Corona

Impfzentrum schließt: Wo bekommen Menschen ohne Hausarzt ihre Zweitimpfung?

Die Impfzentren in NRW schließen. Nicht jeder, der sich dort gegen Corona impfen ließ, hat schon eine Zweitimpfung erhalten. Was, wenn man keinen Hausarzt hat?

Hamm - Was viele Städte, Kreise und nicht zuletzt das Land Nordrhein-Westfalen als Erfolgsgeschichte betrachten, hat bald ein Ende. Die Impfzentren schließen im Laufe des Monats September - letzter Tag, an dem sich Menschen dort gegen Corona impfen lassen können, ist der 30. September. Was machen Menschen, die im Impfzentrum erstgeimpft wurden, denen aber noch die Zweitimpfung fehlt? (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohner17,925 Millionen (2021)
Fläche34.098 km²

Impfzentrum schließt - aber mir fehlen Zweitimpfung und Hausarzt. Was nun?

Das Problem hat am Donnerstag, 9. September, auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) aufgegriffen - und den Lösungsansatz gleich mit präsentiert. Bei den mRNA-Impfstoffen beträgt der empfohlene Abstand zwischen der Erst- und der Zweitimpfung gegen das Coronavirus drei bis sechs Wochen. Menschen, die nun ihre Erstimpfung in einem Impfzentrum in NRW erhalten, können wegen der bevorstehenden Schließung nicht mehr ihre Zweitimpfung bekommen.

In erster Linie gehe die KVWL davon aus, dass diese Patienten nach dem Ende der Impfzentren von ihren Hausärzten beziehungsweise Kinderärzten mit einer Zweitimpfung gegen das Coronavirus versorgt werden könnten.

Impfzentrum schließt, kein fester Hausarzt: So kommen Patienten an Zweitimpfung

Für den Fall, dass Patienten aber keinen festen Hausarzt haben, hat die KVWL eine Liste von Praxen veröffentlicht, die die Zweitimpfung für diese Gruppe anbieten. Durch die Eingabe der Postleitzahl fänden die Patienten in der Übersicht der KVWL schnell Praxen vor Ort, die sich dazu bereit erklärt haben, so das Versprechen. Im Einzugsbereich sind das der Liste zufolge fast 700 Praxen.

Unterdessen werden in der Debatte rund um das Thema Corona-Impfungen Rufe nach der 2G-Regel lauter. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ist zwar dagegen, erhöht den Druck auf Ungeimpfte dennoch spürbar. Unter anderem sagte er: „Ich bin nicht dafür, Nichtgeimpfte überall auszuschließen. Aber ich bin schon dafür, dass es Ungeimpften ungemütlich in diesem Land gemacht wird, wenn sie am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollen.“

Auch diese Frage dürfte mitunter hitzig diskutiert werden: Sollten Ungeimpfte in Corona-Quarantäne weniger Lohn bekommen? Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält das jedenfalls für nachvollziehbar. Auch er wirbt für die Impfung.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/dpa

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