Allgemeinverfügung tritt in Kraft

Dortmund: Corona-Regeln ab 19. April - was seit heute noch erlaubt und was verboten ist

Der U-Turm von Dortmund und Oberbürgermeister Thomas Westphal.
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In Dortmund gelten ab dem 19. April neue Corona-Regeln.

Ab Montag (19. April) gilt in Dortmund eine neue Allgemeinverfügung, die neue Corona-Regeln vorschreibt. Wir erklären, was in Schulen, Geschäften und im Sport verboten ist.

Dortmund – Die Bürger von Dortmund* und deren Besucher müssen sich wieder auf neue Corona-Regeln in der Stadt einstellen. Ab Montag (19. April) greift zusätzlich zur aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes NRW eine Allgemeinverfügung, die nur für Dortmund gilt. RUHR24* erklärt, was jetzt verboten ist.

7-Tages-Inzidenz NRW167,1 (Stand 18. April)
7-Tages-Inzidenz Dortmund198
Aktuelle Corona-Fälle in Dortmund1800

Dortmund: Ab Montag (19. April) gelten neue Corona-Regeln

Die im Vergleich zur aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes NRW* strengere Allgemeinverfügung der Stadt Dortmund* betrifft im Wesentlichen drei Bereiche: die Schulen, den Handel und den Sport.

So gilt in allen öffentlichen Schulen in Dortmund von Montag (19. April) bis vorerst Sonntag (25. April) ein Betretungsverbot. Die Schüler dieser Schulen müssen in diesem Zeitraum im Homeschooling, also im Distanzunterricht unterrichtet werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Homeschooling über den 25. April hinaus verlängert wird.

Doch es gibt Ausnahmen vom Betretungsverbot der Schulen – und zwar für:

  • Schüler der Klassen 5 und 6, die nicht zu Hause betreut werden können,
  • Schüler der Grundschule im Rahmen einer Notbetreuung durch das Land NRW,
  • Klassen und Jahrgangsstufen, die sonderpädagogische Unterstützung benötigen,
  • Klassen und Jahrgangsstufen, die nach Einschätzung der Schulleitung zu Hause oder im Ausbildungsbetrieb nicht mit Erfolg am Distanzunterricht teilnehmen können,
  • Schüler, denen eine Kindeswohlgefährdung bescheinigt wurde,
  • Lehrer, die dringende Dienstgeschäfte erledigen müssen,
  • Abschlussklassen.

Die Stadt Dortmund begründet die strengen Corona-Maßnahmen in einer Pressekonferenz am Freitag (16. April)* mit den in den letzten Wochen stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen in jüngeren Altersgruppen. Besonders in Schulen sei es zuletzt gehäuft zu Ausbrüchen gekommen.

Dortmund: Corona-Zahlen steigen exponentiell an

Der exponentielle Anstieg der Infektionszahlen in Dortmund gehe mit einem deutlich steigenden Anteil von Infektionen in den Altersgruppen bis 19 Jahren einher, lautet eine Begründung der Stadt Dortmund. Aufgrund der häufig symptomlosen Corona-Verläufe bei Jugendlichen bestehe die Gefahr, dass sich das Virus unkontrolliert auch bei älteren Bürgern ausbreite.

Kitas sind nicht in der Allgemeinverfügung erfasst; eine Notbetreuung solle weiterhin gewährleistet werden, verspricht die Stadt Dortmund.

Dortmund erlässt Verbote für den Sport – Corona-Übertragungen unterbinden

Neben den Verboten für die Schulen hat die Stadt Dortmund in ihrer Allgemeinverfügung ab dem 19. April auch solche für den Sport erlassen. Sport kann bis vorerst zum 25. April nur folgendermaßen getrieben werden:

  • kontaktlos
  • allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands,
  • als Berufs- und Leistungssportler (unter Einhaltung strenger Hygieneregeln).

Die Einschränkungen beim Sport in Gruppen begründet die Stadt Dortmund damit, dass dort häufig verschiedene Haushalte zusammenkämen und dabei ein Abstand nicht durchgehend eingehalten werden könne.

Neben Verboten in Schulen und im Sport trifft die neue Allgemeinverfügung der Stadt Dortmund ab dem 19. April auch den Handel. „Click and Meet“, also Einkaufen in Geschäften nach Terminabsprache und mit negativem Corona-Test*, ist vorerst nicht mehr möglich.

