Causa Schulze Föcking: Video gelangte vom privaten iPad auf TV

+

Düsseldorf - Nach dem falschen Hacker-Alarm der nordrhein-westfälischen Ex-Agrarministerin Christina Schulze Föcking (CDU) ist ein weiteres Detail bekannt geworden.

Laut der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Köln wurde das unerwartet auf dem Fernseher der Politikerin aufgetauchte Video über ein iPad aus dem Haushalt übertragen. Das geht aus dem Bericht der Landesregierung an den Rechtsausschuss des Landtags hervor. 

Das Abspielen des Videos habe die damalige Ministerin ausschnittsweise mit ihrem Smartphone aufgezeichnet, heißt es in dem Bericht weiter. Die Landesregierung hatte zuvor angekündigt, in dem Ausschuss über den Stand der Ermittlungen zu informieren. 

Dass die Ermittlungen in dem Fall noch nicht abgeschlossen sind, hatte die Staatsanwaltschaft bereits am Dienstag in Köln mitgeteilt. Dort sind Cybercrime-Experten mit der Aufarbeitung befasst.

Hackerangriff war in Wahrheit Bedienungsfehler 

Schulze Föcking war Mitte Mai als NRW-Umwelt- und Agrarministerin zurückgetreten. Mitte März waren auf dem Fernseher der Politikerin plötzlich Aufnahmen aus einer Fragestunde im Landtag zu sehen, in der es um die umstrittene Schweinehaltung im Betrieb der Familie ging. Daraufhin war der Staatsschutz eingeschaltet worden. 

Später entpuppte sich der vermeintliche Hacker-Angriff auf das Privathaus als Bedienungsfehler. Die Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen wollen den falschen Hacker-Alarm in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufrollen. - dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare