.

Coronavirus in NRW: Ausbruch in Fleischfabrik – neuer Corona-Hotspot im Kreis Steinfurt droht

Derzeit erfasst der Kreis Steinfurt die Kontaktdaten der Infizierten und schickt Kontaktpersonen in Quarantäne. 14 der infizierten Personen wohnen in Emsdetten. Die Stadt prüft derzeit, ob die Infizierten Kinder haben und in welche Kita oder Schule diese gehen.

Am Mittwoch hat der Krisenstab der Stadt Emsdetten getagt. Angesichts der lokalen Eingrenzbarkeit des Corona-Ausbruchs, sehe man keine Notwendigkeit für weitere Einschränkungen. Allerdings werden die Kontrolltätigkeiten wieder intensiviert, teilt die Stadt mit.

Update, Donnerstag (24. September), 7.07 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizierten Menschen am Donnerstag mit 278.070 angegeben – ein Plus von 2143 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 279.025 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet über 2.000 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 am Donnerstag

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9428 Todesfälle und damit 19 mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9423 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 246.900.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht täglich die aktuellen Fallzahlen für das Coronavirus in Deutschland.

Update, Mittwoch (23. September), 22.25 Uhr: Neben Hamm und Gelsenkirchen verschärft auch die Stadt Remscheid die Corona-Auflagen. In Schulen sollen Lehrer und Schüler erneut eine Maske tragen. Zudem sollen sich im öffentlichen Raum maximal fünf Personen oder Angehörige zweier Haushalte treffen. 

Corona in NRW: Remscheid verschärft Coronavirus-Auflagen

Diese Kontaktbeschränkungen gelten ebenfalls für Restaurants, Geschäfte, Kultur und Freizeiteinrichtungen. Private Feiern müssen ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen den Behörden gemeldet werden. Ab 50 bis 150 Personen muss die Stadt eine Veranstaltung genhemigen. Diese Maßnahmn gelten vorerst für 14 Tage.

Update, Mittwoch (23. September), 18.44 Uhr: Die Stadt Hamm ist der neue Corona-Hotspot in Deutschland. Die jüngste Entwicklung lässt sich mit einer Hochzeit erklären, die zu einem sogenannten Superspreader-Event geworden ist. Oberbürgermeister Thomas Hunstger-Petermann will nun rechtliche Schritte prüfen. Werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen? 

Corona in NRW: Stadt Hamm prüft rechtliche Schritte gegen Hochzeits-Veranstalter

Laut WDR sei der Oberbürgermeister außer sich gewesen. Es könne nicht sein, dass eine einzige Familie mit ihrer Feier eine ganze Stadt durcheinanderbringt. Oder im schlimmsten Fall einen Lockdown auslöst. Wegen eines Ereignisses würde jetzt eine ganze Stadt in Haftung genommen. 

Aktuell ist es noch unklar, wie viele Menschen tatsächlich auf der Feier gewesen sind und wie das Gesundheitsamt die Infektionsketten nachvollziehen kann. 

Corona in NRW: Hamm ist der neue Coronavirus-Hotspot 

Man wolle zunächst das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bekommen. Danach wolle man die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Man werde, so Thomas Hunstger-Petermann, alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen. Eventuell wolle man auch das Brautpaar in Regress nehmen, in jedem Fall aber den Veranstalter. 

Aktuell würde das Rechtsamt prüfen, welche Möglichkeiten die Stadt Hamm, von Bußgeldern bis Schadensersatz, hat. Aktuell liegt der Corona-Wert in Hamm bei 94,4 Infektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.  

Update, Mittwoch (23. September), 16.52 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet heute insgesamt 16 weitere positive Coronavirus-Fälle. Vier Personen seien bekannten Familien zuzuordnen. Zwei Personen seien Reiserückkehrer. 

Eine gesamte Jahrgangsstufe eines Gymnasiums bleibt bis zum 3. Oktober aufgrund eines Corona-Falles vorsorglich geschlossen. 

Update, Mittwoch (23. September), 13.56 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Am Mittwoch zählt das bevölkerungsreichste Bundesland insgesamt 66.189 Infektionen mit SARS-CoV-2 – 438 mehr als am Vortag.

Coronavirus in NRW: Gesundheitsministerium meldet 438 neue Infektionen mit SARS-CoV-2

Die Zahl der Genesenen beträgt laut Gesundheitsministerium 59.340. An den Folgen von Covid-19 sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.854 Menschen gestorben – sechs mehr als am Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz, die Summe der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner, ist von 15,8 auf 16,1 gestiegen.

Update, Mittwoch (23. September), 13.53 Uhr: Die Bundesregierung lehnt angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen ab. Es gebe immer weniger Landkreise ohne Fälle, eine Zunahme der Hotspots und ein "diffuses Geschehen", sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Mittwoch in Berlin anlässlich der Vorstellung der 100-Tage-Bilanz der Corona-App. Daher sei "kein Anlass gegeben, über weitere Lockerungen nachzudenken".

Coronavirus: Bundesregierung sieht keinen Anlass für Lockerung der Corona-Maßnahmen

Vielmehr müsse weiterhin über klare Beschränkungen gesprochen werden, "damit sich das Geschehen insgesamt weiter eindämmen lässt". Bund und Länder wollen sich in der kommenden Woche zu erneuten Beratungen über die Beschränkungen in der Corona-Pandemie treffen.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU)

Update, Mittwoch (23. September), 13.07 Uhr: Neue Zahlen gibt es auch aus Herne. Im Vergleich zum Vortag sind zehn neue positive Testergebnisse auf das Coronavirus hinzugekommen. Insgesamt zählt die Stadt seit Beginn der Pandemie 520 Infektionen mit SARS-CoV-2.

Coronavirus in NRW: Herne meldet zehn neue Infektionen mit SARS-CoV-2

Die Testergebnisse der Realschule an der Burg liegen vor. In dem Klassenverband wurde ein zweiter Covid-19-Fall ermittelt. Die Gesundheitsbehörde informiert die weiteren Kontaktpersonen. Vorsorglich verbleibt der Klassenverband in einer 14-tägigen Quarantäne.

Diese 14-tägige Quarantäne wird aufgrund eines positiven Covid-19-Falls auch für einen Klassenverband am Gymnasium Eickel angeordnet. Die Tests der Kontaktpersonen werden wie gewohnt veranlasst.

