1. wa.de
  2. NRW

Trauerfeiern, Beerdigungen, Bestattungen: Diese Corona-Regeln gelten in NRW

Erstellt:

Von: Tobias Hinne-Schneider

Kommentare

In NRW umfasst die aktuelle Corona-Schutzverordnung auch Regeln für Beerdigungen und Trauerfeiern. Aktuell gelten diese Maßnahmen.

Hamm - In Nordrhein-Westfalen sterben statistisch betrachtet rund 200.000 Menschen jährlich. Egal ob traditionelle Erdbestattung, Feuerbestattung oder eine andere Form der Bestattung - alle Verstorbenen müssen beerdigt werden. Ab Dienstag (28. Dezember) gilt in NRW eine neue Coronaschutzverordnung. Darin sind auch die Corona-Regeln für Beerdigungen und Trauerfeiern klar definiert. .

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
MinisterpräsidentHendrik Wüst (CDU)
Bevölkerung17,9 Millionen (2020)

Beerdigungen: Welche Corona-Regeln gelten in NRW bei Bestattungen?

Bund und Länder hatten sich kurz vor Weihnachten bei einem Corona-Gipfel auf neue Beschränkungen geeinigt. Diese Beschränkungen werden jetzt auch in NRW umgesetzt. Unter anderem gibt es neue Kontaktbeschränkungen. Im Kampf gegen das Coronavirus bleiben auch 2G, 2G-plus und 3G wichtige Instrumente. Denn die lange sinkende 7-Tage-Inzidenz ist nach Weihnachten erstmals in NRW wieder gestiegen.

Ein Abschnitt der neuen Coronaschutzverordnung beschäftigt sich mit Einrichtungen, Angeboten und Tätigkeiten, die nur noch vom immunisierten oder getesteten Personen in Anspruch genommen, besucht oder ausgeübt werden darf. Dort ist klar geregelt, welche Zugangsbeschränkungen es für Beerdigungen gibt. Die neue Verordnung gilt vorerst bis zum 12. Januar.

Bestattungen und Trauerfeiern sind demnach weiter als 3G-Veranstaltung möglich. Das bedeutet: ungeimpfte und nicht genesene Personen benötigen einen gültigen Corona-Testnachweis. Die 3G-Regelung gilt unter freiem Himmel sowie in geschlossenen Räumen. Die Zahl der anwesenden Personen ist nicht beschränkt, sofern ein Genesenen-, Geimpft- oder Testnachweis erbracht werden kann. Ein Schnelltest ist 24 Stunden gültig, ein PCR-Test 48 Stunden.

Beerdigungen in NRW: Maskenpflicht in geschlossenen Räumen

Die Coronaschutzverordnung sieht keine Maskenpflicht im Freien vor. Für Trauerfeiern in geschlossenen Räumen gilt grundsätzlich aber eine Maskenpflicht.

Allerdings endet eine Beerdigung in der Regel nicht mit der Bestattung, sondern mit einem anschließenden Trauerkaffee. Findet ein solcher Trauerkaffee in einem gastronomischen Betrieb statt, gelten die dortigen Regelungen. Die Coronaschutzverordnung sieht 2G vor. Das heißt: Ungeimpfte und nicht genesene Personen können nicht teilnehmen. Wer den Trauerkaffee dementsprechend lieber in den eigenen vier Wänden ausrichtet, muss sich an den neuen Kontaktbeschränkungen orientieren.

Die neue Coronaschutzverordnung tritt am Samstag (28. Dezember) in Kraft. Es gibt Regelungen, die sich auf Beerdigungen und Trauerfeiern auswirken.
Bei Beerdigungen gilt in NRW auch nach dem 28. Dezember 2021 die 3G-Regelung. © Sebastian Willnow/dpa-tmn/Illustration

Ob es bei vielen Silvesterfeiern in diesem Jahr ähnlich ruhig zugeht, wie auf einer Beerdigung, sei mal dahingestellt. Ruhiger als üblich dürfte es aber werden. Denn an Silvester 2021/2022 gilt wieder ein Böllerverbot. Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk ist auch in diesem Jahr erneut verboten.

Auch interessant

Kommentare