Im Corona-Jahr 2020

Keine Hunde und Katzen zu Weihnachten - Tierheime beschließen Vermittlungsstopp

Ein Hund und eine Katze im Tierheim.
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Viele Tierheime verhängen vor Weihnachten nach einem Corona-Jahr mit deutlich erhöhter Nachfrage einen Vermittlungsstopp.

Im Corona-Jahr war die Nachfrage nach Haustieren groß. Als Weihnachtsgeschenke wird es jedoch kaum Hunde und Katzen geben - viele Tierheime verhängen zu Weihnachten ein Vermittlungsstopp.

Bonn/Düsseldorf - Kurz vor Weihnachten im Corona-Jahr 2020 verhängen Tierheime ein sogenanntes Vermittlungsstopp. Und das trotz deutlich erhöhter Nachfrage. Es gehe den Tierheimen darum, dass Katze, Hund und Co. nicht nur aus einer Laune heraus gekauft und verschenkt würden. An vielen Orten werde die Vermittlung vorübergehend eingestellt. Die Entscheidung fällt jede Einrichtung letztlich aber allein. (News aus Nordrhein-Westfalen)

EinrichtungTierheim
Orientierungnicht auf Gewinnerzielung eingerichtet
andere BezeichnungenTierasyl, Tierstation
Anzahl Tierheime in Deutschlandüber 500 allein über den Deutschen Tierschutzbund

Wegen Corona: Keine Hunde und Katzen zu Weihnachten - Tierheime beschließen Vermittlungsstopp

Stillstand herrscht in den Tierheimen allerdings nicht. Interessierte könnten sich bereits jetzt zu Einzelterminen anmelden. Dort hätten sie dann die Möglichkeit, das gewünschte Tier kennenzulernen. Die Anschaffung kann dann allerdings erst nach Weihnachten erfolgen. Zudem seien wegen der Corona-Pandemie Besuche derzeit nur nach Anmeldung möglich. Dadurch würden Kundenbesuche sich tendenziell besser auf ernsthafte Interessenten beschränken.

Die Nachfrage nach Hunden und Katzen sei im Corona-Jahr insgesamt sehr hoch gewesen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Menschen vermehrt im Homeoffice arbeiteten und dort den Drang nach der Gesellschaft eines Haustieres verspürten.

Sorge bereitet den Tierheimen dagegen ein Rückgang an Spenden. Veranstaltungen, bei denen sonst ein großer Teil an Einnahmen generiert wird, sind durch Corona weitgehend weggebrochen. Laut dem Deutschen Tierschutzbund in Bonn seien die vom Land NRW bereitgestellten Mittel völlig unzureichend.

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