Update, Mittwoch (23. September), 12.34 Uhr: Die Stadt Essen hat soeben die tagesaktuellen Fallzahlen für das Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Am Mittwoch zählt die Ruhrmetropole insgesamt 1876 Infektionen – 13 mehr als am Vortag.

Coronavirus in NRW: Essen meldet 13 Neuinfektionen – Fälle an einer Schule und Kita

Da zwölf Menschen mehr als noch am Dienstag wieder als genesen gelten, ist die Zahl der aktiven Fälle nur um eins auf insgesamt 118 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 bleibt unverändert bei 46.

In der Franz Sales Förderschule ist ein Verwaltungsmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Da das Hygienekonzept konsequent eingehalten wurde, sind an der Schule keine weiteren Maßnahmen nötig. Eine Umfeldanalyse läuft.

In der Kita Stauderstraße in Altenessen gibt es ein positiv auf das Coronavirus getestetes Kind. Da das Kind zuletzt die Kita nicht besucht hat, sind keine weiteren Maßnahmen in der Kindertagesstätte erforderlich.

Update, Mittwoch (23. September), 12.18 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine erste Bilanz zur Corona-Warn-App vorgestellt. In den ersten hundert Tagen seit Einführung der Corona-App haben knapp 5000 Infizierte ihre Kontaktpersonen über die Handy-Anwendung gewarnt.

Coronavirus: 5000 Infizierte haben Warnungen über Corona-App abgesetzt

Es sei davon auszugehen, dass auf diesem Wege insgesamt "schon einige zigtausend Menschen" über die neue App wegen Risikokontakten zu Infizierten alarmiert wurden, sagte Jens Spahn am Mittwoch in Berlin. "Das ist viel, aber es reicht uns nicht."

Nur etwa die Hälfte der App-Nutzer sende nach einer positiven Diagnose eine Warnung an die Kontaktpersonen, sagte der Minister. Er rief die Bürger auf, die App im Infektionsfall tatsächlich einzusetzen: "Nutzen Sie dieses Werkzeug, informieren Sie Ihre Kontakte." Spahn betonte, dass die Warnungen anonym über die App versandt würden – die Empfänger einer Warnmeldung wüssten also nicht, von wem diese stamme.

Update, Mittwoch (23. September), 10.52 Uhr: Fußball-Bundesligist Schalke 04 könnte sein Heimspiel am Samstag (26. September) gegen Werder Bremen (18.30 Uhr) womöglich erneut ohne Zuschauer austragen. Der Klub teilte am Mittwoch mit, dass er zunächst das Infektionsgeschehen bis Donnerstag beobachten werde, ehe die Verteilung der Tickets startet. Anfragen für Karten waren nur bis Mittwoch möglich.

Coronavirus in NRW: Schalke 04 beobachtet Infektionsgeschehen in Gelsenkirchen

Die Inzidenzzahl in Gelsenkirchen liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts derzeit bei 39,1 – und damit über dem Wert von 35. Schalke hatte bereits beim Saisonauftakt bei Bayern München (0:8) ohne Fans gespielt, weil auch in München Inzidenzzahl, die die Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner beziffert, zu hoch war.

Dem FC Schalke 04 drohen beim Heimspiel gegen Werder Bremen erneut leere Ränge.

Update, Mittwoch (23. September), 9.56 Uhr: Schlechte Nachrichten vom BVB! Borussia Dortmund hat das Weihnachtssingen im Signal Iduna Park in Dortmund für dieses Jahr abgesagt*.

Update, Mittwoch (23. September), 9.18 Uhr: Insgesamt 275.927 Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) und damit 1.769 mehr als noch am Vortag vermeldet das Robert Koch-Institut (RKI) am heutigen Mittwoch. So teilen sich die Corona-Fälle auf die Bundesländer auf:

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

7-Tage-Inzidenz

Baden-Württemberg

47.590

+237

14,1

Bayern

65.746

+415

19,1

Berlin

13.374

+117

22,9

Brandenburg

4.116

+15

2,7

Bremen

2.250

+27

13,6

Hamburg

7.291

+61

17,0

Hessen

17.870

+113

12,2

Mecklenburg-Vorpommern

1.131

+8

3,2

Niedersachsen

19.137

+173

10,1

Nordrhein-Westfalen

66.191

+438

16,1

Rheinland-Pfalz

10.230

+47

8,7

Saarland

3.252

+18

6,8

Sachsen

6.816

+42

6,9

Sachsen-Anhalt

2.470

+13

4,2

Schleswig-Holstein

4.498

+38

6,9

Thüringen

3.965

+7

5,3

Gesamt

275.927

+1.769

13,2

Update, Mittwoch (23. September), 8.35 Uhr: Am heutigen Mittwoch will ein österreichischer Vebraucherschutzverein die ersten Muster-Klagen einer Sammelklage gegen Österreich und das Land Tirol einreichen. Tausende Urlauber, darunter auch etliche aus Deutschland, hätten sich nach Angaben des Vereins bis Ende August gemeldet.

Coronavirus: Sammelklage gegen Österreich nach Corona-Ausbruch in Ischgl

Bei der Sammelklage geht es um Schadensersatz und die Anerkennung von Folgeschäden nach dem Ausbruch des Coronavirus im österreichischen Ischgl. Die Anklageschrift basiert auf drei Vorwürfen:

  • In der Woche vom 7. bis 13. März seien die notwendige Schließung des Paznautals sowie zumindest die Warnung der Touristen unterlassen worden.
  • Die Tiroler Landesregierung und die Sanitätsbehörden hätten den Skibetrieb aus vermutlich wirtschaftlichen Gründen in Ischgl bis zum 13. März aufrechterhalten.
  • Die österreichische Bundesregierung hätte durch die abrupte Verhängung der Quarantäne am frühen Nachmittag des 13. März ein chaotisches Abreise-Desaster ausgelöst und somit fahrlässig zur Ausbreitung des Coronavirus beigetragen.
Vom österreichischen Ischgl aus wurde das Coronavirus in etliche andere Staaten getragen.

Update, Mittwoch (23. September), 6.41 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch mit 275.927 angegeben - ein Plus von 1769 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 277.412 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet 1.769 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 am Mittwoch

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9409 Todesfälle und damit 13 mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9405 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 245.400.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht täglich die aktuellen Fallzahlen für das Coronavirus in Deutschland.

Update, Mittwoch (23. September), 6.35 Uhr: In Hamm greifen ab heute die gestern beschlossenen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) einzudämmen. So gilt für viele Schüler und Lehrer im Unterricht wieder die Maskenpflicht.

