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Frau will Anzeige bei der Polizei erstatten - und wird dann selbst festgenommen

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Handschellen
Die Frau kam in Polizeigewahrsam- dabei wollte sie eigentlich nur eine Anzeige aufgeben. © Symbolbild: Uli Deck/dpa

Für eine 39-Jährige hat der Besuch bei einer Wache der Bundespolizei eine überraschende Wendung genommen. Eigentlich wollte sie eine Anzeige wegen Diebstahls aufgeben - dann wurde aber sie selbst festgenommen.

Gelsenkirchen - Weil ihre Geldbörse offenbar gestohlen wurde, wollte eine 39-Jährige eine Anzeige bei der Bundespolizei aufgeben. Unglücklich für die Frau: Gegen sie lief ein Untersuchungshaftbefehl, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Frau kam deshalb direkt nach Fertigung der Anzeige ins Polizeigewahrsam.

Am Freitagnachmittag hatte die 39-Jährige bei der Wache der Bundespolizei in Gelsenkirchen geklingelt, um den Diebstahl ihres Portemonnaies zu melden. Hinweise zum Tathergang oder Täter konnte die Frau laut der Mitteilung der Polizei nicht geben. Sie habe zunächst Kontoauszüge an einem Geldautomaten geholt und anschließend am Schalter in der Bank festgestellt, dass ihr Portemonnaie nicht mehr da war.

Festnahme in Gelsenkirchen: 39-Jährige soll sich falsches Geld beschafft haben

Um die Identität der Gelsenkirchenerin festzustellen, überprüften die Einsatzkräfte die Frau. Dabei kam der Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Essen zum Vorschein. Das Amtsgericht Gelsenkirchen hatte gegen die Frau Ungehorsamshaft angeordnet, da sie im September der Hauptverhandlung unentschuldigt ferngeblieben war.

Der 39-Jährigen wird vorgeworfen, dass sie sich im November 2020 falsches Geld beschafft hat, um dieses später in Umlauf zu bringen. Am Samstag sollte sie dem Haftrichter vorgeführt werden.

Ebenfalls im Ruhrgebiet hat es einen gefährlichen Vorfall auf einer Bahnstrecke gegeben. Unbekannte legten einen Einkaufwagen auf ein Gleis, ein Güterzug kollidierte damit.

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