Fälle in Köln

Indische Corona-Mutation in NRW: Wirkt eine Impfung? Das ist bislang bekannt

Die indische Mutante des Coronavirus erreicht NRW: In Köln sind Fälle nachgewiesen worden. Wirkt eine Impfung auch gegen diese Variante? Das ist bislang bekannt.

Hamm - Die nächste Mutante des Coronavirus hat Deutschland erreicht - und jetzt auch Nordrhein-Westfalen. Erstmals sei die indische Coronavirus-Mutante auch in Köln nachgewiesen worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Es gebe zwei Fälle. Es seien aber nicht die ersten in Deutschland. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurde die Variante bereits zuvor vereinzelt nachgewiesen. Seit einem Vierteljahr werden in Köln alle positiven Corona-Tests auch auf Virusvarianten untersucht. So wurden auch die aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien erkannt. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Indische Corona-Mutation erreicht NRW: Was bekannt ist und ob eine Impfung dagegen wirkt

Ob es generell die ersten Fälle der indischen Corona-Variante B.1.617 in NRW sind, stehe derweil nicht fest. In ganz Deutschland sei sie laut RKI insgesamt 22 Mal nachgewiesen worden. Auch in Baden-Württemberg ist die indische Corona-Variante angekommen, schreibt heidelberg24.de*.

Insgesamt sei die Zahl von 22 nachgewiesenen Fällen relativ gering. In der Vorwoche hatte das Institut von 21 Funden gesprochen. Laut Bericht bleibt es hierzulande bei der Dominanz der besonders ansteckenden Variante B.1.1.7, die sich in den vergangenen Monaten rasch ausgebreitet hatte: Es sei „keine Abschwächung“ zu beobachten, schreibt das RKI über die in Großbritannien entdeckte Mutante.

Bei den beiden anderen als besorgniserregend eingestuften Varianten aus Südafrika (B.1.351) und Brasilien (P.1) bleiben die Anteile konstant gering - und zwar bei einem Prozent und weniger, wie aus den Daten hervorgeht. In Deutschland wird allerdings nur ein Bruchteil der Proben mit sogenannter Gesamtgenomsequenzierung auf Varianten untersucht.

Die indische Corona-Variante steht bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Beobachtung und ist im Gegensatz zu B.1.1.7, B.1.351 und P.1 - also den Varianten aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien - nicht als besorgniserregend eingestuft. Das RKI schreibt, dafür fehlten gegenwärtig gesicherte Erkenntnisse. Bei Varianten geht es Experten um die Frage, ob eine verringerte Wirksamkeit der Immunantwort.

Corona-Impfstoff von Biontech wirkt laut Firmenchef auch gegen indische Mutante

Sollte sich die indische Mutante in Deutschland weiter ausbreiten, dürfte der Schutz jedoch gesichert sein. Der Impfstoff von Biontech und Pfizer dürfte zumindest nach erster Einschätzung der Unternehmen auch gegen diese Variante wirken. Biontech-Chef Ugur Sahin sagte, die entsprechenden Tests liefen noch. Er sei aber „zuversichtlich“, dass der von seinem Unternehmen gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelte Wirkstoff auch gegen die in Indien aufgetretene Variante wirke. Zuletzt stand Biontech wegen Herzmuskelentzündungen als Nebenwirkung einer Impfung in Israel in den Schlagzeilen.

In Indien selbst wütet die Corona-Variante derweil weiter mit immer höheren Werten bei den täglichen Neuinfektionen. In den vergangenen 24 Stunden haben sich 379.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag zeigen. Es ist ein weltweiter Rekord. 3.645 Menschen sind demnach im selben Zeitraum mit oder an der Krankheit gestorben. Die Kliniken dort sind entsprechend überlastet. Aus Sicht von Experten ist die dortige Virus-Variante allerdings nur ein Faktor von mehreren für die vielen Ansteckungen in dem südasiatischen Milliardenstaat. Auch die niedrige Impfquote dürfte eine Rolle spielen. (mit dpa-Material) *heidenberg24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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