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Wüst vom Kanzler beschimpft: So bezeichnet Scholz den NRW-Ministerpräsidenten

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Von: Daniel Schinzig

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Nach einem Streit während der Ministerpräsidentenkonferenz ließ sich Kanzler Scholz mit deutlichen Worten über Hendrik Wüst aus. Das hatte einen Grund.

Hamm - Mitunter geht es unter Politikern heiß her. Das bekam Hendrik Wüst (CDU) nun zu spüren. Denn in einer internen Runde fand kein Geringerer als Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) deutliche Worte über den NRW-Ministerpräsidenten. Der Grund waren Aussagen zur Strategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie, die Wüst zuvor getätigt hatte.

NameHendrik Wüst
PostenMinisterpräsident von NRW
Geburtstag19. Juli 1975

Wüst vom Kanzler beschimpft: So bezeichnet Scholz den NRW-Ministerpräsidenten

Kaum war die Konferenz der Ministerpräsidenten vorbei und Olaf Scholz von seinen Mitarbeitern umgeben, da fielen die spöttischen Worte: Hendrik Wüst sei ein „Amateur im Ministerpräsidentenkostüm“, soll der Kanzler laut einem Bericht des Spiegel gesagt haben.

Schon während der Bund-Länder-Runde seien die beiden Männer aneinandergeraten. „Sie sind hier der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz“, soll Olaf Scholz Hendrik Wüst angefahren haben. „Machen Sie mal einen Vorschlag, der für alle 16 Länder funktioniert.“

Kanzler Scholz geht verbal auf Wüst los: Das ist der Grund

Bei der Auseinandersetzung ging es um den Zeitplan für die Impfpflicht. Zuletzt hatte Hendrik Wüst darauf gedrängt, eine Umsetzung dieser Maßnahme schnellstmöglich in die Wege zu leiten. Wohingegen sich Olaf Scholz zwar auch für die Impfpflicht ausgesprochen, jedoch keinen Gesetzesentwurf vorgelegt hat. Denn: Er wolle abwarten, bis die Abgeordneten im Bundestag Vorschläge formulieren.

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. © David Young / dpa

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