700 Personen erhalten Mail

Datenpanne vor Corona-Impfung: NRW-Stadt verschickt Daten von 13.000 Menschen

Eine Datenpanne sorgt in NRW für Aufsehen. Die Daten von 13.000 Menschen werden weiterverbreitet. Dabei wollten diese sich nur für eine Corona-Impfung anmelden.

Hamm - Am Freitag kam es in Nordrhein-Westfalen zu einer Datenpanne. Die Stadt Essen hat versehentlich die Daten von 13.000 Bürger in einer Mail an 700 Empfänger gesendet. Bei den Bürgern geht es um Personen, die sich für eine Corona-Schutzimpfung angemeldet hatten. (News zum Coronavirus)

StadtEssen
RegierungsbezirkDüsseldorf
Fläche210,3 km²
Einwohner582.415 (31. Dez. 2020)

Datenpanne vor Corona-Impfung: Essen verschickt Daten von 13.000 Menschen

Eine Sprecherin der Stadt Essen bestätigte, dass es eine Datenpanne in Bezug auf die Angaben von angehenden Corona-Impflingen gab. Die Sprecherin versuchte den Fauxpas jedoch auch zu relativieren: „Es war ein menschlicher Fehler, wir können uns dafür nur entschuldigen.“ Der Landesdatenschutz sei verständigt worden, nachdem die Panne aufgefallen sei.

Grund für die E-Mail seien veränderte Öffnungszeiten im Essener Impfzentrum gewesen, erklärte die Sprecherin. Deshalb wurden alle 700 Menschen angeschrieben, die bis zum 15. August einen Impftermin nach 18. Uhr vereinbart hatten und jetzt wegen der kürzeren Öffnungszeiten gebeten werden sollten, einen Ausweichtermin für ihre Corona-Impfung zu finden.

Datenpanne vor Corona-Impfung in Essen: Excel-Dateien schwimmen versehentlich in Mail mit

Das Problem: Die Gruppe der 700 Personen wurde aus Excel-Dateien aller 13.000 Impfwilligen bis Mitte August generiert. Laut der Stadtsprecherin seien diese Excel-Dateien vor dem Abschicken der Mail versehentlich nicht gelöscht, sondern mitgesendet worden. Somit erhielten jene 700 Personen die Daten von ingesamt 13.000 Menschen, die im Zuge der Corona-Impfung ihre Daten bei der Stadt hinterlegt hatten.

Inzwischen ist auch geklärt, welche Daten die Stadt erhoben hat und in der Mail versendet wurden. Neben Namen, Anschrift und Geburtsdatum hat die Stadt Essen mit dem Versenden der Mail auch Telefonnummern und Mailadressen sowie der Impfstatus der Personen herausgegeben.

Nach Datenpanne in Essen: Stadt sendet zweite Mail an Impflinge

Nach Bekanntwerden der Datenpanne hat die Stadt sich mit einer weiteren Mail an die betroffenen 700 Empfänger gewendet. Die Stadt Essen habe die Adressaten darum gebeten, den Irrläufer im besten Falle einfach zu löschen. Schließlich hätten einige Bürger in Essen sehr erbost auf die Datenpanne reagiert.

In Deutschland und Nordrhein-Westfalen sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits viele Menschen gegen Corona geimpft. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung weist seit Kurzem sogar den vollen Impfschutz auf. Langsam aber sicher entfaltet sich nun die Frage nach der dritten Corona-Impfung - die Bundesländer planen, auch NRW bereitet sich darauf vor.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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