Leitstellen melden keine Auffälligkeiten

Ruhiger "Car-Freitag" - Polizei Hamm lobt rund 40 Tuner für "vorbildliches Verhalten"

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[Update 12.31 Uhr] Köln - Beim Treffen der Tuning-Szene am sogenannten Car-Freitag hat die Polizei in mehreren Städten in NRW verstärkt Kontrollen durchgeführt und dabei zusätzliches Personal eingesetzt. Die Sondereinsätze zeigten Wirkung -  in diesem Jahr wurden keine größeren Zwischenfälle bekannt.

In Paderborn hatte die Stadt Treffen von aufgerüsteten Autos vorsorglich verboten. In Wuppertal habe die Szene ihr Treffen auf den Ostersonntag verlegt, sagte ein Polizeisprecher.

In Iserlohn hatte es allerdings kurz nach Mitternacht einen schweren Unfall gegeben, bei dem ein 28-jähriger Mann aus Hemer in einem getunten Ford Focus schwer verletzt worden war.

"Tuningszene nicht aktiv" - das meldete auch die Kreispolizeibehörde Unna am Freitagabend. Es habe keine bekannt gewordenen Treffen der Tuningszene gegeben. Trotzdem führte die Polizei an ausgewählten Stellen insbesondere in Selm und Fröndenberg Geschwindigkeitsmessungen durch. 

"In diesem Zusammenhang waren aufgrund des schönen Wetters zahlreiche Kradfahrer durch Geschwindigkeitsverstöße auffällig. In einem Fall wurde ein 31-jähriger Kradfahrer aus Lüdinghausen mit einer Geschwindigkeit von 125 km/h bei erlaubter Geschwindigkeit von 50 km/h gemessen, angehalten und überprüft. 

Ihn erwarten ein Bußgeldbescheid in Höhe von 600,- Euro, 3 Monate Führerscheinentzug sowie einen Zwei-Punkte-Eintrag beim Kraftfahrtbundesamt", so die Polizei Unna.

40 Fahrzeuge am Freibad Süd in Hamm

Wie die Polizei Hamm am Freitagabend mitteilte, traf sich die örtliche Tuningszene wieder einmal auf dem Parkplatz des Freibades Süd. "In der Spitze wurden von der Polizei 40 Fahrzeuge gezählt, die der Szene zuzurechnen waren", hieß es.

Die Veranstaltung habe aber zwischen 11 und 18 Uhr einen ruhigen Verlauf ohne besondere Vorkommnisse genommen. "Bei durchgeführten Verkehrskontrollen wurden keinerlei Verkehrsverstöße festgestellt. Die Polizei Hamm bescheinigt den Teilnehmern ein vorbildliches Verhalten", so die Polizei.

Keine illegalen Autorennen vermeldet

"Bei rücksichtslosem Verhalten im Straßenverkehr zeigt die Polizei Null Toleranz", hatte das Innenministeriums in Düsseldorf zuvor mitgeteilt. Das gelte insbesondere, weil immer mehr illegale Rennen mit hochmotorisierten Fahrzeugen registriert würden.

Insgesamt hatten die Polizeidienstellen zwischen Rhein und Weser dann aber keine illegalen Autorennen oder Verletzte in Zusammenhang mit dem traditionellen Auftakt der Tuning-Saison zu vermelden.

Viele Raser gingen bei den Kontrollen ins Netz

Die Polizei machte am Freitag allerdings ordentlich "Beifang": Viele Polizeistationen berichteten am Samstag von Rasern, die ihnen bei Schwerpunkt-Kontrollen ins Netz gingen. 

Auf der A2 bei Kamen war ein 22-jähriger Autofahrer aus Hamm beispielsweise mit 197 Stundenkilometern unterwegs. Erlaubt waren dort nur 130 Kilometer pro Stunde, wie die Polizei mitteilte. 

Insgesamt kamen in NRW Hunderte Geschwindigkeitsüberschreitungen zusammen, die mit teils hohen dreistelligen Bußgeldern oder sogar Führerscheinentzug bestraft wurden. Einige waren mehr als doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt. -dpa/eB

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