Großer Einsatz in Werne

„Chemielabor“ in Wohnung: Mann (31) bei Explosion schwer verletzt - unbekannte Stoffe auf Feld gesprengt

Sprengung auf Feld
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Auf einem Feld in der Nähe der Wohnung wurden die unbekannten Chemikalien kontrolliert gesprengt.

In einem „Chemielabor“ in einer Wohnung in Werne ist es am Samstagmorgen zu einer Explosion gekommen. Der Verursacher wurde dabei schwer verletzt. Experten aus Düsseldorf mussten zwei unbekannte Stoffe auf einem Feld kontrolliert sprengen. Der Mann wollte offenbar Böller herstellen.

Werne - Bei einer selbst ausgelösten Explosion hat sich ein 31-jähriger Mann am frühen Samstagmorgen schwere Verbrennungen an Armen und im Gesicht zugefügt. Laut Feuerwehr Werne konnte er sich noch selbst in ein Krankenhaus begeben. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde der Mann aus Werne in eine Dortmunder Spezialklinik verlegt.

In der Wohnung an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße in Werne stellte die Polizei fest, dass dort in einer Art „Chemielabor“ nicht geringfügige und teils unbekannte Stoffe lagerten. Der Mann hatte offenbar verschiedene Substanzen miteinander vermischt. Dabei war es laut Polizei wohl zu einer unbeabsichtigten Zündung des Gemisches gekommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 31-Jähhige selbst Böller herstellen wollte.

Die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens in Werne.

Die Feuerwehr wurde zur Amtshilfe herbeigerufen. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass keine akute Gefahr durch die Explosion und die Chemikalien in der Wohnung besteht.

Wegen der großen Menge an unbekannten Chemikalien in der Wohnung alarmierte die Polizei auch Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes aus Düsseldorf. Diese entschieden, dass zwei unbekannte Chemikalien vorsorglich gesprengt werden müssen. Das Sicherheitsrisiko beim Transport wäre zu groß gewesen, urteilten die Experten.

„Chemielabor“ in Werne entdeckt: Kontrollierte Sprengung auf Feld

Als Ort für eine sichere Sprengung wurde ein Feld in der Nähe der Wohnung ausgewählt. Gegen 10 Uhr brachte die Polizei die Chemikalien dorthin. Polizei und Feuerwehr sperrten die Zufahrstraßen. Kurz danach führte der Entschärfer zwei Explosionen durch, um die unbekannten Chemikalien gezielt unschädlich zu machen. Die Straßensperren konnten gegen 10.40 Uhr aufgehoben werden.

Die Polizei stellte bei der Durchsuchung noch Drogen, Computer und Speichermedien sicher. Die Ermittlungen dauern an.

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