Coronavirus in NRW: Maske im Unterricht in Hamm wieder Pflicht

Zugleich dürfen sich ab diesem Mittwoch im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Die Kontaktbeschränkung in der 182.000-Einwohner-Stadt gilt für zunächst zwei Wochen, ebenso das Tragen von Alltagsmasken im Klassenraum.

Die Stadt sei derzeit die einzige in NRW, die diese Maßnahmen ergreifen müsse, hatte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) angekündigt. Am Dienstag hatte die westfälische Stadt seinen Angaben zufolge den bundesweit höchsten Wert – mit 87,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen.

Update, Dienstag (22. September), 21.45 Uhr: Am heutigen Dienstag meldet die Stadt Dortmund 21 weitere Corona-Fälle. Es gibt sechs Fälle aus familiären Umfeldern, dessen Infektionsketten nachvollzogen werden können. Zudem gibt es drei Coronavirus-Infektionen an einer Realschule und einen an einem Berufskolleg. Die jeweiligen Klassen bleiben vorsorglich in Quarantäne. 

Update, Dienstag (22. September), 18 Uhr: Joachim Stamp (FDP) äußerte sich heute, genau wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), über neue Maßnahmen in der Corona-Pandemie

Corona in NRW: Keine landesweiten Kita- und Schulschließungen 

Es soll nicht noch einmal zu flächendeckenden Schul- oder Kitaschließungen kommen. Komunen und Landesregierungen würden weiter lokal und regional handeln. 

In NRW hat es im September aufgrund des Coronavirus 50 vollständige und 90 Teilschließungen gegeben. Das sei aus Sicht der Landesregierung akzeptabel, wie die dpa berichtet. 

Update, Dienstag (22. September), 17.45 Uhr: Die NRW-Landesregierung will in der Coronavirus-Pandemie durchgreiefen, aber einen zweiten Lockdown verhindern. "Wir wollen keinen flächendeckenden Lockdown in NRW", sagt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU)

Corona in NRW: Armin Laschet (CDU) greift durch, will aber Lockdown vermeiden

Neue Regeln bräuchte man generell nicht. Es wäre nur gut, so der Ministerpräsident, wenn sich alle dran halten würden. In Zukunft soll in NRW das "Null-Toleranz-Prinzip" gelten. Wer sich nicht an Regeln hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. 

Regularien sollen auf lokaler Ebene geschehen. "Wenn es in Hamm Probleme gibt, muss man nicht Menschen in der Eifel und im Sauerland dafür leiden lassen", so Laschet. Man wolle auch im Hinblick auf die Wirtschaft einen zweiten Lockdown vermeiden. 

Update, Dienstag (22. September), 13.46 Uhr: Der Deutsche Ethikrat rät derzeit von der Einführung eines Corona-Immunitätsausweises ab. Das Expertengremium begründete sein Votum in einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Stellungnahme mit den "erheblichen Unsicherheiten" über die Immunität nach einer überstandenen Infektion mit dem Coronavirus und die Aussagekraft von Antikörpertests. Die Empfehlung des Ethikrats fiel einstimmig.

Coronavirus: Immunitätsausweis vom Deutschen Ethikrat einstimmig abgelehnt

Derzeit gehen Experten zwar davon aus, dass genesene Patienten nur ein geringes Risiko haben, ein zweites Mal an Covid-19 zu erkranken. Bislang ist aber noch unklar, wie lange die Immunität bei Menschen mit überstandener SARS-CoV-2-Infektion anhält, wie robust diese ist und ob es von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt.

Update, Dienstag (22. September), 13.36 Uhr: Während im europäischen Ausland wie Spanien und Frankreich die Corona-Zahlen in die Höhe schießen, verläuft der Anstieg in Deutschland noch relativ moderat. "Wir befinden uns in Deutschland noch auf einer Insel der Seligen", sagte Dr. Georg-Christian Zinn vom Zentrum für Hygiene und Infektionsprävention gegenüber n-tv.

Coronavirus in Deutschland: Auf der "Insel der Seligen" nicht zu sicher fühlen

Zinn warnt dennoch davor, sich in falscher Sicherheit zu wähnen. Insbesondere die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) müssten unbedingt weiter konsequent eingehalten werden. Ansonsten drohe auch in Deutschland ein rasanter Anstieg an Neuinfektionen mit SARS-CoV-2.

Update, Dienstag (22. September), 13.15 Uhr: In der Stadt Hamm dürfen wegen stark gestiegener Neuinfektionszahlen ab diesem Mittwoch im öffentlichen Raum nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Das kündigte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) in einer Video-Pressekonferenz für die 182.000 Einwohner-Stadt an. Diese Kontaktbeschränkung gelte für zunächst zwei Wochen.

Coronavirus in NRW: Hamm verschärft die Corona-Maßnahmen drastisch

Außerdem gilt ab diesem Mittwoch (23. September) in Hamm wieder die Maskenpflicht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen. Das gelte für zunächst zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei.

Coronavirus in Hamm

Update, Dienstag (22. September), 12.27 Uhr: Über die Verlängerung der Überbrückungshilfe in der Corona-Pandemie zeigt sich auch die Handwerkskammer Dortmund erfreut. "Wir begrüßen es sehr, dass die Überbrückungshilfe bis zum Jahresende verlängert und maßgeblich verbessert wurde", so Carsten Harder, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Dortmund.

Coronavirus in NRW: Handwerkskammer Dortmund über Verlängerung der Überbrückungshilfen erfreut

"So können jetzt auch Unternehmen auf diese Zuschusszahlung zurückgreifen, die vorher nicht anspruchsberechtigt waren, vor allem mit Blick auf die Höhe der Umsatzeinbrüche."

Update, Dienstag (22. September), 12.10 Uhr: Die Stadt Hamm reagiert auf die drastisch gestiegenen Corona-Zahlen und schließt mit sofortiger Wirkung den Kirmes-Park.

Coronavirus in NRW: Hamm schließt nach vielen Neuinfektionen den Kirmes-Park

Der Kirmes-Park in Hamm war als Alternative für den beliebten Stunikenmarkt aufgebaut worden, berichtet WA.de*. Zuvor war demnach bereits die Zahl der erlaubten Besucher heruntergeschraubt worden.

Die Betreiber hoffen laut der Facebook-Seite des Kirmes-Parks, dass sich die Lage bessert. Sie wollen dann am Wochenende wieder öffnen.

