Seltener Fund

„Bares für Rares“ (ZDF): Mann aus NRW rettet Bild vor Sperrmüll und kassiert ab

Damit hatte Kurt Dierkes nun wirklich nicht gerettet: Der Mann aus NRW hat ein Bild vom Sperrmüll gerettet - und damit bei „Bares für Rares“ ordentlich abkassiert.

Hamm - Da hatte jemand ein wachsames Auge: Kurt Dierkes aus Recke in Nordrhein-Westfalen* hat eher zufällig ein Gemälde davor bewahrt, auf dem Sperrmüll zu landen. Kurzerhand entschloss er sich, mit dem Bild zur beliebten ZDF-Sendung „Bares für Rares“ zu gehen - und konnte bei der Expertise seinen Ohren nicht trauen. Am Ende ging er mit weit mehr Geld nach Hause, als er sich erhofft hatte.

SendungBares für Rares
SenderZDF
Erstausstrahlung3. August 2013
ModeratorHorst Lichter

„Bares für Rares“ (ZDF): Mann aus NRW rettet Bild vor Sperrmüll - Expertise macht ihn baff

Eigentlich gehörte das Gemälde ihm nicht einmal, weiß wa.de*. Bei „Bares für Rares“ (ZDF) erzählt Kurt Dierkes, dass er das Bild von einem Freund hat. Dieser habe das Haus des verstorbenen Vaters ausgeräumt und dabei das Gemälde auf einen Anhänger gepackt - um es direkt zum Sperrmüll zu fahren. Zwischen mehreren Brettern habe Kurt Dierkes das Bild dann entdeckt und mitgenommen.

Dem „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter erklärt Dierkes in der Sendung, dass das Gemälde in die eigenen vier Wände nicht gepasst hätte. Dieses sei nämlich maritim eingerichtet - ein Blumen-Stillleben wäre dort fehl am Platz. Ob er wusste, welchen Schatz er da in den Händen hält, oder ob er einfach auf gut Glück in die TV-Show ging, lässt der Motorboot-Fahrer aus NRW offen.

Aber ob ein wachsames Auge oder Intuition - Dierkes soll für seinen Gang zu „Bares für Rares“ später reich belohnt werden - und das, obwohl er mit einer ganz anderen Einstellung in die Sendung ging: Er wollte Minimum 80 Euro für das Gemälde haben - und es auf keinen Fall wieder mitnehmen.

„Bares für Rares“ (ZDF): Bild vom Sperrmüll ist ein besonderer Fund

Experte Colmar Schulte-Goltz aus Essen nimmt das Gemälde in der Show im wahrsten Sinne unter die Lupe. Ein Stillleben, Öl auf Leinwand lautet seine erste Einschätzung. Man sieht einen Blumenkorb auf einem Tisch, daneben liegen Früchte. Ein hübsches Motiv, aber für die Expertise viel interessanter ist die große Signatur: S.W. Wenzler, 1862.

Sarah Wilhelmina Wenzler war eine Künstlerin, die in den 1860er bis 1870er Jahren in Amerika, vermutlich in New York gelebt hat, erklärt Schulte-Goltz. „Diese Signatur ist eine Signatur, die uns auf eine ganz weite Reise mitnimmt“, so der Experte. Bemerkenswert daran sei, dass Frauen im 19. Jahrhundert keine Möglichkeit hatten, zu studieren oder andere akademische Ausbildungen zu absolvieren. Sie mussten autodidaktisch lernen, so auch Künstlerinnen.

„Ein sehr spannendes Bild von der anderen Seite der Welt“, bilanziert Schulte-Goltz. Von der Künstlerin seien nicht sehr viele Bilder bekannt. Er gibt seine Einschätzung ab: 1500 bis 1700 Euro. „Alter Schwede“, platzt es aus Horst Lichter raus. Vollkommen baff wirkt auch Kurt Dierkes - wollte er doch eigentlich Minimum 80 Euro. Er erhält die Händlerkarte und macht sich mit dem Sperrmüll-Fund auf den Weg zu den Händlern.

„Bares für Rares“ (ZDF): Mann aus NRW rettet Bild vor Sperrmüll - und kassiert ab

Den besonderen Wert des Gemäldes sehen auch die Händler sofort. Wolfgang Pauritsch steigt sofort mit 500 Euro ein, Julian Schmitz-Avila zieht nach. Am Ende haben sich die Händler bis 1500 Euro überboten - und Schmitz-Avila erhält den Zuschlag. Der Plan, verrät der Händler, ist eine Restaurierung in Deutschland - und der Verkauf in Amerika. Ein Bietergefecht lieferten sich die Händler bei „Bares für Rares“ auch bei einer Pferde-Skulptur* - schnell stieg der Preis in die Höhe, berichtet fuldaerzeitung.de*.

Für Kurt Dierkes aus NRW hat sich der Gang in die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ wirklich gelohnt - auch wenn sein Gemälde nicht mal annähernd an die Rekordsumme drankommt, für die ein Bild bei der ZDF-Sendung verkauft wurde*. Die Expertise fertigte Detlev Kümmel aus Lüdenscheid. Er erinnert sich noch gut an das, was da später als „der höchste erzielte Preis für ein Kunstwerk“ genannt wurde. *wa.de, fuldaerzeitung.de und come-on.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © ZDF Mediathek/Screenshot wa.de

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