Inzidenz über kritischem Grenzwert

Corona: Bochum führt Maskenpflicht in der Innenstadt ein - auch einige Straßen betroffen

Bochum ist Risikogebiet. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus hat die Stadt eine Maskenpflicht für die Innenstadt und einige Straßen eingeführt.

Update vom 20. Oktober, 14.39 Uhr: Die Stadt Bochum bleibt Corona-Risikogebiet. Besserung ist nicht in Sicht. Am Dienstag lag der Inzidenzwert bei 69,5 (Stand 20. Oktober, 0 Uhr) und stieg damit im Vergleich zum Vortag um den Wert vier. Bochum hat deshalb mit schärferen Regeln reagiert.

StadtBochum
BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohner365.000 (2016)
Bekannt fürRuhr-Uni, VfL Bochum, Herbert Grönemeyer

Ab Dienstag ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Innenstadt von 9 bis 0 Uhr verpflichtend. Zudem soll der öffentliche Bereich, besonders in stark frequentierten und baulich kritischen Bereiche in der Innenstadt, sicherer gemacht werden. Die Maskenpflicht wird somit in folgenden Straßen eingeführt:

  • Konrad-Adenauer-Platz
  • Kortumstraße, Hausnummer 1/2 bis 111/118
  • Kerkwege
  • Brüderstraße
  • Husemannplatz
  • Huestraße von Hausnummer 3/4 bis Husemannplatz
  • Hellweg, Hausnummer 1/2 bis 15/20
  • Dr.-Ruer-Platz
  • Grabenstraße von Kreuzung Bongardstraße bis Kreuzung Hellweg
  • Schützenbahn
  • Pariser Straße
  • Harmoniestraße

Corona in Bochum: Neue Regeln wegen hoher Zahlen - Risikogebiet im Ruhrgebiet

Update vom 16. Oktober, 9.55 Uhr: Die Stadt Bochum bleibt Corona-Risikogebiet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt der entscheidende Inzidenzwert bei 55,3 (Stand 16. Oktober, 0 Uhr) und damit über der kritischen Grenze von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen. Bochum ist keine Ausnahme. Immer mehr Städte und Kreise in NRW werden zu Risikogebieten.

Update vom 15. Oktober, 16.35 Uhr: Weil Bochum den Inzidenz-Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hat, gelten in der Stadt im Ruhrgebiet am Freitag, 16. Oktober, neue zusätzliche Regeln. Die weiteren Maßnahmen der Stadt Bochum zur Bekämpfung der Corona-Pandemie:

  • In der Öffentlichkeit dürfen nur noch höchstens fünf Personen zusammenkommen. Nur dann, wenn sie aus maximal zwei Haushalten kommen oder in gerader Linie verwandt sind, dürfen es mehr sein
  • Bei Veranstaltungen ist nur noch ein Fünftel der maximalen Publikums-Kapazität zugelassen, wobei Höchstgrenzen von 500 Personen für Veranstaltungen im Freien und von 250 Personen für Indoor-Events gelten.
  • Private Feiern „aus herausragendem Anlass“ wie Taufen oder Hochzeiten dürfen nur noch mit maximal 25 Personen stattfinden.
  • In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 23 Uhr, sie gilt bis 6 Uhr. In der gleichen Zeit ist außerdem im gesamten Stadtgebiet der Verkauf von Alkohol untersagt. Dies gilt auch für den Handel, also zum Beispiel Tankstellen, Kioske und Supermärkte.

„Alle Regeln helfen nur, wenn wir sie auch befolgen und jede und jeder Verantwortung für sich selbst und andere übernimmt“, verdeutlichte Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen: „Wir müssen uns wieder alle am Riemen reißen, damit die jetzige Situation beherrschbar bleibt.“

Darüber hinaus forderte Bochums Stadtoberhaupt die NRW-Landesregierung auf, möglichst schnell eine Rechtsgrundlage zu schaffen, um die zusätzlichen Regeln aus der Vereinbarung zwischen den Ländern und der Kanzlerin vom Mittwochabend umzusetzen. Am Freitag, 16. Oktober, wird NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Entscheidungen für das Land verkünden.