Coronavirus in NRW: 1500 Schüler und Lehrer im Kreis Minden-Lübbecke werden getestet

Update, Dienstag (22. September), 11.38 Uhr: An der Gesamtschule Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke wird die gesamte Schüler- und Lehrerschaft auf das Coronavirus gestestet. Grund dafür sind zwei neue positive Fälle.

Um Infektionsketten zu unterbrechen werden alle betroffenen Personen gebeten, ihre Kontakt sicherheitshalber so weit wie möglich zu reduzieren. Die Gesamtschule Hüllhorst bleibt vorsorglich bis zum Vorliegen der Testergebnisse geschlossen.

Update, Dienstag (22. September), 11.01 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht die internationale Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie nach anfänglichen Schwierigkeiten jetzt auf einem guten Wege. "Am Anfang hat es eine Zeit gedauert, bis wir uns sortiert haben, weil für viele der Fokus war, wie ist eigentlich die Situation im eigenen Land", sagte Spahn am Dienstag bei einer Anhörung der deutsch-französischen Parlamentarierversammlung.

Coronavirus: Jens Spahn von Zusammenarbeit der EU-Länder in der Corona-Krise überzeugt

"Aber wir haben sehr schnell gemerkt, wie wichtig die Zusammenarbeit in der Pandemie über die Grenzen ist", fügte Jens Spahn hinzu. Er betonte, die Corona-Krise sei auch für die deutsch-französische Zusammenarbeit eine große Chance. Insbesondere in den Grenzregionen gebe es ein "außergewöhnliches solidarisches Miteinander".

Update, Dienstag (22. September), 10.28 Uhr: Die Stadt Hamm mit den derzeit höchsten Neuinfektionswerten in NRW plant zusätzliche Maßnahmen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Ein Sprecher sagte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa), der bereits erneut tagende Krisenstab habe zunächst die Schließung eines temporären Freizeitparks noch im Tagesverlauf beschlossen.

Coronavirus in NRW: Hamm rechnet mit steigenden Zahlen – Krisenstab tagt erneut

Er sollte eigentlich bis Sonntag laufen, war mit 1.500 erlaubten Gästen vor einigen Tagen gestartet und am Sonntag schon auf unter 1.000 gleichzeitig gestattete Besucher heruntergefahren worden. Am Mittag will die westfälische Stadt mit 182.000 Einwohnern über weitere Maßnahmen informieren. Am Montag waren Beschränkungen vor allem für private Veranstaltungen bekannt gegeben worden.

Eine Kontaktbeschränkung – etwa nur fünf Personen zusammen in der Öffentlichkeit – sei aber bislang nicht geplant, erläuterte der Sprecher. Man rechne in Hamm mit weiter steigenden Werten.

Update, Dienstag (22. September), 10.23 Uhr: Die IHK zu Dortmund zeigt sich angesichts der Ausweitung und Vereinfachung der Überbrückungshilfen für die von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Unternehmen erfreut. Die Hilfen des Bundes wurden bis Jahresende verlängert und an einigen Stellen nachgebessert.

Coronavirus in NRW: IHK zu Dortmund über Überbrückungshilfen in der Pandemie erfreut

"Die konjunkturelle Lage in unserer Region hellt sich derzeit wieder leicht auf, dennoch gibt es in einigen Branchen noch viele Unternehmen, die in ihrer Existenz bedroht sind. Insofern war es eminent wichtig, dass die Regelungen bei den Überbrückungshilfen verlängert, ausgeweitet und auch vereinfacht wurden", so IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber.

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber

Update, Dienstag (22. September), 10.07 Uhr: Das Kabinett des Landes Nordrhein-Westfalen berät heute und morgen über Konsequenzen aus den steigenden Corona-Infektionszahlen. Konkrete Beschlüsse sind allerdings wohl erst kommende Woche nach den Bund-Länder-Beratungen zu erwarten. Am 29. September will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut mit den Ministerpräsidenten beraten.

Coronavirus in NRW: Kabinett berät über Corona-Anstieg – Laschet spricht am Nachmittag

Themen der Kabinettsberatungen im Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland dürften nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unter anderem Martinsumzüge und Weihnachtsmärkte in Zeiten der Corona-Pandemie sein. Im Fokus stehen derzeit aber die steigenden Corona-Infektionszahlen in Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid. Es wird erwartet, dass Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sich zur Infektionslage äußert. Laschet tritt am Nachmittag vor die Presse.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet spricht am Nachmittag über die Kabinettsberatungen.

Update, Dienstag (22. September), 9.36 Uhr: Nach Ausbrüchen in Zusammenhang mit einer großen Hochzeitsfeier hat die Stadt Hamm jetzt auch nach den offiziellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) die wichtige Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner weit überschritten.

Das RKI wies am Dienstag einen Wert von 64,8 aus. Die Stadt Hamm selbst hatte am Montag von 71 gesprochen. Die Zahlen von RKI und Kommunen unterscheiden sich oft wegen der Meldewege.

Coronavirus in NRW: Siegen und Solingen nähern sich kritischem Wert von 35

In Gelsenkirchen lag die 7-Tage-Inzidenz am Dienstag laut RKI bei 38,0 – am Montag noch bei 44,1. Für Remscheid wies das RKI am Dienstag den Wert 36,9 aus, am Montag lag er bei 37,8. In Köln stieg der Wert mit 34,4 (33,2 am Vortag) wieder leicht an. Der Oberbergische Kreis hatte laut RKI den Wert 26,8 – im Vergleich zu 33,0 am Vortag.

Mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus müssen sich allmählich auch Siegen und Solingen Sorgen machen. Siegen nähert sich mit einem Wert von 27,0 der ersten wichtigen Stufe von 35, ab der in Abstimmung mit den NRW-Landesbehörden über verschärfte Maßnahmen entschieden werden muss. In Solingen lag der Wert am Dienstag bei 25,1.

Siegen nähert sich mit einer 7-Tage-Inzidenz von 27,0 dem ersten kritischen Wert.

Update, Dienstag (22. September), 9.13 Uhr: Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), warnt vor den wirtschaftlichen Folgen einer Verschärfung der Corona-Reisebeschränkungen. Es sei zwar zu begrüßen, dass sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf einem Luftfahrtgipfel für eine Entlastung der Branche einsetzen wolle, sagte von Randow dem Handelsblatt vom Dienstag.