Neue Corona-Regeln ab 19. April in Dortmund – kein „Click and Meet“ mehr möglich

Sogenannte „Nicht-privilegierte“ Handelseinrichtungen“ dürfen ab dem 19. April nur noch Abhol- und Lieferdienste anbieten. Das betrifft Bekleidungsgeschäfte, Haushaltswarengeschäfte, Reisebüros, Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Schuhgeschäfte, Tabakläden, und den Handel mit E-Zigaretten.

Video: „Sommer mit viel mehr Freiheit“: Laschet will Impfreihenfolge noch im Frühjahr aufheben

Komplett geöffnet bleiben weiterhin sogenannte „privilegierte Handelseinrichtungen“, also unter anderem Supermärkte, Bäckereien, Apotheken, Blumenläden, Babyfachmärkte, Tankstellen oder Drogerien (hier weitere Corona-News aus Dortmund* bei RUHR24 lesen).

Corona-Regeln in Dortmund: Garten- und Baumärkte dürfen nur mit Auflagen öffnen

Nur unter Vorbehalt dürfen Bau- und Gartenbaumärkte sowie Baustoffhandelsgeschäfte in Dortmund öffnen – und zwar im Prinzip nur für Kunden aus dem Gewerbe. Schnitt- und Topfblumen, Gemüsepflanzen und Saatgut sowie unmittelbares Zubehör darf dagegen auch der Otto-Normalverbraucher weiterhin in Baumärkten kaufen – aber auch nur, wenn es sich um einen räumlich abgetrennten Bereich mit eigenem Eingang und eigenem Kassenbereich handelt.

Ein Besuch im Zoo Dortmund ist wegen Corona aktuell nur mit einer Vorabreservierung möglich.

Und wie sieht es im Bereich der Freizeit aus? Dicht bleiben in Dortmund weiterhin Freizeitanlagen wie etwa Minigolfplätze oder Klettergärten. Zoos, Tierparks oder nicht frei zugängliche Botanische Gärten dürfen weiterhin öffnen, aber nur nach Terminabsprache und mit geschlossenem Innenbereichen. Auch Spielplätze im Freien bleiben weiterhin offen in Dortmund.

Aber: Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlösser, Burgen, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen werden wieder geschlossen. Die Museen in Dortmund waren erst kürzlich unter strengen Regeln geöffnet* worden.

Die Gastronomie in Dortmund darf weiterhin nur ausliefern oder Speisen und Getränke zur Abholung anbieten.

Und wie sieht es im Handwerk und dem Dienstleistungsgewerbe aus? Hier gilt in Dortmund Folgendes:

  • Friseure bleiben geöffnet (Maskenpflicht),
  • Erlaubt sind medizinisch notwendige Dienstleistungen wie Physiotherapie oder Optiker.
  • Kosmetik- und Nagelstudios, Maniküresalons, Massagestudios, Tätowierer und Piercer bleiben geschlossen. 

Gültig bleiben weiterhin die Kontaktbeschränkungen nach aktueller Coronaschutzverordnung, die ein Zusammentreffen von Personen eines Hausstandes mit höchstens einer Person aus einem anderen Hausstand erlauben. Auch ein Zusammentreffen von Personen eines Hausstandes mit mehreren Personen aus einem anderen Hausstand bis zu einer Gesamtzahl von höchstens fünf Personen ist erlaubt.

Und auch die Maske spielt in Dortmund weiterhin eine große Rolle. Hier ist sie nach wie vor Pflicht:

  • Innerhalb des Wallrings der Dortmunder Innenstadt in den Fußgängerzonen von 9 Uhr bis 20 Uhr,
  • Auf der Münsterstraße – von der Einmündung Priorstraße bis zur Kreuzung Mallinckrodtstraße,
  • auf dem Nordmarkt von 9 Uhr bis 20 Uhr
  • In den Fußgängerzonen in den Stadtteilnebenzentren von 9 Uhr bis 20 Uhr
  • Samstags, sonn- und feiertags in der Zeit von 12 Uhr bis 18 Uhr auf den Wegeflächen am Phoenix See, im Westpark, im Fredenbaum- und Rombergpark, im Hoeschpark und im Revierpark Wischlingen.

Mit ihrer Allgemeinverfügung orientiere sich die Stadt laut eigenen Angaben im Wesentlichen an den Inhalten des wahrscheinlich zum Ende der kommenden Woche geltenden geänderten Infektionsschutzgesetzes des Bundes*.

Darin ist eine nächtliche Ausgangssperre für Städte und Kreise vorgesehen, in denen die 7-Tages-Inzidenz den Wert von 200 übersteigt. Die Stadt Dortmund begrüßt diese Maßnahme, wollte sie aufgrund der unsicheren Rechtslage allerdings nicht in ihrer Allgemeinverfügung verankern. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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