Kritischer Inzidenzwert überschritten

Essen ist Corona-Risikogebiet: Neue Regeln gelten

Essen hat den kritischen Inzidenz-Wert überschritten und ist damit Corona-Risikogebiet. Daher gelten in der Stadt im Ruhrgebiet nun neue Regeln.

Hamm - Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, steigt weiter stetig an. Das führt gleichzeitig dazu, dass immer mehr Städte den Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tagen überschreiten. Diese Inzidenz hat seit dem Wochenende auch die NRW-Stadt Essen erreicht.

StadtEssen
BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung582.624 (2016)

Wie die Stadt Essen am Montag, 12. Oktober, vermeldete, sind seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie Ende Februar insgesamt 2533 Essener an Covid-19 erkrankt.

Corona in Essen: Neue Regeln nach Überschreiten des Grenzwerts

Im Zeitraum vom 5. bis 11. Oktober habe es in Essen 313 Corona-Neuinfektionen gegeben. Die Stadt meldete daher einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 52,9. Das Landeszentrum Gesundheit des Landes NRW und das Robert Koch-Institut (RKI) wiesen für Essen am Montag allerdings einen Wert von 61,8 aus. Die unterschiedlichen Inzidenzwerte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette.

Doch Fakt ist: Essen ist das nächste Corona-Risikogebiet innerhalb Deutschlands und damit auch innerhalb von NRW. Wegen der Überschreitung dieses kritischen Corona-Inzidenzwertes von 50 ist am Montag, 12. Oktober, eine neue Allgemeinverfügung der Stadt Essen in Kraft getreten. Für das öffentliche Leben traten damit folgende Regeln in Kraft:

  • Private Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind nur noch mit maximal 25 Personen zulässig. Eine Anzeigepflicht gegenüber dem Ordnungsamt besteht ab elf Personen mindestens drei Werktage vor dem Fest unter faq@ordnungsamt.essen.de. „Es sind eine für die Veranstaltung verantwortliche Person zu nennen sowie Ort, Datum, Art, Anlass und eine Teilnehmerzahl“, heißt es. Dazu sei eine Gästeliste zu führen und auch während der Feier zu aktualisieren. „Die Regelung gilt für private Feiern in angemieteten Räumen, Gaststätten oder Restaurants. Sie gelten auch für Beerdigungen. Ausnahmegenehmigungen sind nicht möglich.“
  • „In städtischen Gebäuden gilt ab Montag eine Maskenpflicht“, lautet die nächste Corona-Regel in Essen. Sie gelte für Beschäftigte ebenso wie für Besuche. „Ausgenommen sind Kinder bis zum schulpflichtigen Alter sowie Personen, die aus medizinischen Gründen keinen Mund-Nase-Schutz tragen können. Die Verpflichtung kann durch gleich wirksame Maßnahmen ersetzt werden.“
  • Wollen sich Gruppen im öffentlichen Raum treffen, dürfen diese nur noch aus höchstens sechs Personen bestehen. Bisher waren es 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten.
  • Eine Maskenpflicht in den Essener Schulen wird in der aktuellen Allgemeinverfügung noch nicht geregelt. Dies soll nach den Ferien erfolgen.

Corona in Essen: NRW-Stadt wegen hoher Zahlen jetzt Risikogebiet

Da Essen damit Corona-Risikogebiet ist, hat das auch andere Auswirkungen: In einigen Bundesländern gilt etwa ein Beherbergungsverbot für Urlaube aus Hotspots. Die Stadt Hamm hat bereits seit Wochen eine hohe Sieben-Tage-Inzidenz. Auch Wuppertal ist Corona-Hotspot: Der RKI-Wert stieg dort sogar noch einmal an.

Der kritische Inzidenz-Wert wurde auch in der Stadt Dortmund am Montag bestätigt. Dort gelten wie in allen anderen Risikogebieten in NRW und Deutschland neue Regeln. Heftig getroffen hat es zuletzt auch den Corona-Hotspot Kreis Unna und die die Stadt Hagen.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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