Coronavirus: Luftverkehrsbranche warnt vor den Folgen verschärfter Corona-Quarantäneregeln

An vorderster Stelle für die Luftverkehrswirtschaft stehe aber ganz aktuell, dass die geplante Verschärfung der pauschalen Quarantänepflicht durch eine "differenzierte Teststrategie" ersetzt werde. Dadurch ließen sich die Testkapazitäten effizienter nutzen und es bleibe möglich, die Quarantänepflicht durch einen negativen Test bei der Einreise zu ersetzen.

"Sollte hingegen das Vorhaben von Bund und Ländern umgesetzt werden, ab Oktober alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten der verschärften Quarantänepflicht zu unterziehen, würde dies einen erneuten Lockdown des internationalen Reiseverkehrs bedeuten und hätte damit sehr negative Folgen für den gesamten Wirtschaftsstandort", warnte Matthias von Randow.

Update, Dienstag (22. September), 8.38 Uhr: Das RKI meldet am Dienstag für Deutschland insgesamt 274.158 registrierte Infektionen mit dem Coronavirus (siehe Update von 6.10 Uhr). So verteilen sich die Corona-Fälle auf die einzelnen Bundesländer:

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

7-Tage-Inzidenz

Baden-Württemberg

47.353

+246

15,3

Bayern

65.331

+412

20,2

Berlin

13.257

+148

22,8

Brandenburg

4.101

+11

2,8

Bremen

2.223

+4

12,3

Hamburg

7.230

+65

16,1

Hessen

17.757

+120

11,9

Mecklenburg-Vorpommern

1.123

+18

3,5

Niedersachsen

18.964

+64

10,3

Nordrhein-Westfalen

65.753

+521

15,8

Rheinland-Pfalz

10.183

+67

8,7

Saarland*

3.234

0

5,7

Sachsen

6.774

+82

7,2

Sachsen-Anhalt

2.457

+4

4,1

Schleswig-Holstein

4.460

+39

6,7

Thüringen

3.958

+20

6,2

Gesamt

274.158

+1.821

13,5

*Aus Saarland wurden gestern keine Fälle übermittelt.

Update, Dienstag (22. September), 7.47 Uhr: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplanten "Fieberambulanzen" für den Kampf gegen das Coronavirus als "sehr sinnvoll" bezeichnet. Solche speziellen Ambulanzen für mögliche Corona-Patienten könnten verhindern, dass Patienten mit anderen Erkrankungen aus Angst vor einer Coronavirus-Ansteckung den Gang zum Arzt oder in die Klinik meiden, sagte Gewerkschaftschefin Susanne Johna der Passauer Neuen Presse.

Coronavirus: Ärztegewerkschaft lobt Vorschlag der "Fieberambulanzen" von Jens Spahn

"Je klarer wir die Wege für mögliche Covid-19-Patienten bahnen, desto eher trauen sich andere, wieder den Hausarzt aufzusuchen", betonte Susanne Johna. Zu den wieder steigenden Coronavirus-Infektionsraten in Deutschland sagte sie, sie sei weniger besorgt als im Frühjahr: "Wir wissen mittlerweile viel mehr über das Virus." Auch gebe es genügend Schutzkleidung und Masken.

Spahn hatte am Montag die neuartigen Fieberambulanzen als Teil einer neuen Strategie zur Eindämmung des Virus in der kalten Jahreszeit angekündigt. An die Ambulanzen sollen sich Patienten mit Atemwegssymptomen wenden können.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält "Fieberambulanzen" für ein sinnvolles Mittel im Kampf gegen das Coronavirus.

So soll dem Minister zufolge vermieden werden, dass sich das Virus in den Wartezimmern von Arztpraxen ausbreitet. Die Ambulanzen sollen sich entweder außerhalb der Praxen befinden oder es sollen spezielle Schwerpunktsprechstunden angeboten werden.

Update, Dienstag (22. September), 7.07 Uhr: In Remscheid tagt am heutigen Dienstag der Krisenstab der Stadt, um über härtere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus zu entscheiden. Die 114.000-Einwohner-Stadt hatte zuletzt einen besorgniserregenden Anstieg an Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 zu verzeichnen.

Coronavirus in NRW: Remscheid will wohl Maske im ganzen Stadtgebiet empfehlen

Am Montag lag die 7-Tage-Inzidenz, also die Summe der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner, über dem Wert von 35, der als erste kritische Grenze gilt. In dem Fall muss die Stadt gemeinsam mit den Landesbehörden über ein härteres Vorgehen abstimmen.

Die Stadt Remscheid will seinen Bürgern laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wohl empfehlen, im ganzen öffentlichen Raum einen Mundschutz zu tragen. An weiterführenden Schulen soll die Maskenpflicht ebenfalls wieder eingeführt werden. Einschneidende Maßnahmen gibt es vorerst wohl nicht, einen Lockdown möchte man unbedingt verhindern.

Remscheid will angesichts der steigenden Corona-Zahlen den Bürgern das Tragen der Maske im öffentlichen Raum empfehlen.

Update, Dienstag (22. September), 6.10 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizierten Menschen am Dienstag mit 274.158 angegeben – ein Plus von 1821 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 275.560 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet über 1800 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 am Dienstag

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9396 Todesfälle und damit zehn mehr als am Vortag. Die JHU zählte weiterhin 9390 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 243.700.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht täglich die aktuellen Fallzahlen für das Coronavirus in Deutschland.

Update, Montag (21. September), 22.30 Uhr: Wie die ZEIT berichtet, beruft Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie einen Krisengipfel ein. Am Dienstag (22. September) findet eine Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer statt. 

Update, Montag (21. September), 22.20 Uhr: Die Einschränkungen in Gelsenkirchen könnten auch einen Einfluss auf die Bundesliga haben. Am Samstag (26. September) findet das erste Heimspiel des FC Schalke 04 in der Veltins-Arena in der neuen Saison statt.

Corona in NRW: Schalke gegen Werder Bremen wohl ohne Zuschauer 

Noch ist nicht gesichert, ob das Spiel mit Zuschauern stattfinden darf. Sollte der Wert so hoch bleiben, dann müsste die Partie gegen den SV Werder Bremen ohne Fans stattfinden. 

Update, Montag (21. September), 19.30 Uhr: In Gelsenkirchen dürfen an Feiern in gewerblichen Räumen nur noch maximal 50 Personen teilnehmen. Die Stadt appellierte zudem an die Bürger, dass in privaten Räumen maximal 25 Personen an Feiern teilnehmen sollen. Der kritische Corona-Wert liegt in Gelsenkirchen aktuell bei 44,1. 

