Streifenwagen gerammt

Waghalsige Flucht vor der Polizei: Autofahrer liefert irre Begründung

Blaulicht der Polizei.
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Ein Autofahrer ist im Kreis Coesfeld vor der Polizei geflohen. (Symbolbild)

Diese Flucht hätte schlimmer enden können: Ein Autofahrer floh im Kreis Coesfeld mit waghalsigen Manövern vor der Polizei und rammte am Ende einen Streifenwagen.

Kreis Coesfeld - Die Polizei wollte am Sonntagmorgen gegen 4.45 Uhr einen Autofahrer an der Selmer Straße in Lüdinghausen kontrollieren. Der 20-Jährige hatte andere Pläne - und begab sich mit seiner Beifahrer auf eine gefährliche Flucht durch den Kreis Coesfeld.

LandkreisCoesfeld
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner220.712 (31. Dez. 2020)

Waghalsige Flucht vor der Polizei im Kreis Coesfeld: Autofahrer liefert irre Begründung

Der junge Mann aus Lüdinghausen missachtete zunächst die Halte-Signale der Polizei. Kurz vor dem Kreisverkehr Selmer Straße/Ascheberger Straße/Mühlenstraße schalteten die Beamten zusätzlich das Yelp-Signal ein. Dabei handelt es sich um ein besonders schrilles Sondersignal der Polizei, um mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Aber auch darauf reagierte der 20-Jährige nicht.

Unterstützung wurde gerufen. Mehrere Streifenwagen waren im Einsatz und es wurden Sperrstellen errichtet - die der flüchtige Autofahrer jedoch umfuhr. Laut Polizei missachtete der 20-Jährige eine Rote Ampel, überschritt teilweise erheblich die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung und „nahm keine Rücksicht auf den allgemeinen Fahrzeugverkehr“. Waghalsig und gefährlich.

Autofahrer rammt Streifenwagen auf der Flucht - und liefert irre Begründung

Dann geschah es. Der junge Mann machte laut Polizei einen Fahrfehler und prallte am Meinhöveler Weg in Nordkirchen gegen ein Schild. Anschließend landete er im Graben. „Sein letzter Versuch zu flüchten scheiterte, als der Fahrer aus dem Graben heraus mit dem Auto gegen einen Streifenwagen fuhr“, schildert die Polizei weiter.

Die Beamten stellten Alkoholgeruch im Atem des flüchtenden Autofahrers fest. Der Alkoholtest ergab einen Wert von rund 1,42 Promille.

Während der 21-jährige Beifahrer aus Lüdinghausen vor Ort entlassen wurde, musste der 20-jährige Fahrer mit zur Wache. Dort entnahm ihm ein Arzt eine Blutprobe. Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt, stellten den Führerschein sicher und leiteten ein Strafverfahren ein.

Ach und der junge Mann nannte der Polizei auch noch einen Grund für seine Flucht: Er wollte seinen Führerschein nicht verlieren ..

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