Operation „Bienenrettung“

Bienen in Lebensgefahr: Einsatzkräfte starten ungewöhnliche Tierrettung

Bienen in Lebensgefahr: Einsatzkräfte starten ungewöhnliche Tierrettung
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Ein lebensgefährlicher Landeplatz: Ein Bienenvolk hat sich in Köln mitten auf einer Straße niedergelassen. Die Polizei handelte sofort.

Tiere in Lebensgefahr: Polizei, Feuerwehr und ein Imker haben in Köln rund 15.000 Bienen gerettet. Die Tierchen hatten sich einen gefährlichen Landesplatz ausgesucht.

Köln (NRW) - Dank einer vorbildlichen Rettungskette und auch ein bisschen glücklichem Zufall sind in Köln rund 15.000 Bienen vor dem Tod gerettet worden. Die geschützten Tiere hatten sich einen lebensgefährlichen Landeplatz ausgesucht: Sie ließen sich mitten auf einer befahrenen Straße in Köln-Poll nieder.

StadtKöln
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner1,086 Millionen (2019)

Köln: Bienen in Lebensgefahr - Einsatzkräfte starten ungewöhnliche Tierrettung

Laut Polizei bemerkten Beamte das Bienenvolk am Montag um kurz vor 11 Uhr auf der Siegburger Straße in Köln. Sofort sperrten sie den Landeplatz der Tiere mit Pylonen ab. „Wenig später kamen die entgegenkommende Besatzung des Feuerwehrfahrzeugs sowie eine weitere Streifenwagenbesatzung dem Bienenvolk ebenfalls zur Hilfe“, schildert die Polizei den weiteren Verlauf der Rettungsmission.

Was jetzt noch fehlte, war ein Fachmann. Denn Bienen ohne erforderliche Expertise und dann auch noch ohne Schutzkleidung umzusiedeln, ist keine gute Idee. Das wussten auch die Einsatzkräfte - und informierten einen Kriminalbeamten und Imker aus Köln, dessen Bienenvolk auf dem Dach des Polizeipräsidiums in Kalk gelebt hat.

Doch noch bevor er sich in seiner Schutzkleidung auf den Weg machen konnte, spielte der nächste glückliche Zufall den Rettern in die Karten: Ein Passant informierte einen ihm bekannten Imker, der wenig später am Ort des Geschehens eintraf. Dabei handelte es sich laut Polizei um einen pensionierten Soldaten aus Köln.

Operation „Bienenrettung“ in Köln: Imker siedelt rund 15.000 Bienen um - „normales Verhalten

Jetzt konnte die Operation „Bienenrettung“ konkret starten. „Der Imker besprühte die Bienen mit Wasser und sammelte die mit nassen Flügeln nicht flugfähigen Tiere ein“, erklärt die Polizei. Einige Tiere hatten sich auch unter der Schutzweste eines Polizisten verkrochen und beobachteten den Einsatz aus vermeintlich sicherer Entfernung. Auch sie konnten den Einsatz durch den Imker sicher überleben.

Bienen in Lebensgefahr: Ein Imker rettete die Tiere von der Straße und siedelte sie um.

Am Ende brachte der Imker etwa zwei Kilogramm Bienen - laut Polizei resultiert daraus auch die Zahl der Tiere - zu ihrem neuen Zuhause. Dies befand sich auf dem Gelände der Mudra-Kaserne in Köln-Porz/Wahn, wo er bereits zu seiner aktiven Dienstzeit Bienen angesiedelt hat. 

Der Imker hat der Polizei erklärt, dass es ein normales Verhalten für Bienen sei, mit einer Königin auszufliegen, um einen neuen Platz für ihr neues Zuhause zu finden. Während einige Tierchen nach einem geeigneten Ort suchten, würde das Volk gemeinsam an einem Ort warten - eine befahrene Straße war jedoch eine gefährliche Wahl.

Bienen stehen übrigens unter Naturschutz. Für das Fangen, Verletzen und Töten der Tiere sowie für die Zerstörung ihrer Fortpflanzungs- und Ruhestätten werden hohe Bußgelder verhängt. In Nordrhein-Westfalen können diese bis zu 50.000 Euro hoch sein.

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