Ankündigung des Schulministeriums

Corona-Hammer: NRW führt Maskenpflicht im Unterricht ein - Schülern drohen harte Strafen

Eine Maske liegt neben einem Schüler auf einem Tisch. Das Absetzen der Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht wird in Nordrhein-Westfalen nur Grundschülern erlaubt sein. Das hat das Land angekündigt.
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Eine Maske liegt neben einem Schüler auf einem Tisch. Das Absetzen der Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht wird in Nordrhein-Westfalen nur Grundschülern erlaubt sein. Das hat das Land angekündigt.

Das Land NRW führt zum Unterrichtsbeginn ab 12. August eine Maskenpflicht an den Schulen ein. Auch im Kreis Recklinghausen gelten strenge Regeln. Wer dagegen verstößt, dem drohen harte Strafen.

  • Überraschende Ankündigung des NRW-Schulministeriums
  • Zum Schulbeginn am 12. August wird eine strenge Maskenpflicht eingeführt
  • Diese Regeln gelten im nordrhein-westfälischen Bildungsbereich

Update, 4. August, 10.45 Uhr: Wenn Schüler in NRW dauerhaft gegen die neue Maskenpflicht verstoßen, können sie auch von der Schule verwiesen werden. Darauf hat Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) nach dpa-Informationen in einem Interview hingewiesen. Gebauer sagte im WDR: "Wenn sich Schülerinnen und Schüler konstant nicht - weder im Unterricht noch auf den anderen Flächen - daran halten, kann das auch mit einem Verweis von der Schule beziehungsweise einem vorübergehenden einhergehen."

Gebauer verwies darauf, dass die Maske aus "pädagogisch sinnvollen Gründen" auch zwischendurch abgenommen werden könne. Auch aus medizinischen Gründen. So sei ihr bewusst, dass ein Mund-Nasen-Schutz bei heißem Wetter eine besondere Beeinträchtigung sei. Gebauer verteidigte die Maskenpflicht dennoch: Das derzeitige Infektionsgeschehen in NRW mache sie alternativlos.

Unsere Berichterstattung vom 3. August: Mit Beginn des Schulstarts am 12. August führt das Land Nordrhein-Westfalen eine strenge Maskenpflicht im Unterricht ein. Das bestätigte NRW-Schulstaatssekretär Mathias Richter (FDP) auf Nachfrage von 24VEST*. 

An allen weiterführenden Schulen gilt die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler als auch für das Lehrpersonal sowohl auf dem Schulgelände, in den Räumlichkeiten als auch während des Unterrichts.  Ausnahmen seien nur für Referate oder Klausuren erlaubt.

Maskenpflicht an Schulen in NRW: Ausnahmen gibt es nur die jüngsten Kinder 

An den Grundschulen muss der Mund-Nase-Schutz bis zum festgelegten Sitzplatz der Schülerinnen und Schüler getragen werden. Erst dort darf er abgenommen werden. 

Das Land NRW reagiert damit auf die steigenden Infektionszahlen im Land, vor allem auch im Ruhrgebiet (immer mehr neue Corona-Fälle gibt es auch im Kreis Recklinghausen*). Allerdings sind diese „strengen Maßnahmen“ zunächst zeitlich bis zum 31. August beschränkt - bis dahin sollen die strenge Maskenpflicht in den Schulen und die Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen getestet werden. 

Land NRW: Einschulungsfeiern für „i-Dötzchen“ unter Hygieneauflagen möglich

Einschulungsfeiern für die Erstklässler, so Richter, seien unter den bekannten Hygienebestimmungen möglich. Wie viele Personen die sogenannten „i-Dötzchen“ begleiten dürfen (ob nur ein Elternteil, Mutter und Vater oder auch Großeltern und Paten), soll allerdings in den Schulen vor Ort festgelegt werden. Hier spiele ja auch die Frage der Räumlichkeiten eine wichtige Rolle.

NRW-Schulministerin Gebauer: „Verantwortungsvoller Regelbetrieb“ an den Schulen

Zuvor hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) angekündigt, dass die 5500 Schulen mit ihren rund 2,5 Millionen Schülern im bevölkerungsreichsten Bundesland nach den Sommerferien „in einen verantwortungsvollen Regelbetrieb zurückkehren“ sollen. 

Erste grobe Pläne hatte die Ministerin schon im Juni vorgelegt. Darin ging es unter anderem um die „Gewinnung von zusätzlichem Personal zur Sicherstellung des Regelbetriebs“. Zudem wurde ein Leitfaden für die Schulen angekündigt, falls diese aus Gründen des Infektionsschutzes doch wieder auf Distanz-Unterricht umschalten müssen. 

Auch Bundes-Schulministerin Anja Karliczek (CDU) hatte sich bereits für eine Maskenpflicht in Schulgebäuden* ausgesprochen - unterstützt wird sie in ihrer Ansicht vom Städte- und Gemeindebund.

Kostenlose Coronatests für Beschäftigte an Schulen und Kitas sorgen in NRW für Ärger

Die Beschäftigten von Schulen und Kitas in NRW können sich bis zu den Herbstferien alle 14 Tage freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen - bei den niedergelassenen Ärzten. 

Das sorgt beim Hausärzteverband und auch beim Kreis Recklinghausen für Sorgenfalten. Die Kreisverwaltung Recklinghausen befürchtet ein Fiasko*:  Schon jetzt gebe es Meldungen von Medizinern, die sich dazu überhaupt nicht in der Lage sähen, heißt es im Recklinghäuser Kreishaus(tebe) *24VEST.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Mit dpa-Material

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