Polizei fahndet

Unbekannter Täter nach Attacke auf 15-Jährige noch immer auf der Flucht: Fake-Foto im Netz

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Auf dem Nachhauseweg wurde die 15-Jährige brutal überfallen.

[Update 18. Juli, 14 Uhr] Bergkamen - Der Täter, der Samstagnacht brutal eine Schülerin überfiel und sexuell missbrauchte, ist noch immer auf der Flucht. Die Polizei fahndet mit einer Ermittlungskommission nach dem Unbekannten. 

Update 18.7., 14 Uhr: Nach dem brutalen Überfall auf die 15-Jährige in Oberaden ist der Täter noch immer nicht gefasst. Man habe bereits mit dem Opfer gesprochen, sagte Polizeisprecher Thomas Röwekamp, jedoch gebe es noch keine neuen, verwertbaren Informationen. Das Mädchen liegt noch immer im Krankenhaus. Über ihren Gesundheitszustand äußerte sich der Pressesprecher der Polizei nicht. Es gehe ihr aber nicht gut.

Die Schülerin wurde Samstagnacht blutüberströmt von Zeugen in Oberaden gefunden. Sie wurde nach ersten Informationen von dem Unbekannten mit einer Pistole geschlagen und erlitt mehrere schwere Verletzungen. „Das Mädchen wird noch im Krankenhaus behandelt“, bestätigte Thomas Röwekamp. 

Mehrere Personen hätten sich bereits gemeldet, um der Polizei Informationen zu geben, jedoch gäbe es noch keine konkreten Hinweise auf den Täter, sagte Röwekamp. Auch mit Personen, die vor Ort waren oder im Laufe des Tages mit der Schülerin in Kontakt waren, habe man gesprochen – bisher jedoch ohne weitere Ergebnisse. 

Die Polizei warnt vor Fake-Foto

Nun kursiert ein Foto in den sozialen Netzwerken, das den angeblichen Täter zeigt. Laut der Leitstelle Kreis Unna entbehrt das Foto jeder Grundlage. "Es ist nicht von uns", sagte ein Sprecher der Polizei. Hierbei handle es sich um einen Fake. Das Bild solle auf keinen Fall geteilt werden. Gegen diese Person wird von Seiten der Polizei nicht ermittelt.

Die Polizei schreibt in einer Stellungnahme: "Anrufer berichteten davon, dass das Bild in Kindergärten ausgehängt und Kindern auf ihr Handy weitergeleitet wurde. Durch das Veröffentlichen des Bildes wird nicht nur Panik geschürt, sondern auch die Ermittlungen der Polizei erschwert. Wir bitten Sie daher noch einmal eindringlich, dass Bild nicht mehr zu verbreiten, sondern aus den sozialen Netzwerken zu löschen."

Durch das Einstellen des Fotos werden laut Polizei zum einen die Persönlichkeitsrechte der Person verletzt, zum anderen könnten hier strafrechtliche Normen erfüllt sein und ein Unschuldiger zu Unrecht verfolgt werden.

Spuren vom Blut sind noch am mutmaßlichen Tatort zu sehen.

Polizei sucht nach weiteren Zeugen

Die Polizei sucht deshalb nach Zeugen, die zwischen 22 und 23 Uhr am Samstag etwas Verdächtiges bemerkt haben. Die 15-jährige Bergkamenerin war auf dem Weg nach Hause und lief dabei über die Bahnhofstraße in Richtung Potsdamer Straße.

 Dann schlug sie den Fußweg entlang der Gleise in Richtung Rotherbachstraße ein, um nach Hause zu kommen. Ein Mann, der ihr laut Röwekamp zuvor schon aufgefallen war, sprach sie dort an – mit osteuropäischem Akzent. 

Vermutlich kein Zusammenhang mit Tat in Rünthe

Von einem Zusammenhang mit der Tat am Donnerstagabend, 11. Juli, in Rünthe, geht die Polizei nicht aus. Man könne es jedoch nicht hundertprozentig ausschließen, sagte Röwekamp. Auf der Overberger Straße war am Donnerstag eine 24-jährige Bergkamenerin von einem bislang unbekannten Mann angesprochen worden. Er fasste sie am Arm und wollte sie in sein Auto ziehen. Eine mutige Zeugin verhinderte Schlimmeres. 

Auch in diesem Fall gibt es noch keine weiteren Hinweise auf den Täter. Die Polizei hofft, dass die 24-Jährige noch weitere Details zu dem Mann schildern kann. „Oft fällt den Geschädigten noch im Nachgang etwas Entscheidendes ein“, sagte der Polizeisprecher. Vorher sei der Schock oft noch zu groß.

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