Update, Montag (21. September), 18.45 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet heute 13 neue Coronavirus-Fälle. Zwei Personen würden im familiärene Zusammenhang stehen. Drei Personen seien einer Grundschule zuzuordnen. Das Resultat: Kinder von drei Gruppen befinden scih nun in Quarantäne. 

Coronavirus in NRW: Grundschüler und Kita-Gruppen in Quarantäne

Auch ein Mitarbeiter einer Kita aus dem Stadtteil Huckarde ist positiv getestet worden. Die gesamte Einrichtung bleibt geschlossen. Insgesamt würden sich 18 Kinder in Quarantäne befinden.

Update, Montag (21. September), 18.30 Uhr: Wie die Stadt Herne meldet, ist eine 75-jährige Frau in Folge der Covid-19-Infektion verstorben. Die Frau sei schon länger in stationärer Behandlung gewesen. 

Corona in NRW: Frau in Herne verstorben - Kita-Gruppe in Quarantäne 

Zudem muss auch eine gesamte Kita-Gruppe nach einem positiven Corona-Test eines Kindes in Quarantäne. Abstriche, um Kinder und Erzieherinnen zu testen, sollen Mittwoch folgen. Auch zwei Schulklassen sind auf das Virus gestetstet worden. Alle Tests waren negativ. Lediglich zwei Schülerinnen müssen erneut getestet werden, da im Labor ein Fehler unterlaufen ist. 

Update, Montag (21. September), 17.50 Uhr: In Hamm hat Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann heute über die neuen Einschränkungen via Videopressekonfrenz gesprochen. In der westfälischen Stadt ist es zu einem drastischen Anstieg an Infektionen gekommen. Der kritische Wert wurde mit 70,9 Infizierten auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen weit überschritten. 

Update, Montag (21. September), 14.30 Uhr: Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen will auch die  bergische Stadt Remscheid morgen (22. September) über weitere Maßnahmen entscheiden. 

Coronavirus in NRW: Remscheid berät über Corona-Einschränkungen 

Nach den neuesten Zahlen der Stadt von gestern liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 37,05. Sie hat damit die Vorwarnstufe (Wert 35) überschritten.

In Remscheid wurden als denkbare mögliche Maßnahmen eine stadtweite Maskenempfehlung in der Öffentlichkeit oder mehr Corona-Schutz-Kontrollen genannt, über die der Krisenstab unter anderem entscheiden will. 

Update, Montag (21. September), 14.10 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will kommende Woche (29. September) mit den Bundesländern über Maßnahmen gegen die weiter steigenden Infektionszahlen beraten. 

Coronavirus in NRW: Kanzlerin Merkel will sich mit Länderchefs beraten

Anlass dafür sei laut dpa der Umstand, dass mehrere große Städte den wichtigen Grenzwert von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten hätten. Zudem komme es an mehreren Stellen in Deutschland zu einer diffusen Ausbreitung von Corona, ohne dass ein klarer Ausbruchsort erkennbar sei.

Update, Montag (21. September), 13.40 Uhr: NRW - Die Hotels und Gaststätten in NRW erholen sich von der Coronavirus-Krise offenbar nur langsam. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes war die Zahl der Übernachtungen im Juli 2020 mit etwa 3,2 Millionen um 35,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Im Juni lag das Minus noch bei 55,5 Prozent.

Coronavirus in NRW: Hotels und Gaststätten erholen sich nur langsam von Pandemie

Der Umsatz im Gastgewerbe legte im Verlauf des Sommers wieder zu - von Juni bis Juli vermelden die Gastronomen dem Landesamt zufolge ein Plus von 18,5 Prozent. 

Der Umsatz im Juli 2020 brach im Vergleich zum Juli 2019 jedoch um 32,4 Prozent ein. Die Zahl der Beschäftigten sank im Vorjahresvergleich um 14,3 Prozent.

Update, Montag (21. September), 12.55 Uhr: NRW - Die Stadt Hamm rechnet laut eines Berichts der Ruhrnachrichten wohl damit, demnächst sogar den kritischen Schwellenwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen zu überschreiten. 

Coronavirus in NRW: Stadt Hamm rechnet mit Überschreiten der kritischen 50-Infektionen-Marke

Nach aktuellstem Stand der Stadt von Sonntagmittag (20. September) sei der Wert sogar bereits auf 48,6 gestiegen. "Es wird auf jeden Fall Maßnahmen geben, denn wir gehen davon aus, dass wir über die 50 kommen", zitieren die Ruhrnachrichten einen Sprecher am Montag (21. September). Derzeit berate man über konkrete Maßnahmen und Einschränkungen. Die Ergebnisse der Beratungen sollen am späten Nachmittag bekannt gegeben werden. 

Update, Montag (21. September), 12.40 Uhr: Aufgrund der steigenden Corona-Infektionen in Hamm und Gelsenkirchen könnte dort nun ein neuer Lockdown* drohen. Die Städte kratzen am kritischen 7-Tage-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. 

Sobald dieser in NRW überschritten wird, sind gemäß der nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung "zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen".

Update, Montag (21. September), 12.30 Uhr: Traurige Nachrichten für Musik-Fans: Wie die WAZ berichtet, wird der beliebte Radio-Preis "1Live Krone" des WDR in diesem Herbst nicht wie gewohnt in der Bochumer Jahrhunderthalle stattfinden. 

Coronavirus in NRW: Schock für Musik-Fans - "1 Live Krone" in Bochum abgesagt 

Die Veranstaltung, die seit 2006 in der Ruhrmetropole beheimatet war, ist nun ebenfalls der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.

Stattdessen soll der Preis in den WDR-Studios in Köln als medien-übergreifende Show produziert werden: Am Samstag, 21. November finden demnach von 12 bis 18 Uhr in den WDR-Studios die "Krone"-Verleihungen, Konzerte, Talks und Comedy-Sessions in mehreren Studios zeitgleich statt. 

Alles werde dann live ins Radio und in den Internet-Stream gesendet, die Hörerinnen und Hörer könnten so auf unterschiedliche Weise interagieren.

Der WDR-Radiopreis "1Live Krone" findet seit 2006 in der Jahrhunderthalle in Bochum statt und lockte so Jahr für Jahr zahlreiche Prominente ins Ruhrgebiet. 

Update, Montag (21. September), 12.10 Uhr: NRW - Wie das Gesundheitsamt der Stadt Herne mitgeteilt hat, ist für vier von sieben Gruppen der Kita Altenhöfener Straße vorsorglich eine 14-tägige Quarantäne verhängt worden. Auch vier Erzieherinnen befinden sich in Quarantäne.

