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Düsseldorf ist Corona-Risikogebiet: Strenge Regeln wegen hoher Inzidenz

Düsseldorf ist Corona-Hotspot: Die NRW-Landeshauptstadt hat den kritischen Inzidenz-Grenzwert überschritten. Jetzt werden die Regeln noch strenger.

Update vom 16. Oktober, 10.29 Uhr: Die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf bleibt Corona-Risikogebiet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt der entscheidende Inzidenzwert bei 59,3 (Stand 16. Oktober, 0 Uhr) und damit über der kritischen Grenze von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen. Düsseldorf ist keine Ausnahme. Immer mehr Städte und Kreise in NRW werden zu Risikogebieten.

StadtDüsseldorf
BundeslandNordrhein-Westfalen
Gegründet14. August 1288
Bevölkerung612.178 (2016)

Update, 14. Oktober, 8.21 Uhr: Am Dienstag sind die Zahlen in Düsseldorf weiter gestiegen. In der Landeshauptstadt sind nun insgesamt 3.713 Menschen mit einer Infektion registriert worden. 314 Menschen gelten aktuell als infiziert. Die 7-Tages-Inzidenz liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 55,6. Aktuell sind 1680 Menschen in Quarantäne. Düsseldorf ist keine Ausnahme. Immer mehr Städte und Kreise in NRW werden zu Risikogebieten.

Corona in Düsseldorf: Diese Regeln gelten nun in der NRW-Landeshauptstadt

Update, 13. Oktober, 07.52 Uhr: In der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf ist die 7-Tage-Inzidenz auf 55 gestiegen (Stand 13. Oktober, 0 Uhr). Der kritische Wert von 50 wurde dort am Montag erreicht.

Update, 12. Oktober, 18.14 Uhr: Jetzt hat es auch unsere Landeshauptstadt getroffen. Der kritische Corona-Grenzwert in Düsseldorf wurde am Montag überschritten. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 54,8 gestiegen, berichtet der WDR. Damit kommen auf die Düsseldorfer weitere Einschränkungen zu.

Wie auch in anderen Risikogebieten in NRW dürfen sich ab sofort in der Öffentlichkeit nur noch maximal fünf Personen treffen und für die Gastronomie gilt in der Nacht ab 1 Uhr eine Sperrstunde bis 6 Uhr morgens. Düsseldorf ist damit die erste Stadt in NRW mit einer Sperrstunde.

Private Feiern sind von nun an nur noch mit 25 oder weniger Personen erlaubt. Mit Erreichen der 50er-Inzidenz gilt nun auch eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf Wochenmärkten. Im Einzelhandel darf nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter zugelassen werden. Diese Regeln gelten nun in Düsseldorf:

  • Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf Wochenmärkten.
  • Statt bisher 10 dürfen sich nur noch 5 Personen unter den in der Coronaschutzverordnung genannten Voraussetzungen im öffentlichen Raum zusammen aufhalten.
  • Sofern Hygienekonzepte bei Veranstaltungen nicht bereits eine deutlich kleinere Anzahl von Personen vorsehen oder andere Regelungen die Anzahl der Personen nicht weiter reduzieren, dürfen Veranstaltungen mit maximal 500 Personen unter freiem Himmel oder 250 Personen in geschlossenen Räumen stattfinden. Bei allen Veranstaltungen muss die Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden.
  • Es gilt stadtweit eine Sperrstunde für die Gastronomie von 1 Uhr nachts bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr.
  • Im Einzelhandel gibt es eine Reduktion der erlaubten Anzahl von gleichzeitig anwesenden Personen von 1 Person/7 Quadratmetern auf 1 Person/10 Quadratmetern.
  • Die Landeshauptstadt Düsseldorf empfiehlt, private Feiern in privaten Räumen mit maximal 25 Personen durchzuführen und bei solchen privaten Partys in privaten Räumen eine Kontaktliste zu erstellen.
  • Zudem gilt ab jetzt eine Beschränkung auf 25 Gäste bei Trauerfeiern und sowie bei Trauungen (hier muss in öffentlichen Gebäuden ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden).
  • Weiterhin gelten folgende Maßnahmen, die seit der Überschreitung des Schwellenwertes von 35 eingeführt worden sind:
  • Es gilt weiterhin eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindertagesstätten. Dabei gelten die Altersvorgaben aus der aktuellen Coronaschutzverordnung.
  • In zwölf definierten Bereichen im Stadtgebiet wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen. Diese Bereiche werden in den kommenden Tagen zusätzlich ausgeschildert (siehe unten).

Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf teilte am Montag mit, dass aufgrund der Überschreitung des Grenzwertes davon auszugehen sei, dass das Heimspiel am Sonntag gegen Jahn Regensburg nicht wie geplant vor 10.800 Zuschauer stattfinden könne. Der Verein setze daher den freien Ticketvorverkauf, der am Dienstag hätte starten sollen, aus. „Eine finale Entscheidung, vor wie vielen Zuschauern die Partie stattfinden darf, wird allerdings erst am Ende der Woche erwartet“, so der Verein weiter.

