Arztpraxen

Corona-Impfung beim Hausarzt in NRW: Termine, Impfstoff, Kontakt

Die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson sind für jeden freigegeben. Wie bekomme ich in Nordrhein-Westfalen einen Impftermin beim Arzt?

Hamm - Mit Aufhebung der Impfpriorisierung für die Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson haben in Deutschland in der Regel alle Menschen die Möglichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen - unabhängig von Alter, Beruf und Vorerkrankungen. Wer einen Termin haben möchte, muss sich in Nordrhein-Westfalen an seinen Hausarzt wenden. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen (2019)

Corona-Impfung in NRW: Wie bekomme ich einen Termin beim Hausarzt?

Eigentlich gibt es eine Impfreihenfolge in NRW. Dadurch haben bestimmte Personen- und Altersgruppen Vorrang bei den Corona-Impfungen. Seit dem 6. Mai ist in Nordrhein-Westfalen die Prioritätengruppe 3 an der Reihe, allerdings nur zum Teil. Wer berechtigt ist, muss einen Nachweis erbringen und hat das Recht auf einen Termin im Impfzentrum.

Aber auch Hausärzte sind in die Impfkampagne eingebunden. Grundsätzlich haben auch sie sich an die Impfreihenfolge zu halten, können aber davon abweichen. So könnten sie zum Beispiel jeden, der will, mit dem Vakzin von Astrazeneca oder Johnson & Johnson impfen. Denn für diese beiden Impfstoffe ist die Priorisierung aufgehoben worden.

Dadurch haben auch jüngere Menschen, die eigentlich noch länger auf ihre Corona-Impfung warten müssten, die Chance auf einen Impftermin in einer Praxis. Voraussetzung ist natürlich, dass der Arzt einen der Impfstoffe anbietet. Und letztendlich liegt die Entscheidungsgewalt bei ihm - auch mit Blick auf Risiken, die die Vakzine der Hersteller Astrazeneca und Johnson & Johnson für jüngere Menschen haben.

Corona-Impfung in NRW: Termin beim Hausarzt - erstmal eine E-Mail schreiben

Wer sich mit Astrazeneca oder Johnson & Johnson impfen lassen möchte, muss sich zunächst bei seinem Hausarzt melden. Der Hausärzteverband Nordrhein rät, den Arzt als Erstes über seinen Impfwunsch zu informieren. Dabei sei es häufig besser, eine E-Mail zu schreiben als anzurufen, sagte eine Sprecherin dem WDR. Dann habe der Arzt es schriftlich - und man werde „auf keinen Fall vergessen.“ Oftmals werden Wartelisten geführt, auf die man sich setzen lassen kann.

Bietet der eigene Hausarzt keine Corona-Impfungen an oder hat man keine feste Praxis, soll man nach Alternativen fragen, sagte Monika Baaken von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) dem WDR. „Die kennen sich ja untereinander.“

Aber auch die eigene Suche ist möglich, denn in Deutschland darf man seinen Arzt frei wählen. Auch hier wird geraten, eine fremde Praxis zunächst per Mail anzuschreiben. „Der Ansturm ist einfach zu groß“, sagte Baaken. Theoretisch gesehen kann man sich auch außerhalb von Nordrhein-Westfalen bei einem Arzt in einem anderen Bundesland impfen lassen.

Wichtig für die Terminbuchung beim Hausarzt* ist in jedem Falle, dass sie nicht über die bekannten Telefonnummern und Websites der Kassenärztlichen Vereinigungen laufen, berichtet ruhr24.de*.

Corona-Impfung in NRW: Keine Priorisierung für Astrazeneca und Johnson & Johnson

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte an, dass Deutschland im Juni und Juli eine große Lieferung von Johnson & Johnson erwartet. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Impfstoff ähnlich wie den von Astrazeneca grundsätzlich für über 60-Jährige. Bund und Länder beschlossen allerdings die Aufhebung der Impfpriorisierung. Somit können sich alle „nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoentscheidung“ mit diesem Impfstoff impfen lassen.

Ähnlich wie bei Astrazeneca wurden auch beim Impfstoff von Johnson & Johnson in einzelnen Fällen Blutgerinnsel nach einer Impfung beobachtet. Solche Hirnvenenthrombosen seien eine „sehr seltene, aber auch ernsthafte Nebenwirkung“, sagte Spahn. - *ruhr24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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