Der Grund für die Maßnahme ist das positive Corona-Tester gebnis eines der Kinder, das die Tagesstätte besucht. Da die Kita gruppenübergreifend betreut wird, mussten  Gruppen mussten geschlossen werden. 

Update, Montag (21. September), 11.40 Uhr: NRW - Im Fall einer Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland ist aus Sicht des Virologen Christian Drosten künftig nicht zwangsläufig mit einer Neuauflage des Lockdowns vom Frühjahr zu rechnen.

Coronavirus in NRW: Virologe Drosten rechnet nicht mit zweitem Lockdown

"Es ist natürlich so, dass man nicht immer gleich einen deutschlandweiten oder regionalen Lockdown braucht, weil man jetzt schon ein paar Sachen besser weiß", sagte der Charité-Professor der Nachrichtenagentur dpa. Er glaube, dass in Zukunft eher bestimmte Sparten des Alltags- und Berufslebens von Einschränkungen betroffen sein könnten. Damit verbunden sei aber auch die Frage nach Kompensation, wenn es wirtschaftliche Auswirkungen gebe.

Update, Montag (21. September), 10.50 Uhr: NRW -  In einigen Städten und Kreisen in NRW ist die Zahl der Neuinfektionen derzeit bedenklich hoch. Am heutigen Montag (21. September) soll deshalb über Einschränkungen des öffentlichen Lebens beraten werden. 

Neben Gelsenkirchen, Hamm und Remscheid hat nun auch Köln die erste kritische Marke von 35 Neuinfektionen überschritten.

Coronavirus in NRW: Auch Köln meldet mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen 

Wie die Stadt dem WDR am Montagmorgen mitteilte, lag die "finalisierte Inzidenzzahl" am Freitag bei 36,75. Das sei der neueste Wert. Die vom NRW-Gesundheitsministerium und vom Robert-Koch-Institut zuletzt gemeldete Zahl liegt noch etwa drei Prozentpunkte darunter. Trauriger Spitzenreiter im 7-Tage-Inzidenz-Wert in NRW ist Hamm.

Stadt in Nordrhein-Westfalen

7-Tage-Inzidenz-Wert

Hamm

46,9

Gelsenkirchen

44,1

Remscheid

37,8

Köln

36,75

Oberbergischer Kreis

33,0

Bochum

26,1

Solingen

25,7

Update, Montag (21. September), 9.50 Uhr: NRW - Nach dem rapiden Anstieg der Corona-Fallzahlen in den Ruhrgebiets-Städten Gelsenkirchen und Hamm warnt nun auch das Gesundheitsministerium in Bochum vor einer massiven Zunahme der Corona-Infektionen. Das berichtet die WAZ (Bezahlartikel).

Coronavirus in NRW: Gesundheitsamt in Bochum warnt vor Corona-Welle

Dr. Ralf Winter, Leiter des Bochumer Gesundheitsamts, erklärte im Gespräch mit der WAZ: "Wir beobachten die Entwicklung mit großer Sorge."  Die wachsende Sorglosigkeit gerade bei jüngeren Menschen sei gefährlich. 

Bereits in den kommenden Wochen könnten aber auch wieder mehr Ältere betroffen sein – und die Versorgungssysteme im Herbst und Winter auch wegen des Influenza-Virus vor einer Belastungsprobe stehen. In Bochum hat es in den vergangenen sieben Tagen 26,0 Infektionen pro 100.000 Einwohnern gegeben. 

Update, Montag (21. September), 9.30 Uhr: NRW - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und die Kultusminister der Länder wollen am heutigen Montagabend (21. September) im Kanzleramt über die Lage der Schulen in der Corona-Krise beraten. 

Coronavirus in NRW: Bund und Länder wollen Digitalisierung an Schulen im Corona-Schulgipfel thematisieren

Neben einem Austausch über Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen soll es um weitere Schritte bei der Schuldigitalisierung und um die Weiterbildung von Lehrern im Umgang mit digitalen Medien gehen. SPD-Chefin Saskia Esken schlägt außerdem vor, sozial benachteiligten Schülern kostenlose Nachhilfe zu ermöglichen.

Update, Montag (21. September), 9 Uhr: In den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in Nordrhein-Westfalen haben die Planungen für Weihnachtsgottesdienste unter Corona-Bedingungen begonnen. Das geht aus einem Bericht der WAZ hervor. 

Coronavirus in NRW: NRW-Bistümer beraten über Weihnachts-Gottesdienste

Bei einer Generalvikarskonferenz der fünf NRW-Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn seien nach Informationen der WAZ bereits verschiedene Szenarien durchgespielt.

So könnten den Gläubigen an den Weihnachtstagen beispielsweise mehr Gottesdienste angeboten werden, um das Besucheraufkommen zu entzerren und so das Infektionsrisiko zu verringern.

In NRW sind Gottesdienste auch in Corona-Zeiten nie verboten gewesen. In der Weihnachtszeit droht jedoch erfahrungsgemäß ein erhöhtes Aufkommen an Gläubigen in Kirchen. 

Außerdem soll an einem neuen Heizkonzept für die Weihnachtstage getüftelt werden, da die Umluft-Heizungen in vielen Kirchen als regelrechte "Virenschleudern" gelten. Zudem gebe es in vielen Gemeinden Überlegungen Freiluft-Gottesdienste abzuhalten. 

Coronavirus in NRW: 2000 Teilnehmer bei Anti-Corona-Regeln-Demo in Düsseldorf 

Update, Montag (21. September), 8.30 Uhr: NRW - In Düsseldorf hat die Initiative "Querdenken" am Sonntag (20. September) gegen die Corona-Auflagen demonstriert. Entgegen einer Angabe der Veranstalter, die mit 50.000 Teilnehmern gerechnet hat, seien laut Augenberichten etwa 2000 Menschen anwesend gewesen.  

Die Demonstranten forderten eine Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen, insbesondere der Maskenpflicht. Eine ganze Reihe solcher Demos soll in den nächsten Wochen in Nordrhein-Westfalen folgen.

In Düsseldorf haben etwa 2000 Gegner der Corona-Maßnahmen am Sonntag (20. September) an den Rheinwiesen gegen die Corona-Auflagen demonstriert.


Update, Montag (21. September), 7.35 Uhr: In NRW befinden sich laut eines Berichts der Rheinischen Post derzeit 6.987 Schüler und 576 Lehrer in Quarantäne. Das entspreche einer Quote von 0,28 Prozent aller Schüler*innen in NRW. 

