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Kreis Warendorf nun auch Corona-Risikogebiet - rasanter Anstieg der Zahlen in Ahlen

Corona im Kreis Warendorf: Der Kreis ist nun das Risikogebiet des Münsterlands. Die Zahlen steigen rasant - vor allem in Ahlen.

Kreis Warendorf - Der Kreis Warendorf gilt ab Samstag als Corona-Risikogebiet, nachdem am Freitag die Zahlen zunächst noch knapp am kritischen Wert vorbeischrammten. Mit 52,5 sprang im Kreis Warendorf die Quote der Neuinfektionen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen über die als derzeit höchste Corona-Warnstufe geltende Marke von 50 gerechnet auf 100.000 Einwohner und sieben Tage.

Damit gilt der Kreis Warendorf als Corona-Risikogebiet. Davor war die Inzidenz bei 49,7.

Das bedeutet unter anderem, dassweitere Einschränkungen insbesondere für Feiern und Kontakten in der Öffentlichkeit gelten. „Bei uns im Kreis werden ab Samstag die vorab erwähnten Vorgaben aus der vom Land am Freitag angekündigten neuen Coronaschutzverordnung gelten“, erklärte Landrat Dr. Olaf Gericke in einer Pressemitteilung.

„Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis um Verständnis für diese Einschränkungen und darum, ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten – insbesondere durch den Verzicht auf unnötige Kontakte“, appellierte der Landrat.

Kreis Warendorf ist Risikogbiet: Das sind die neuen verschärften Regeln 

  • Erweiterungen der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes: Er gilt auch draußen überall dort, wo Menschen dichter zusammenkommen, sowie in öffentlichen Gebäuden.
  • Begrenzung der Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen (Sport, Theater, Kino etc.) auf 100 Personen. Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum (Straßen, Plätze, Grünanlagen u.ä.) auf maximal fünf Personen aus verschiedenen Haushalten 
  • Einführung einer Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomiebetriebe sowie ebenfalls ab 23 Uhr ein generelles Verkaufsverbot von Alkohol auch in Geschäften und an anderen Verkaufsstellen.
  •  Weitergehende verbindliche Beschränkungen der Teilnehmerzahlen für Feiern auf 10 Teilnehmer im öffentlichen Raum (z.B. Gaststätten). 
  • Zudem wird empfohlen, Treffen in privaten Räumen auf ein Minimum zu beschränken. 

Kreis Warendorf wird Risikogebiet: Corona-Kontaktpersonen müssen schnell in Quarantäne

„Weiterhin steht bei uns im Gesundheitsamt die Ermittlung von Kontaktpersonen der Infizierten im Mittelpunkt. Diese müssen schnell unter Quarantäne gestellt werden, damit wir weitere Ansteckungen verhindern. Dabei werden wir auch personelle Unterstützung der Bundeswehr erhalten“, sagt der Landrat. 

Aus eigener Kraft habe der Kreis seinen Personalbestand für die Kontaktpersonennachverfolgung im Gesundheitsamt auf 80 Personen aufgestockt. Ein weiterer zentraler Punkt sei außerdem, die Vorschriften wie die Sperrstunde und Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit zu kontrollieren. 

Coronavirus im Kreis Warendorf: Nun ist auch diese Region im Münsterland ein Corona-Risikogebiet.

Corona im Kreis Warendorf: Die Zahlen steigen rasant in Ahlen

„Dazu wird die Polizei das Ordnungsamt in Ahlen unterstützen“, berichtet Dr. Gericke. Da sich das Ausbruchsgeschehen besonders auf die Stadt Ahlen konzentriert, wurden dort nach Absprache von Kreis und Stadt die Corona-Regeln bereits am Donnerstag deutlich verschärft. Am Freitag kamen von den 186 als infiziert gemeldeten Personen 120 aus Ahlen.

 Diese strengeren Regeln, die vor allem in einem Punkt (verbindliche Obergrenze von zehn Personen aus nur zwei verschiedenen Haushalten für Treffen in privaten Räumen) über die Coronaschutzverordnung hinausgehen, gelten weiterhin bis einschließlich zum 29. Oktober.

„Die verschärften Vorschriften machen deutlich, dass wir uns derzeit in einer ernsten Situation befinden. Wir müssen deshalb jetzt die Weichen für die nächsten Wochen und Monate stellen. Jeder Einzelne ist nun gefordert, sich verantwortungsvoll zu verhalten“, ermahnt Krisenstabsleiterin Petra Schreier weiter zur Vorsicht. - WA/bel

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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