Zigarettenautomat "angekoppelt"

300 Meter lange Schleifspur: Ein Beutezug - im wahrsten Sinne des Wortes

Rund 300 Meter ist die Schleifspur lang, die der Zigarettenautomat auf der Fahrbahn hinterlassen hat. Zur Vollansicht des Fotos klicken Sie bitte oben rechts.
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Rund 300 Meter ist die Schleifspur lang, die der Zigarettenautomat auf der Fahrbahn hinterlassen hat. Zur Vollansicht des Fotos klicken Sie bitte oben rechts.

Das war doch mal ein Beutezug - im wahrsten Sinne des Wortes! Im Stadtgebiet Coesfeld haben sich Unbekannte einen Zigarettenautomaten auf skurrile Art und Weise "vorgeknöpft".

  • Im Kreis Coesfeld gingen Unbekannte einen Zigarettenautomaten an.
  • Sie brachen ihn nicht auf oder sprengten ihn, sondern nutzten ein Auto.
  • Daran wurde er befestigt und aus dem Boden gerissen - über 300 Meter.

Coesfeld - Zigarettenautomaten üben offenbar eine ganz besondere Anziehungskraft auf Ganoven aus. Die Aussicht auf Münzgeld wie Tabakwaren gleichermaßen sorgt dafür, dass immer wieder die überall im Land aufgestellten Apparate angegangen werden.

Hier ein Aufbruch mit brachialer Gewalt, dort eine (versuchte) Sprengung mit Feuerwerkskörpern oder sogenannten "Polen-Böllern": Wer sich die Mühe macht, Einsatzmeldungen der Polizei-Dienststellen im Zusammenhang mit Zigarettenautomaten zu durchforsten, wird oft fündig...

"Beute-Zug" mit Zigarettenautomat: Aus dem Boden gerissen

Durchaus skurriler als die "üblichen" Vorgehensweisen mutete da jene aktuelle aus Coesfeld an - genauer gesagt aus der Bauernschaft Brink.

Hier versuchten der oder die Täter gar nicht erst, den Automaten an seinem Bestimmungsort auf Höhe eines Restaurants leerzuräumen. "Diesen vor Ort aufzubrechen, war den Tätern offensichtlich zu unspektakulär. Sie haben ihn direkt aus dem Boden gerissen und am Auto hinter sich hergezogen", so die Polizei.

"Beute-Zug" mit Zigarettenautomat: Irgendwann in der Nacht

Anders als in einer ersten Pressemitteilung geschildert, passierte der "Beutezug" im wahrsten Sinne des Wortes über die stattliche Strecke von 300 Metern doch nicht um 7.30 Uhr am Montagmorgen (17. August). 

Sondern um diese Zeit wurde das "corpus delicti" auf der Fahrbahn entdeckt. Mutmaßlich ereignete sich die Tat selbst irgendwann in den frühen Morgenstunden oder in der Nacht auf Montag.

"Beute-Zug" mit Zigarettenautomat: Spurensicherung vor Ort

Die Spurensicherung rückte an und entdeckte in diesem Zusammenhang auch noch einen umgeknickten Telefonmasten. "Mittlerweile steht fest, dass diese ohne Beute geflohen sind. Den Unbekannten gelang es nicht, den Automaten zu knacken. Sie hatten ihn vom Wirtschaftsweg weg auf Höhe eines Maisfeldes gezogen", so die Polizei am Nachmittag.

Abschließend die Polizei: "Da nicht jeden Tag Zigarettenautomaten in Coesfeld durch die Gegend gezogen werden, hofft die Polizei auf Zeugen. Diese sollen sich unter 02541-14-0 melden."

Festnahmen in Dülmen nach Sprengung von Zigarettenautomat

Der Polizei Coesfeld war übrigens am frühen Sonntagmorgen (16. August) um 4 Uhr morgens eine Festnahme nach der Sprengung eines Zigarettenautomaten in Dülmen gelungen. Polizeibeamte hatten auf einer Streifenfahrt einen lauten Knall gehört. 

"Bei der sofort eigeleiteten Suche nach einem möglichen Tatort konnten die Beamten eine 33-jährige Dülmenerin und einen 36-jährigen Dülmener mit augenscheinlich entwendeten Zigaretten antreffen und vorläufig festnehmen. 

Bei der weiteren Suche wurde dann ein Zigarettenautomat feststellt, welcher augenscheinlich aufgesprengt wurde. Eine angeordnete Durchsuchung bei den festgenommenen Personen führte zur Auffindung weiteren Diebesgutes und von Betäubungsmitteln."

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