Coronavirus in NRW: Knapp 7000 Schüler in Quarantäne

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass derzeit vier Schulen in NRW wegen der Pandemie vollständig geschlossen sind, zudem gebe es 106 Teilschließungen. Der Verband Lehrer NRW kritisierte, dass ein klares Konzept für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten fehlen würde.

Update, Montag (21. September), 6.45 Uhr: NRW - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt laut Rheinischer Post zur Vorbereitung auf einen möglichen deutlichen Anstieg der Corona-Fallzahlen im Herbst die Einrichtung von sogenannten Fieberambulanzen an. 

Coronavirus in NRW: Bundesgesundheitsminister Spahn will im Herbst Fieberambulanzen einrichten

Der Gesundheitsminister setzte darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche Anlaufstellen für Patienten mit Atemwegssymptomen anbieten. Diese sollten bereits im Herbst zugänglich sein. Bis Mitte Oktober solle außerdem die Strategie für Corona-Tests in der Bundesrepublik weiterentwickelt werden. 

Update, Montag (21. September), 6.20 Uhr: NRW - In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in einigen Städten und Regionen stark angestiegen. In fünf Regionen wurde die kritischen Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Dazu zählen Köln, Remscheid, der Oberbergische Kreis, aber auch die Ruhrgebiets-Städte Gelsenkirchen und Hamm. 

Coronavirus in NRW: Mehrere Städte überschreiten kritischen Wert - Einschränkungen drohen

Die Stadt Hamm stellt zum aktuellen Stand den Spitzenreiter mit 46,9 Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen dar, dicht gefolgt von Gelsenkirchen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 44,1. Nun drohen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

In NRW drohen aufgrund der steigenden Corona-Zahlen in einigen Städten und Regionen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Städte und Kreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit dem Landeszentrum Gesundheit und der zuständigen Bezirksregierung konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. Das Landesgesundheitsministerium will laut WDR am Montagmorgen eine verbindliche Aussage treffen. In Gelsenkirchen hatte hatte die Stadt schon angekündigt, dass sie vor allem private Feiern stärker beschränken werde. 

Ein flächendeckender Lockdown wie im Frühjahr, soll aber unter allen Umständen verhindert werden, wie das Gesundheitsministerium wiederholt betont. 

Update, Sonntag (20. September), 17 Uhr: Soeben hat auch die Stadt Dortmund die tagesaktuellen Fallzahlen für das Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Am Sonntag sind zehn neue Fälle dazugekommen, darunter ein Fall eines Reiserückkehrenden.

Coronavirus in NRW: Dortmund meldet zehn Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 1.886 positive Tests auf das Coronavirus vor. 1.710 Menschen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

Stationär werden zurzeit zehn Patienten behandelt, eine Person intensivmedizinisch. Im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19 hat es in der Stadt seit Beginn der Covid-19-Pandemie bislang 13 Todesfälle gegeben. Weitere sieben infizierte Patienten verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Update, Sonntag (20. September), 16.53 Uhr: In Bochum ist die Zahl der mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) Infizierten im Vergleich zum Samstag um neun auf insgesamt 1.234 gestiegen. Aktuell gibt es in der Ruhrgebietsstadt 130 aktive Fälle.

Coronavirus in NRW: In Bochum steigen die aktiven Corona-Fälle weiter an

Durch den erneuten Anstieg der Corona-Fälle ist auch die 7-Tage-Inzidenz in Bochum leicht angestiegen. Am Samstag lag sie noch bei 23,2 – heute bei 24,2. Die erste kritische Grenze von 35 ist noch nicht erreicht.

Im Vergleich zum Vortag zählt die Stadt einen weiteren Genesenen – insgesamt 1.068. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 28.

Update, Sonntag (20. September), 15.45 Uhr: Die deutschen Krankenhäuser halten einem Bericht zufolge trotz steigender Infektionszahlen immer weniger Betten auf ihren Intensivstationen für Corona-Patienten frei. So hält Baden-Württemberg statt 35 Prozent nur noch zehn Prozent der Intensivbetten bereit, lediglich Rheinland-Pfalz bleibt bei einem Anteil von 20 Prozent, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) berichtete.

Update, Sonntag (20. September), 12.16 Uhr: In mehreren Städten von NRW ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Wochenende erneut gestiegen. Neben Gelsenkirchen und Köln zählen dazu auch zwei weitere Orte.

So soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Hamm und in Remscheid die sogenannte Vorwarnstufe überschritten worden sein. Das bedeutet für die Einwohner, dass es dort erneut Einschränkungen im alltäglichen Leben geben könnte.

Coronavirus erneut im Anmarsch: Enttäuschung für viele Fußballfans aus NRW

Einen Rückschlag erleben außerdem aktuell zahlreiche Fußballfans aus NRW. Während der BVB am Samstagabend (19. September) immerhin wieder 9.300 eigene Fans im Signal Iduna Park begrüßen durfte, sieht es für andere Vereine düster aus.

So musste der 1. FC Köln vor leeren Rängen spielen, da die Zahl der Neuinfektionen dort zu stark angestiegen ist. Diese Maßnahme droht nun auch dem BVB-Rivalen Schalke 04. Denn aktuell gilt auch Gelsenkirchen als einer der Corona-Hotspots in NRW.

Erstmeldung von Sonntag (20. September): Während Frankreich und Spanien die Kontrolle über das Coronavirus (SARS-CoV-2) zu verlieren drohen, bleibt der Anstieg der Fallzahlen in Deutschland relativ moderat. Am Sonntag meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 1345 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: 64.083 Infektionen mit SARS-CoV-2 laut letztem Stand

Das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat letztmals am Freitag (18. September) aktuelle Zahlen zur Covid-19-Pandemie im bevölkerungsreichsten Bundesland veröffentlicht. Am Freitag zählte NRW insgesamt 64.083 Infektionen mit dem Coronavirus.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht täglich die aktuellen Fallzahlen für das Coronavirus in Deutschland.

Von ihnen gelten 58.524 bereits wieder als genesen. Seit Beginn der Pandemie starben 1.842 Personen an Covid-19. Der landesweite Schnitt der 7-Tage-Inzidenz, also der Summe der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner, lag am Freitag bei 13,7.

Alle Informationen zum Coronavirus in NRW aus der vergangenen Woche gibt es hier*. Mit dpa-Material. *RUHR24.de, owl24.de und WA.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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