Corona in Düsseldorf: NRW-Hauptstadt vor kritischem Grenzwert

Hamm - Die nächste Großstadt überschreitet wohl bald den kritischen Coronavirus-Grenzwert. Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens (NRW), steht kurz vor der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen liegt der Wert bei 49,2.

In Düsseldorf war erst am Freitag, 9. Oktober, die erste wichtige Kennzahl von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten worden. Als erste Konsequenz hatte die Stadt Düsseldorf unter anderem eine strengere Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindertagesstätten verhängt.

Corona in Düsseldorf: Inzidenzzahlen steigen - erste Maßnahmen greifen

Für zwölf sogenannte „hoch frequentierte Bereiche“ - darunter die bekannte Altstadt in Düsseldorf - wurde eine Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgesprochen. Sollte die kritische Corona-Marke von 50 überschritten werden, würden weitere Maßnahmen ziehen und eventuell neue Regeln gelten, so Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Auch die Stadt Hagen hatte bereits mit neuen Regeln wegen hoher Corona-Zahlen reagiert.

Das wäre dann die nächste Stufe auf der Corona-Skala. Zunächst gelten seit Freitag, 9. Oktober, für die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf für die Stufe 1 (35 Neuinfektionen/100.000 Einwohner) folgende Maßnahmen:

  • In öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindertagesstätten gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung;
  • in 12 hoch frequentierten Bereichen* im Stadtgebiet wird eine Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgesprochen;
  • Feierlichkeiten dürfen nur noch mit maximal 50 Gästen stattfinden, es sei denn, die Veranstaltung findet in einer Wohnung statt oder die zuständige Behörde lässt auf der Grundlage eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes eine Ausnahme zu.

Corona in Düsseldorf: In diesen 12 Bereichen wird Mundschutz empfohlen

Die zwölf Bereiche in Düsseldorf, in denen das Tragen eines Mundschutzes aufgrund der steigenden Corona-Zahlen empfohlen wird, sind:

  • Kaiserswerth: Kaiserswerther Markt/Klemensplatz;
  • Rath: Westfalenstraße/Westfalencenter;
  • Gerresheim: Dreherstraße/Fußgängerzone;
  • Düsseltal: Rethelstraße;
  • Pempelfort: Nordstraße/Duisburger Straße;
  • Stadtmitte: Der gesamte Bereich zwischen Altstadt im Westen, Graf-Adolf-Straße im Süden, Hauptbahnhof im Osten und Schadowstraße/Am Wehrhahn im Norden;
  • Friedrichstadt/Unterbilk: Friedrichstraße, Düsseldorf-Arcaden, Bilk S-Bahnhof;
  • Unterbilk: Bilker Allee, Bilker Kirche, Lorettostraße;
  • Oberbilk: Kölner Straße;
  • Eller: Gumbertstraße, Gertrudisplatz;
  • Benrath: Innenstadt, Fußgängerzone;
  • Garath: Stadtteilzentrum.

Sollte Düsseldorf tatsächlich den nächsten Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen erreichen und übersteigen, „zündet“ die Stufe 2 der Maßnahmen und Regeln in Düsseldorf.

Corona in Düsseldorf: Einschränkungen bei privaten Feiern drohen

Von der Stadt Düsseldorf heißt es: „Aus einem Maßnahmenkatalog werden geeignete Schritte aktiviert, die mithilfe weiterer Einschränkungen der Kontaktmöglichkeiten auch unerkannte Infektionsketten und besonders gefährdete Personengruppen schützen.“

An Festen dürften dann laut aktueller Corona-Schutzverordnung höchstens 25 Personen teilnehmen – es sei denn, die Veranstaltung findet in einer Wohnung statt - oder die zuständige Behörde lässt auf der Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes eine Ausnahme zu.

Corona in Düsseldorf: Stadt hat Maßnahmenkatalog bereits vorbereitet

Weitere Maßnahmen nach Erreichen des kritischen Grenzwerts, den Dortmund bereits überschritten hat, könnten Einschränkungen in Gastronomien, im Einzelhandel, bei Veranstaltungen sowie eine Verschärfung des Kontaktverbotes oder die Erweiterung der Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in zu definierenden öffentlichen Bereichen sein.
Die Maßnahmen und Regeln beider Stufen enden frühestens nach 14 Tagen, was einer Inkubationszeit entspricht – und nur dann, wenn der Schwellenwert wieder unterschritten wird.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf habe nach eigener Aussage bereits im Mai vorsorglich ein Stufen-Konzept entwickelt, das beim Erreichen von einer 7-Tages-Inzidenz in Höhe von 30 und 50 greifen würde.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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