Frau nicht in Lebensgefahr

Beifahrerin auf A44 geschleudert: So kam es zum schweren Unfall am ersten Weihnachtstag

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Der Ford wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass zunächst unklar war, um was für ein Fahrzeug es sich überhaupt handelte. 

Die wichtigste Nachricht zuerst: Die Beifahrerin, die bei dem schweren Verkehrsunfall am ersten Weihnachtstag auf der A44 aus dem Unfallfahrzeug geschleudert worden war, schwebt nicht in Lebensgefahr! Durch Zeugenaussagen konnte rekonstruiert werden, wie das Unfalldrama zustande gekommen war.

Werl/Soest - Um 19.57 Uhr waren der Fahrer, ein 31-Jähriger aus Essen, und seine Beifahrerin, eine 27-jährige Duisburgerin, auf der A44 zwischen Werl-Süd und Soest aus dem Ruhrgebiet kommend in Richtung Kassel unterwegs. 

Der Wagen, ein silberner Ford, fuhr auf der linken Spur hinter einem anderen Auto, dessen Fahrer plötzlich bremste. Der Ford-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen - um einen Auffahrunfall zu verhindern, zog er seinen Wagen nach rechts. Dabei verlor er die Kontrolle über den Ford und geriet von der Fahrbahn. Im Graben überschlug sich das Auto laut Aussagen der Augenzeugen mehrfach, bevor es auf allen vier Rädern zum Stillstand kam.

Einzig die Frontscheibe des Wagens blieb im Rahmen. Die Beifahrerin wurde entweder durch eine der Seiten- oder durch die Heckscheibe aus dem Wagen geschleudert.


Als der Wagen sich überschlug, wurde die Beifahrerin entweder durch eine der Seiten- oder durch die Heckscheibe herausgeschleudert - einzig die Frontscheibe war nicht komplett zerstört und im Rahmen geblieben. Die Duisburgerin war Schätzungen zufolge 20 Meter vom Unfallwrack entfernt mitten auf der Autobahn bewusstlos liegen geblieben. Da ein Hubschrauber-Transport wegen einer zu langen Anflugzeit - in der Dunkelheit sind nur wenige Rettungshubschrauber flugtauglich - und wegen schlechter Witterungsverhältnisse nicht infrage kam, brachte ein Rettungswagen die Schwerstverletzte auf schnellstem Wege ins Klinikum Stadt Soest.

Auf die A44 geschleudert: Frau nicht in Lebensgefahr!

Zwei Tage nach dem schlimmen Unfall gab es dann eine gute Nachricht: Die junge Frau schwebt nicht in Lebensgefahr. Auch ihr Beifahrer hatte einen Schutzengel auf seiner Seite, er gilt laut Angaben der Polizei als leicht verletzt. 

Die Ergebnisse der Unfallaufnahme lassen die Ermittler aktuell zu dem Schluss kommen, dass beide Fahrzeuginsassen angeschnallt gewesen waren. Warum die Beifahrerin trotz des angelegten Gurtes aus dem Ford auf die Autobahn geschleudert werden konnte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Informationen unserer Redaktion zufolge sei die Rückenlehne des Beifahrersitzes in "Liegeposition" eingestellt gewesen. Durch die enormen Fliehkräfte, die bei dem Autobahn-Unfall wirkten, könnte die Duisburgerin "durch den Gurt gerutscht" sein. 

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