Mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz 

Brennende Holzspäne sorgen für Großeinsatz: Feuerwehr verschafft sich gewaltsam Zutritt zur Halle

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[Update] In Rheda-Wiedenbrück ist die Feuerwehr seit 7.42 Uhr damit beschäftigt, einen mehrere hundert Kubikmeter großen Haufen Holzspäne zu löschen. Auf dem ehemaligen Pfleiderer-Gelände war Nachbarn am Morgen die erhebliche Qualmentwicklung aus dem Gebüde aufgefallen. Am Abend ist der Brand noch immer nicht vollständig gelöscht; die Arbeiten werden voraussichtlich noch die ganze Nacht, möglicherweise auch noch am Freitag andauern.

Rheda-Wiedenbrück - Mehr als 100 Feuerwehrleute der Löschzüge Rheda, Wiedenbrück und St. Vit wurden alarmiert, um die glimmenden Späne des von dem holzverarbeitenden Unternehmens angemietete Halle abzulöschen. 

Vorher mussten aber die Späne mit großen Radladern ins Freie geschafft werden. Nachdem zunächst lediglich der Löschzug Rheda alarmiert worden war, wurde aufgrund der ersten Rückmeldung und der starken Rauchentwicklung Großalarm für den Löschzug ausgelöst und nach knapp einer halben Stunde auch die Löschzüge Wiedenbrück und St. Vit alarmiert. 

Einsatz in Abschnitte unterteilt

Zunächst mussten sich die Feuerwehrleute gewaltsam Zutritt zu der Halle verschaffen, weil kein Verantwortlicher zu erreichen war. Die Einsatzleitung übernahm Stadtbrandinspektor Christian Kottmann, der den Einsatz in mehrere Abschnitte unterteilte. Zum einen die Brandbekämpfung in der Halle, die Löschwasser- und Materialversorgung sowie die Löschmaßnahmen auf dem Freigelände. 

Ferner wurde auch eine Brandschutzwand zu einer Nachbarhalle kontrolliert, um weitaus größeren Schaden zu verhindern. Mit Hilfe der Drehleiter wurde das Geschehen auch von oben beobachtet, beispielsweise ob die Dachluken auf dem Flachdach durch die starke Hitze Schaden nehmen. Außerdem wurde eine leistungsfähige Wasserversorgung aufgebaut, um sowohl im Gebäude als auch davor die Späne abzulöschen. 

Feuerlöschteich angezapft

Dazu wurde der auf dem Betriebsgelände vorhandene Feuerlöschteich angezapft, ferner mehrere Unterflurhydranten in der näheren Umgebung. Während sich zahlreiche Feuerwehrleute für die Löscharbeiten innerhalb des Gebäudes mit Atemluftflaschen ausrüsteten, wurden zum eigenen Schutz außerhalbd es Gebäudes Filtermasken benutzt. Über die Warn-App „Nina“ wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Das galt sowohl für den Ortsteil Rheda, als auch für das angrenzende Gebiet von Herzebrock-Clarholz. Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuz wurde an die Einsatzstelle gerufen, um die Feuerwehrleute mit Nahrungsmittel zu versorgen. Die Löscharbeiten dauern an und werden vermutlich bis in die frühen Nachmittagsstunden des Fronleichnamtages dauern.

Am frühen Nachmittag wurde der Abrollbehälter mit zusätzlichen Atemluftflaschen an die Einsatzstelle beordert, damit sich die Einsätzkräfte vor dem giftigen Brandrauch und dem aufgewirbelten Staub wirksam schützen können.

Gegen 15.30 Uhr wurden ferner die Löschzüge Batenhorst und Lintel alarmiert, sie lösten ihre Kameraden ab, die bereits seit den frühen Morgenstunden im Einsatz waren.

Am Abend heißt es, die Löscharbeiten würden sich noch über die Nacht, möglicherweise bis zum Freitagmorgen hinziehen.

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