Impfungen mit AstraZeneca

Nach Krankmeldungen: Rettungsdienste in NRW sollen gestaffelt gegen Corona geimpft werden

Viele Rettungsdienst-Mitarbeiter in NRW haben sich nach einer Corona-Impfung mit AstraZeneca krankgemeldet. Das Ministerium rät deshalb zu einer gestaffelten Verabreichung des Impfstoffs.

Düsseldorf - Das NRW-Gesundheitsministerium hat auf die vielen Personalausfälle im Zuge der AstraZeneca-Impfungen gegen das Coronavirus reagiert. Demnach empfiehlt das Ministerium aufgrund möglicher Personalausfälle, die Mitarbeiter der Rettungsdienste in kleinen Gruppen nach und nach gegen Corona zu impfen. (News zum Coronavirus)

KonzernAstraZeneca
Gründung1999
SitzCambridge (GB), Södertälje (Schweden)
LeitungPascal Soriot, Marc Dunoyer, Leif Johansson

Corona-Impfungen mit AstraZeneca: NRW-Rettungsdienste sollen gestaffelt geimpft werden

Zuvor hatten sich in Dortmund nach der Corona-Impfung von Feuerwehrleuten rund ein Viertel krank gemeldet. „Es sind wohl bei einigen Feuerwehrleuten Nebenwirkungen aufgetreten“, schilderte eine Sprecherin der Stadt Dortmund. Auch in anderen Städten habe es derartige Reaktionen auf Corona-Impfungen gegeben. Bis dato seien die Feuerwehren aber weiter einsatzfähig geblieben.

Nach statistischen Erhebungen könne man demnach von einer Ausfallquote von 20 bis 30 Prozent nach einer AstraZeneca-Impfung ausgehen. Einem internen Schreiben der Feuerwehr Dortmund zufolge, welches den Ruhrnachrichten vorliegt, komme es nach der Impfung bei manchen Personen zu Symptomen wie Schüttelfrost und Fieber.

Das NRW-Gesundheitsministerium schlägt vor, mithilfe eines fachlichen Gutachters zu prüfen, wie die Personalstrukturen einer Einrichtung ausgelegt sind. Die Belegschaft könnte demnach zeitlich gestaffelt geimpft werden, um größere Personalausfälle zu verhindern. Nachdem die Symptome abgeklungen sind, könnten anschließend weitere Teile der Belegschaft geimpft werden.

Corona-Impfungen in NRW: AstraZeneca nur für Menschen unter 65 - Nebenwirkungen bekannt und normal

Rettungsdienst-Mitarbeiter und weitere Angestellte und Ärzte der Stufe 1 in der Impf-Hierarchie werden seit einigen Tagen in den Impfzentren mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft, sofern sie nicht älter als 65 Jahre sind. „Grundsätzlich sind die auftretenden Nebenwirkungen bekannt und ein Zeichen für die gewünschte Gegenreaktion des Körpers“, betonte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums. Die Nebenwirkungen würden zwar relativ häufig vorkommen, dafür aber in der Regel mild verlaufen und schnell vorübergehen.

Nachdem es eine Vielzahl an Krankmeldungen im Zuge der AstraZeneca-Impfungen gab, sollen Rettungsdienste in NRW nun gestaffelt gegen Corona geimpft werden.

Wie auch bei den anderen bekannten Impfstoffen gegen Corona, werden bei AstraZeneca zwei Impfungen benötigt. Die Reaktionen auf die Impfungen sollen nach Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) nach der zweiten Dosis mit AstraZeneca bereits geringer ausfallen als nach der ersten Dosis.

Nebenwirkungen von AstraZeneca: Rettungsdienste in NRW sollen anders

Die Rettungsdienste, die mit dem AstraZeneca-Impfstoff versorgt werden, haben den Vorteil, nicht von den organisatorischen Problemen betroffen zu sein, die die Impfvergabe in NRW mit sich brachte. In mehreren Städten in NRW mussten dutzende Menschen wieder nach Hause gehen, weil sie doch keinen Impftermin hatten, obwohl sie das sicher geglaubt hatten.

Das Problem: In der Online-Buchungssystematik wurden die Termine erst als frei angezeigt und wenn man diese angeklickt hat, erschien für Bürger die Anzeige ,Termin bereits vergeben‘ / ,Termin bereits gebucht‘. Damit war gemeint, dass der Termin nicht mehr zur Verfügung steht, viele interpretierten diese Aussage jedoch so, dass sie den Termin selbst erfolgreich gebucht haben. So wurden deshalb mancherorts Menschen wieder nach Hause geschickt.

Rubriklistenbild: © Pedro Fiuza/dpa

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