Gute Nachrichten

Trotz strenger Corona-Regeln in NRW: Armin Laschet gibt Hoffnung für die Krise

Nach dem Corona-Gipfel macht NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Hoffnung für 2021. Nun sprach er im Landtag über gute Nachrichten trotz strengerer Regeln.

Düsseldorf - Corona beschäftigt uns in jedem Lebensbereich, fordert uns und schränkt uns ein. Das betonte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet am Donnerstag vor den Mitgliedern des NRW-Landtags. Und doch gibt es laut dem CDU-Politiker Zeichen der Hoffnung. (News zum Coronavirus)

NameArmin Laschet
PositionMinisterpräsident Nordrhein-Westfalen
ParteiCDU
Geburtstag18. Februar 1961

„Die schwierigste Zeit liegt noch vor uns“, sagte Laschet im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Bund und Länder haben sich am Mittwoch für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns mit strengeren Corona-Regeln entschieden. Derzeit werde die Grippe-Saison zusätzlich durch das Coronavirus belastet. Aber dennoch gebe es Lichtblicke für das Ende des Jahres und für 2021.

1. Zeichen der Hoffnung: Die Zahlen der Corona-Infektionen in NRW werden wieder stabiler

Laut NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet befinden sich die Infektionszahlen mittlerweile wieder auf einem Zwar sind die Zahlen aktuell noch sehr hoch, doch die Maßnahmen würden Wirkung zeigen. „Das exponentielle Wachstum geht zurück“, sagte Laschet vor dem Landtag in NRW.

Dabei sind die Gesamtzahlen für Deutschland laut RKI-Statistik noch ernüchternd, aber auf etwas niedrigerem Niveau. Kanzlerin Angela Merkel hat eine Inzidenz von 50 als Zielmarke in ihrer Rede nach dem Corona-Gipfel am Mittwoch festgelegt.

Aber Laschet zeigt an, dass es in den Wochen vor Weihnachten vor allem wichtig ist, das exponentielle Wachstum zu stoppen, die Zahlen stabil zu halten und im besten Fall zu senken. Denn zur Weihnachtszeit, wenn viele an Heiligabend und Weihnachten ihre Eltern und Großeltern besuchen, werden die Zahlen wieder steigen. Halten wir jetzt durch, so Laschet sinngemäß, dann droht uns keine dritte Welle - und wir können trotzdem Weihnachten mit der Familie feiern.

2. Zeichen der Hoffnung: Corona-Impfstoff wird bald zugelassen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet rechnet damit, dass der Impfstoff gegen das Coronavirus noch 2020 zugelassen wird. Das deutsche Unternehmen Biontech hatte als Erstes eine wirksame Corona-Impfung entwickelt. Derzeit entstehen in NRW und ganz Deutschland die nötigen Strukturen für Impfzentren.

Bis alle, die sich impfen lassen wollen, Zugang zum Impfstoff haben, wird es aber mindestens 2021. Aber es ist nur noch ein begrenzter Zeitraum, der durchzustehen ist: „Es ist nicht wie in den vergangenen Jahrhunderten, dass wir einer Pandemie tatenlos gegenüberstehen mussten“, sagte Laschet. Innerhalb weniger Monate hätten kluge Wissenschaftler einen wirksamen Impfstoff entwickelt.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet würdigte besonders  Ugur Sahin, den Chef des deutschen Impfstoff-Herstellers Biontech. Sahin ist ein KInd türkischer Gastarbeiter. Der Mediziner konnte jetzt den weltweit ersten Impfstoff gegen Covid-19 vorstellen.

3. Zeichen der Hoffnung: Wirtschaftliche Hilfen sollen Unternehmen unterstützen

„Unsere Wirtschaft hat sich im dritten Quartal positiver entwickelt, als erwartet wurde“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet im NRW-Landtag. Er nannte aber keine konkreten Zahlen.

Für November 2020 hat das Wirtschaftsministerium weitere Hilfen für Unternehmen in NRW freigeschaltet. Es soll Abschlagzahlungen in Höhe von bis 10.000 Euro geben. Unternehmen sowie Solo-Selbstständige können sich über das Bundesportal dafür anmelden.

Durch die Verlängerung des Teil-Lockdown bis Ende des Jahres sind viele Wirtschaftsbereiche aber noch hart getroffen. Laschet stellte klar, dass es auch zu Silvester und Weihnachten keine offenen Restaurants geben wird. Auch Kosmetikstudios, Fitnessstudios, Theater, Kinos und viele weitere Unternehmen sind noch immer geschlossen - und werden es wohl bis 2021 bleiben.

4. Zeichen der Hoffnung: Corona-Warn-App wird verbessert

Die Corona-Warn-App soll laut Laschet weiterentwickelt werden. Das RKI hat bereits am Mittwoch Verbesserungen verkündet, damit man mehr Informationen aus der App erhält. Derzeit lese man nur, wie viele mögliche Risikobegegnungen man hatte und stecke das Handy wieder in die Tasche, sagt der Ministerpräsident von NRW. Der richtige Umgang sei noch verbesserungsfähig.

„Wir wollen, dass diese App weitere Optionen hat“, sagt Armin Laschet. Mit dem neuen Update sind seit Mittwoch häufigere Risikobegegnungsüberprüfungen möglich, außerdem werden die Nutzer häufiger an die App erinnert.

„Der Impfstoff kommt, die Kontaktnachverfolgung und unsere Maßnahmen werden besser. Wenn wir uns alle richtig verhalten, haben wir die Chance, dass das Jahr 2021 ein besseres wird, als das Jahr 2020“, sagte Armin Laschet zum Abschluss seiner Rede vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf. Zeichen der Hoffnung gibt es jetzt, so kurz vor Jahresende.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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