Rasante Entwicklung

NRW als alarmierendes Corona-Beispiel: Experte stellt 2G-Regel in Aussicht

Die Corona-Zahlen steigen wieder. Insbesondere in NRW ist die Entwicklung rasant. Reicht die 3G-Regel überhaupt aus? Karl Lauterbach rechnet mit der 2G-Pflicht.

Hamm - Noch vor zwei Wochen war die Corona*-Lage deutlich entspannter. Inzwischen steigen die Fallzahlen in der ganzen Republik rasant, vor allem das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen* tut sich auf der Corona-Karte in alarmierendem Rot hervor. Deshalb befürchtet Karl Lauterbach, dass nach der 3G-Regel auch die 2G-Regel kommen wird. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung 17,93 Millionen (2019)

Corona-Zahlen steigen in Deutschland: NRW reagiert zunächst mit 3G-Regel

Daher hat die NRW-Landesregierung auf diesen Trend nun reagiert und die sogenannte 3G-Regel veranlasst*, wie wa.de erläutert. 3G steht in diesem Fall für Geimpfte, Genesene und Getestete, die nur dann bestimmte Freiheiten erhalten*, sofern sie ihren Status als Geimpfte, Genesene oder Getestete auch vorweisen können. Ein Corona-Schnelltest reicht dabei nicht mehr zwangsläufig aus. Wer nicht geimpft oder genesen ist, aber in den Club möchte, benötigt zum Beispiel einen PCR-Test*. Das macht den Club-Besuch um ein Vielfaches kostspieliger.

Mit seiner neuen Schutzverordnung setzt die NRW-Landesregierung zum 20. August die Beschlüsse des Corona-Gipfels um Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Tat um. In ganz Deutschland kommen neue Corona-Regeln zum Tragen. Wie genau die Maßnahmen umgesetzt werden, obliegt jedoch den jeweiligen Bundesländern.

NRW als alarmierendes Corona-Beispiel: Karl Lauterbach rechnet mit 2G-Regel

Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland und NRW hat sich Epidemiologe und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach auf Twitter zur 3G-Regel als Antwort auf den Corona-Trend geäußert. Dazu wies er zunächst auf Grafiken des Forschungsinstituts Risklayer hin, das die Fallzahlen in Deutschland in einem Intervall von zwei Wochen gegenüberstellt.

Die Tages-Inzidenzen pro Landkreis in Deutschland. Es liegen nur zwei Wochen dazwischen. Die rechte Ansicht zeigt die Lage am Dienstag, 17. August.

„Das wird nicht von alleine stoppen. Je früher wir reagieren, umso besser“, schreibt Karl Lauterbach, der die konsequente Anwendung der 3G-Regel jetzt noch als den besten Weg ansieht, um Corona die Stirn zu bieten. Doch der Epidemiologe macht keinen Hehl aus seiner Befürchtung, dass die Maßnahmen der Bundesregierung zu spät kommen. „Reagieren wir zu spät, wird die 2G-Regel notwendig werden“, ist sich Karl Lauterbach sicher.

2G würde bedeuten, dass Getestete nicht mehr die gleichen Vorzüge erhielten wie Geimpfte und Genesene. Experten hatten schon zu Beginn der Corona-Impfkampagne vor diesem Szenario gewarnt, da es die Gesellschaft spalten könne. Doch zum jetzigen Zeitpunkt ist die Mehrheit der deutschen Bevölkerung geimpft. Außerdem hat fast jeder ein Impfangebot bekommen. Sogar Schulkinder ab zwölf Jahren sollen in NRW nun eine Impfung* erhalten. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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