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Bahnstreik ab heute in NRW - Ausfälle und Verspätungen auf diesen Strecken

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Von: Kristina Köller

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Der Bahnstreik hat heute auch im Personenverkehr begonnen. Er schlägt in NRW durch - Züge fallen aus, es kommt zu Verspätungen. Ein Überblick.

NRW - Die Nachricht vom tagelangen Streik bei der Bahn dürfte schon am Montag bei Pendlern und Reisenden für Sorgenfalten gesorgt haben - insbesondere weil der Ausstand gleich fünf Tage dauern soll. Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat Ernst gemacht. Heute (Donnerstag) hat der Streik im Personenverkehr der Bahn in der Nacht um 2 Uhr begonnen - mit Folgen für Nordrhein-Westfalen.

GewerkschaftGewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL)
VorsitzClaus Weselsky
Mitglieder36.500 (2021)

Bahnstreik in NRW: Züge fallen aus, es kommt zu Verspätungen

Am Donnerstagmorgen fielen in NRW bereits etliche Züge aus, es kam zu Verspätungen bei der Deutschen Bahn. Beim Fernverkehr will die Bahn ein Viertel des Angebots aufrechterhalten, im Regionalverkehr sollen in den kommenden vier Tagen rund 40 Prozent des regulären Angebots gefahren werden. Wie sich der bundesweite Bahnstreik bemerkbar macht, hängt offenbar auch von der Region ab. So wird es der Bahn zufolge in Ostdeutschland vermutlich in Sachen Ausfälle und Verspätungen kritischer als etwa in NRW.

Aber auch in NRW lassen sich die Angebote im Regionalverkehr, die noch gefahren werden, praktisch an einer Hand abzählen. Nur drei Linien sollen einer Aufstellung der Bahn zufolge planmäßig fahren:

Fahren laut Bahn planmäßig:

Auf allen anderen Strecken in NRW ist wohl mit Einschränkungen zu rechnen. Die Deutsche Bahn hat auch dazu auf ihrer Webseite eine Übersicht veröffentlicht.

Fallen komplett aus:

Verkehren mit Einschränkungen:

Bahnstreik in NRW: Das sind die Hintergründe

Der Streik im Güterverkehr läuft bereits seit Mittwoch, 1. September. In der Nacht zu Donnerstag hat die Deutsche Bahn der GDL unter Vorsitz von Claus Weselsky ein neues Angebot unterbreitet - die Gewerkschaft hat den Streik im Personenverkehr allerdings trotzdem wieder aufgenommen, inzwischen zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen. Dagegen geht die Deutsche Bahn laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) nun gerichtlich vor. Der Konzern hat am Amtsgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen den Streik eingereicht. Wann das Gericht eine Entscheidung treffen wird, ist unklar.

Bei den beiden vergangenen Streiks hatten Pendler und Reisende bereits mit den Folgen zu kämpfen. Die Lokführergewerkschaft kämpft für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Es geht auch um einen Corona-Bonus.

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