Prozessauftakt am Landgericht Dortmund steht bevor

Mann (25) aus Bergkamen soll zwei junge Frauen (16/21) missbraucht haben

Die Polizei durchkämmte auf der Suche nach dem Vergewaltiger ein Waldgebiet bei Oberaden. Jetzt beginnt am Landgericht Dortmund der Prozess gegen den 25-Jährigen aus Bergkamen.
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Die Polizei durchkämmte auf der Suche nach dem Vergewaltiger ein Waldgebiet bei Oberaden. Jetzt beginnt am Landgericht Dortmund der Prozess gegen den 25-Jährigen aus Bergkamen.

Zwei grausame Taten erschütterten Bergkamen im Sommer 2019: Seit wenigen Wochen steht jener Tatverdächtige, der eine Schülerin in Oberaden vergewaltigt haben soll, vor Gericht. Jetzt wird parallel auch über die zweite Vergewaltigung verhandelt, die sich in Overberge abgespielt haben soll.

Bergkamen/Kamen/Dortmund - Der Prozess gegen jenen Tatverdächtigen, der in Kamen und Bergkamen zwei junge Frauen vergewaltigt haben soll, beginnt am Dienstag, 4. Februar vor dem Landgericht Dortmund.

Die Taten ereigneten sich wenige Wochen nach der Vergewaltigung einer Schülerin in Oberaden. Gegen diesen mutmaßlichen Täter hat der Prozess bereits begonnen.

In der Mitteilung des Landgerichts zum in Kürze beginnenden Prozess heißt es, dass der Angeklagte beschuldigt wird, am 9. und am 11. August eine Vergewaltigung und eine schwere Vergewaltigung begangen zu haben.

Tatverdächtiger nach tagelanger Flucht in Senden geschnappt

Vorgeworfen werden dem 25-jährigen Bergkamener zwei Taten: eine in Kamen, eine in Oberaden. Der Mann war vier Tage nach der letzten Tat am Busbahnhof in Senden im Münsterland von der Polizei festgenommen worden. Kilometerweit war er offenbar auf einem Fahrrad geflohen. 

Der Hinweis eines Zeugen hatte zum Fahndungserfolg geführt. Die Polizei suchte mit einem Foto öffentlich nach dem Tatverdächtigen. Er war bereits polizeibekannt

Augenzeugen am Sendener Busbahnhof berichteten, dass der Tatverdächtige sie angebettelt habe. Einer Frau habe er gesagt, dass er mit einem Fahrrad mit platten Reifen unterwegs sei und aus Hamm komme.

„Ich war kurz davor, den mit nach Hause zu nehmen, dem eine Decke in die Hand zu drücken. Und ich hätte ihn eventuell eine Nacht bei mir schlafen lassen“, sagte damals eine  Augenzeugin. Beim Zugriff der Polizisten habe der Täter noch versucht zu fliehen, sei aber dann von den Beamten zu Boden gedrückt worden.

Tatverdächtiger soll 16-Jährige auf dem Heimweg bedroht und vergewaltigt haben

Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, in der Nacht vom 8. auf den 9. August eine 16-Jährige in Kamen bedroht, in die Büsche getragen und vergewaltigt zu haben. Er soll ihr gedroht haben, ihr die Kehle aufzuschlitzen, falls sie nicht mitwirke.

Der Tatverdächtige sei gemeinsam mit dem Mädchen und Freunden im Ostpark gewesen. Nach einem gemeinsamen Abend sollen alle - auch das Opfer - auf den Heimweg begeben haben. Der Angeklagte und die 16-Jährige trafen wieder aufeinander und aßen gemeinsam in einem Schnellrestaurant. 

Danach habe das Mädchen nach Hause gewollt.  Der Angeklagte soll sie gebeten haben, sie zum Koppelteich zu begleiten. Die beiden seien gemeinsam zum Teich gegangen.

Vergewaltigung in Kamen: Passant lief vorbei

Dort soll der Angeklagte dann geäußert haben, dass er sie nun dort habe, wo er sie haben wolle. Dort könne sie niemand sehen. Als die Geschädigte sodann zu ihrem Fahrrad zurück wollte, soll der Angeklagte sie festgehalten und unsittlich berührt haben. 

Die 16-Jährige soll durch Schläge versucht haben, sich zu befreien. Der Angeklagte soll sie jedoch kopfüber geschultert und in naheliegende Büsche getragen haben. Dort soll der Angeklagte die Geschädigte vergewaltigt haben. 

Als ein Passant vorbeigelaufen sei, soll der Angeklagte ihr den Mund zu gehalten haben, damit das Opfer nicht um Hilfe schreien konnte. Dann habe er sie weiter vergewaltigt. Der Angeklagte soll der jungen Frau gedroht haben, ihr die Kehle aufzuschlitzen.

Sexual-Straftat in Bergkamen: Angeklagter drohte Opfer

Wenige Tage später soll es dann zur zweiten Tat gekommen sein. Der Angeklagte soll eine junge Frau, die er seit etwa drei bis vier Jahren gekannt habe, im Bergkamener Ortsteil Overberge vergewaltigt haben.

Die 21-Jährige aus Kamen habe ihn gebeten, sie am frühen Morgen nach Hause zu bringen. Der Angeklagte sei mit ihr einen Umweg gefahren und habe ihr schließlich vorgeschlagen, eine Pause zu machen. 

Dann hab der Tatverdächtige die junge Frau geschubst, sie auf den Rücken gedreht und habe gesagt, dass sie jetzt machen solle, was er wolle, sonst werde noch was Schlimmes passieren. Dann habe er die 21-Jährige vergewaltigt.

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