Corona in Bochum_ Stadt ist Risikogebiet - Corona-Zahlen steigen immer weiter

Bochum - Die zweite Corona-Welle rollt in NRW: Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, wächst im Herbst 2020 stetig. Immer mehr Städte in NRW überschreiten den Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Bochum hat mit einer Inzidenz von 53,3 (Stand: 15. Oktober, 0 Uhr) am Donnerstag den kritischen Schwellenwert überschritten. Schon jetzt gibt es strengere Corona-Regeln, bald könnten weitere einschränkende Maßnahmen hinzukommen.

Corona in Bochum: 7-Tage-Inzidenz steigt - härtere Regeln drohen

Auch der Blick in die Nachbarschaft macht Bochum wenig Hoffnung. Die Stadt im Ruhrgebiet teilt Grenzen mit dem nordrhein-westfälischen Corona-Hotspot Herne, mit dem Kreis Recklinghausen und Gelsenkirchen. Sie alle weisen eine Inzidenz von zum Teil deutlich über 50 auf.

Westlich von Bochum pendelt die Ruhrmetropole Essen laut Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) um den entscheidenden 50er-Wert. Im Osten bewegt sich Hotspot Dortmund kontinuierlich auf den Status als Corona-Risikogebiet hin.

Corona in Bochum: Seit Beginn der Pandemie 1500 Menschen mit Sars-Cov-2

Insgesamt sind in Bochum seit März 1.607 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Davon sind nach Angaben der Stadt 1.342 wieder genesen. 28 Menschen sind an bzw. mit Covid-19 gestorben. Aktuell sind 237 (Stand: 14. Oktober) Personen infiziert. Und die Tendenz ist keine gute: Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz ist zuletzt deutlich angestiegen.

Wegen der steigenden Infektionszahlen hat der Krisenstab der Stadt Bochum einen Stufenplan mit Regelungen aufgestellt, die dazu beitragen sollen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hatte Bochum bereits am Freitag (9. Oktober) dem NRW-Gesundheitsministerium vorgelegt.

Corona in Bochum: Diese Regeln und Maßnahmen gelten jetzt

Doch wegen der überall wachsenden Corona-Zahlen hat das NRW-Landeskabinett am Wochenende reagiert und einheitliche Einschränkungen für Gastronomie, Feiern und mehr bei Überschreiten von Inzidenz-Warnwerten beschlossen. Durch die Ankündigung eines Landeserlasses sind die eigenständigen Bochumer Überlegungen überflüssig gemacht worden.

Maskenpflicht sowie Abstands- und Hygieneregeln gelten auch in Bochum seit langem. Nach Überschreiten der Vorwarnstufe bei 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen traten zusätzliche Einschränkungen in Kraft. Dazu gehören:

  • Es gilt eine Maskenpflicht auch am Sitzplatz bei Konzerten oder Sportveranstaltungen.
  • Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 1000 Personen sind verboten.
  • Außerhalb der eigenen Wohnung sind grundsätzlich nur 50 Gäste erlaubt.

Corona in Bochum: Private Feiern Grund für steigende Infektionszahlen

Wenn die 7-Tage-Inzidenz die 50 überschreitet, werden die Regeln strenger. Dann sind bei Feiern zum Beispiel nur noch 25 statt 50 Gäste erlaubt. Das betrifft bereits jetzt viele Großstädte und Kreise in NRW, etwa die Rhein-Metropole Köln und Nordrhein-Westfalens Hauptstadt Düsseldorf.

Der Großteil der jetzigen Neuinfektionen in Bochum ist darauf zurückzuführen, dass sich Menschen vor allem bei privaten Feiern nicht an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. Das Ordnungsamt kontrollierte deswegen am Wochenende (10./11. Oktober) verschärft private Feiern und in der Gastronomie.

Unter anderem hat das Ordnungsamt Bochum mehr als 15 Kontrollen bei privaten Feiern durchgeführt. Zwei Verstöße wurden dabei festgestellt. Die Mängel wurden umgehend behoben. Ein Betrieb hatte aufgrund der erhöhten Inzidenzzahl selbst einen runden Geburtstag abgesagt.

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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