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Linienbus brennt aus: Sachschaden bis zu 70.000 Euro - Bergungsarbeiten dauern lange

Ein Linienbus der Firma Vehling ist vollständig ausgebrannt.
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Kaum noch wiederzuerkennen: Ein Linienbus der Firma Vehling ist vollständig ausgebrannt.

Ein Linienbus hat bei einer Nachtfahrt in Bergkamen Flammen gefangen. Nachdem sich ein Feuerwehrmann verletzt hat und ein langwiriges Verkehrschaos drohte, ist die Werner Straße nun schon wieder freigegeben.

Update vom 10. Februar, 16.02 Uhr: Aufgrund eines Kommunikationsfehlers war an dieser Stelle zu lesen, dass die Sperrung der Werner Straße zwischen der Industriestraße und dem Hafenweg wieder aufgehoben sei. Das ist aber nicht der Fall. Das betonte die Polizei. Nachdem dort ein Bus völlig ausgebrannt war und das Löschwasser der Feuerwehr aufgrund der kalten Temperaturen gefroren hatte, war die Stelle zunächst unpassierbar. Straßen.NRW erklärte am Vormittag, dass die Glättegefahr gebannt sei. Doch die Polizei hielt die Sperrung aufrecht, damit ein Bergungsunternehmen seiner Arbeit nachgehen kann, um den Bus fortzutransportieren. DIese Arbeiten dauern derzeit noch an. Die Polizei fuhr auf Bitte des Bergungsunternehmen zwischenzeitlich noch einmal zur Werner Straße, weil wiederholt Autofahrer die Absperrung ignorierten und die Arbeiten störten. Wann die Unglücksstelle wieder passierbar ist, ist momentan noch nicht abzusehen, heißt es von der Behörde.

Update vom 10. Februar, 12.49 Uhr: Laut Wilfried Vehling, Geschäftsführer der Vehling Reisen GmbH in Bergkamen, wurde der Busfahrer durch die Lichthupe eines anderen Fahrzeugs auf dem Brand aufmerksam. Er habe sofort angehalten, sich umgedreht und das Ausmaß des Malheurs erkannt. „Zum Löschen mit dem Feuerlöscher im Fahrzeug war es da schon zu spät.“ Vehling Reisen GmbH beschäftigt rund 75 Mitarbeiter, der Fuhrpark besteht aus rund 50 Fahrzeugen. Das Geschäft mit Urlaubsreisen sei wegen der Corona-Pandemie mehr oder weniger zum Erliegen gekommen, verdeutlicht der Geschäftsführer. Für die Linie R82 wird ein Ersatzwagen eingesetzt.

StadtBergkamen
LandkreisKreis Unna
Fläche44,8 km²
Einwohner50.407

Bus-Brand in Bergkamen: Sachschaden bis zu 70.000 Euro - Fahrer wollte zu Amazon

Update vom 10. Februar, 12.12 Uhr: Die genaue Ursache für den Brand werde nun von einem Sachverständigen seiner Versicherung geklärt, so Vehling. Auf 50.000 bis 70.000 Euro schätzt der Unternehmer den Totalschaden. Dass Busse Feuer fangen, sei glücklicherweise nicht alltäglich, sagt Vehling. Es passiere aber dennoch regelmäßig – in seinem Unternehmen zuletzt vor zwei, drei Jahren. „Auch damals ist Gott sei Dank nichts Schlimmes passiert – toi, toi, toi.“ Dem Fahrer der R82 hat Vehling frei gegeben. „Ein erfahrener Kollege, seit etwa 15 Jahren im Betrieb“, betont er. Nach dem Schock vom Morgen benötige er aber erst mal eine Pause. „So was erlebt man ja nicht jeden Tag.“

In Bergkamen brannte ein Linienbus aus. Das Löschwasser gefror an der Einsatzstelle zu einer Eischicht.

Update vom 10. Februar, 11.52 Uhr: Bei dem Linienbus handelte es sich um die R82, die zwischen Werne und Bergkamen verkehrt. Um 5.59 Uhr hätte sie am Amazon-Logistikzentrum abfahren sollen. Bedient wird die Linie der VKU (Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH) von einem Subunternehmer, der Vehling Reisen GmbH mit Sitz in Bergkamen und weiteren Depots in Werne und Schwerte. Geschäftsführer Wilfried Vehling zeigte sich im Gespräch erleichtert, dass – bis auf den Rippenbruch des Feuerwehrmanns – keine größeren Verletzungen gab. Der Bus war laut Vehling acht Jahre alt und nach Vorschrift gewartet worden. „Alle drei Wochen findet eine Überprüfung statt, jedes Jahr gibt's den TÜV. Auch der Auftraggeber schaut sich die Fahrzeuge an.“

Linienbus brennt komplett aus: Feuerwehrmann verletzt - Verkehrs-Chaos droht

[Erstmeldung vom 10. Februar, 10.46 Uhr} Bergkamen - Gegen 5.30 Uhr wurde die Feuerwehr Bergkamen an die Werner Straße in Bergkamen gerufen. Dort hatte im Bereich der Haltestelle Königsstraße ein Bus der Firma Vehling im Motorraum Feuer gefangen. Das Feuer fraß sich schnell durch das Innere des Busses. Zum Glück handelte es sich um eine Leerfahrt und der Busfahrer konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. (News aus Nordrhein-Westfalen)

„Der Bus brannte in voller Ausdehnung“, schilderte Patrick Gundlach, Pressesprecher der Feuerwehr, die Einsatzlage. Zwar hätte man dem Feuer eine „Wasser- und Schaumschlacht“ geboten, aber das vollständige Ausbrennen des Busses konnte nicht verhindert werden.

Der Einsatz hatte jedoch weitere, ganz andere Folgen: Weil sich die Werner Straße im Bereich der Einsatzstelle aufgrund des Wasser- und Schaumeinsatzes bei den herrschenden Minusgraden in eine spiegelglatte Fläche verwandelte, sperrte die Polizei die Werner Straße zwischen Jockenhöfer-Kreuzung und Industriestraße. Aufgrund der aktuellen Witterung ist nicht absehbar, wie lange die Sperrung noch andauert und wann die Straße wieder freigegeben werden kann. Zwischen 12 und 12.30 Uhr sollte das von Straßen.NRW beauftragte Bergungsunternehmen vor Ort sein. Bis dieses mit seiner Arbeit fertig sein wird, bleibt auch die Straße gesperrt, teilte eine Sprecherin der Kreispolizei mit.

Das Glatteis wurde auch einem Feuerwehrmann zum Verhängnis: Er rutschte aus und brach sich eine Rippe. Auch das Material der Feuerwehr litt unter der Kälte und musste später im Gerätehaus aufwändig gereinigt und für folgende Einsätze vorbereitet werden.

Nicht nur in Bergkamen sorgen Glätte und Schnee für schlechte Verkehrsbedingungen. In ganz NRW herrscht ein regelrechtes Schnee-Chaos, dessen Ende noch immer nicht in Sicht ist. Allerdings gibt es jetzt erste Prognosen, wann der Schnee schmelzen könnte.

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