Polizei verfolgt Autobahn-Raser bis in eine Sackgasse - dann packt der Fahrer aus

Polizei verfolgt Raser von der A44 bis in eine Sackgasse - dann packt der Fahrer aus
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Polizei verfolgt Raser von der A44 bis in eine Sackgasse - dann packt der Fahrer aus

Erst raste er auf der A44, dann flüchtete er noch vor der Polizei. Als sich ein Toyota-Fahrer in einer Sackgasse mitten in Bochum selbst gefangen hatte, packte er aus. Und wie.

  • Die Polizei hat einen Raser über A44 und A43 bis nach Bochum verfolgt.
  • Der Toyota-Fahrer fing sich einer Sackgasse selbst.
  • Er war gegenüber der Polizei höchst redselig.

Bochum - Er war nicht nur zu schnell... Gemeint ist der Toyota Fahrer, der gestern Nachmittag (30. Januar) Polizeibeamten in einem Provida Fahrzeug auf der A 44 in Fahrtrichtung Bochum aufgefallen war.

Um kurz vor 15 Uhr stellten die Polizeibeamten fest, dass der Autofahrer anstelle der erlaubten 80 km/h mit 130 km/h unterwegs war. Zur Kontrolle wollten sie den Fahrer im Autobahnkreuz Bochum-Witten anhalten.

A44 bei Bochum-Witten: Raser flüchtet vor Kontrolle

Der Mann am Lenkrad wollte aber offenbar nicht angehalten und kontrolliert werden - er gab Gas und flüchtete auf der A43 bis zur Anschlussstelle Bochum-Laer und dann ins Stadtgebiet Bochum. Unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln - glücklicherweise ohne, dass andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden kamen - landete er schließlich in einer Sackgasse. Hier stellten ihn die Polizeibeamten.

Bei der Kontrolle des 37-jährigen Bochumers zeigte sich der Mann auch nach der Belehrung als Verdächtiger einer Straftat sehr redselig.

Toyota-Raser fährt in Bochum in Sackgasse

Er gab sofort an, keinen Führerschein zu haben und dass der Pkw gestohlen sei. Er selber habe ihn sich von einem Bekannten geliehen. Außerdem habe er Amphetamine konsumiert und kurz vor der Kontrolle zwei Kräuterliköre zu sich genommen.

Seine 38-jährige Beifahrerin aus Bochum - die sich lediglich mit einem abgelaufenen Ersatzdokument ausweisen konnte - bestätigte die Angaben des Fahrers und zeigte den Beamten die fast geleerte Verpackung des Kräuterlikörs, aus dem zwei Fläschchen fehlten. Danach verlangte er einen Anwalt. Doch auch die Rechtsberatung hielt ihn nicht davon ab, sich weiterhin umfassend zu äußern.

Raser hatte Drogen genommen

Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass der Toyota und die Kennzeichen nicht zueinander gehören und vor einiger Zeit als gestohlen gemeldet worden waren. Es folgte die Sicherstellung des Autos und der Kennzeichen. Ein Drogenschnelltest verlief positiv auf Amphetamine und bekräftigte die Angaben des Fahrers, die er zuvor gemacht hatte.

Ein Arzt entnahm ihm in einer Polizeiwache drei Blutproben zur Feststellung von Alkohol und Drogen. Von dem Auto fertigten die Polizeibeamten zudem Fotos, da der Toyota auf der Flucht gegen einen Bordstein gelenkt worden war und Beschädigungen aufwies.

Die Ermittlungen wegen Kfz- und Kennzeichendiebstahls, Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und Alkohol, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Verstoßes gegen das Kraftfahrtsteuergesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Verdacht der Verkehrsunfallflucht und des Geschwindigkeitsverstoßes dauern an.

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