Kriminalpolizei ermittelt

Brand in Kita: Junger Mann bittet Nachbarschaft um Notruf - und verschwindet dann

Beim Brand einer Kita in Werther im Kreis Gütersloh wurden diverse Einrichtungsgegenstände beschädigt.
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Beim Brand einer Kita in Werther im Kreis Gütersloh wurden diverse Einrichtungsgegenstände beschädigt.

[Update, 16.01 Uhr] Am Sonntagabend hat es in einer Kita in Werther im Kreis Gütersloh gebrannt. Zunächst sah es so aus, als hätte ein Spaziergänger rechtzeitig Alarm geschlagen. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, bat der junge Mann in der Nachbarschaft, die Feuerwehr zu alarmieren, und verschwand dann.

  • Großalarm für die Feuerwehr
  • In Werther hat es in einer Kita gebrannt
  • Die Polizei sucht nach einem noch unbekannten Mann

Werther - Die Polizei berichtete am Montag, dass die Leitstellen der Feuerwehr und der Polizei über den Brand in der Kita an der Weststraße in Werther im Kreis Gütersloh gegen 20.10 Uhr informiert wurden.

Vor Ort sei dann festgestellt worden, dass bislang unbekannte Täter eine rückwärtige Tür aufgehebelt hatten, um in das Objekt zu gelangen. Das Feuer brach nach ersten Erkenntnissen in einem Gruppenraum aus. Die Feuerwehrkräfte konnten die Flammen löschen. Verletzt wurde niemand. 

Brandursachenermittler der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen dazu aufgenommen, heißt es im Bericht der Polizei weiter.

"Zeugen berichteten von einer verdächtigen Person in der Nähe. Der bislang unbekannte Mann klingelte an einer Haustür mit der Bitte, den Feuerwehrruf zu wählen und verschwand anschließend", teilt die Polizei weiter mit. Der Mann soll demnach circa 20 Jahre alt sein, einen Oberlippenbart tragen und ein südländisches Erscheinungsbild haben.

Brand in Kita: Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht nun Zeugen - und fragt: Wer kann Angaben zu dem Sachverhalt machen? Wer hat rund um die Kindertagesstätte verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer kann Angaben zu der beschriebenen Person machen? 

Hinweise dazu nimmt die Polizei Gütersloh unter der Telefonnummer 05241/869-0 entgegen.

Feuer in Kita - lesen Sie hier unsere bisherige Berichterstattung

Die drei Löschzüge der Stadt (Werther, Häger und Langenheide) sowie die Drehleiter des Löschzuges Halle wurden am Sonntagabend alarmiert. Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte wurde für die drei städtischen Löschzüge Großalarm ausgelöst. So standen Feuerwehrchef Dr. Dirk Hollmann rund 50 Einsatzkräfte zur Verfügung. 

Feuerschein und starke Rauchentwicklung

Beim Eintreffen hatten die Kräfte bei der Erkundung den beschriebenen Feuerschein bemerkt - und eine starke Rauchentwicklung.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten Scheiben einschlagen, um in die Kita zu gelangen. Im Gebäudeinnern löschten sie unter Atemschutz die Flammen.

Eine leistungsfähige Wasserversorgung wurde aufgebaut, die Feuerwehrleute schlugen mehrere Fensterscheiben ein um möglichst schnell die Flammen im Gebäudeinnern zu löschen.

Einrichtungsgegenstände im Gruppenraum der Kita in Brand geraten

Acht Feuerwehrleute hatten sich mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, um sich vor den giftigen Gasen zu schützen. In vier Trupps gingen sie in das Gebäude, löschten die Flammen und erkundeten die Lage. 

Augenscheinlich waren in einem Gruppenraum Einrichtungsgegenstände in Brand geraten, unter anderem eine Matratze. Nähere Angaben konnten zunächst vor Ort nicht gemacht werden. 

Kriminalpolizei nimmt Ermittlungen auf

Ermittler der Kriminalpolizei nahmen noch am Sonntagabend Ermittlungen auf.

Die Feuerwehrmänner hatten den Brand relativ schnell unter Kontrolle, so dass ein Übergreifen der Flammen auf den Rest des Gebäudes verhindert werden konnte. 

Wegen des Coronavirus derzeit ohnehin keine Betreuung in der Kita

Bürgermeisterin Marion Weike und die stellvertretende Leiterin der Kita waren noch am Abend vor Ort, um sich den Ausmaß des Schadens anzusehen. Wegen des Coronavirus findet in der Kita zurzeit keine reguläre Betreuung statt.

In Werne war die Feuerwehr gleich zweimal im Einsatz: Eine Fritteuse brannte und eine Badewanne lief über.

Tragisch endete ein Brand in einem Asylbewerberheim im Oberbergischen Kreis - ein Mensch starb, sechs weitere wurden verletzt.

Besonders schwierig gestalteten sich in Recklinghausen die Löscharbeiten beim Brand einer Shisha-Bar.

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