Bundespolizei sucht Zeugen

Vom Sog der Bahn erfasst: Lebensgefährliches Verhalten - zwei Großeinsätze 

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Symbolfoto

Zwei fast identische Fälle, zwei groß angelegte Suchaktionen: Zwei noch unbekannte Personen haben am Samstag und am Montagmorgen mit leichtsinnigen Aktionen Großeinsätze der Bundespolizei und der Feuerwehr ausgelöst. Sie überquerten Gleisen in Essen beziehungsweise Dortmund, gerieten in den Sog von Zügen - und verließen die "Unglücksstellen" dann offenbar. 

Essen/Dortmund - "Leichtsinnige und lebensgefährliche Gleisüberschreitungen" haben am vergangenen Samstag und am Montagmorgen in Essen und Dortmund Großeinsätze von Bundespolizei und Feuerwehr ausgelöst. Über mehrere Stunden suchten Einsatzkräfte nach vermeintlich verunfallten Personen, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei.

Die Bundespolizei wurde demnach am Samstag darüber informiert, dass gegen 16.35 Uhr ein Zug im Bereich des Bahnhofes Essen-Dellwig eine Person erfasst haben soll, die zuvor die Gleise überqueren wollte. Nachdem die Rettungskette eingeleitet worden war, suchten Einsatzkräfte von Bundespolizei und Essener Feuerwehr nach der verunglückten Person. 

Person vom Sog erfasst - dann "torkelnd" davongelaufen

Ein Zeuge hatte der Bundespolizei zufolge zuvor ausgesagt, dass ein bislang Unbekannter hinter einer stehenden S-Bahn in die Gleise gestiegen sei und so offenbar auf die andere Seite gelangen wollte. Einem durchfahrenden Zug habe die Person noch ausweichen können, soll aber dann vom Sog erfasst und gegen diesen gedrückt worden sein. Danach habe die Person den Unglücksort augenscheinlich "torkelnd" verlassen. 

"Da davon auszugehen war, dass sich die mutmaßlich verletzte Person noch im größeren Umfeld des Bahnhofes Essen-Dellwig aufhalten könnte, suchten Einsatzkräfte von Bundespolizei und Feuerwehr bis etwa 20 Uhr den Bereich ab. Auch ein Hubschrauber der Bundespolizei mit Wärmebildkamera wurde hierzu eingesetzt, jedoch ergebnislos", beschreibt die Bundespolizei den Ausgang des Einsatzes.

Fast identischer Fall am Montagmorgen

Ein nahezu identischer Fall beschäftige die Beamten demnach am Montagmorgen. Im Bereich der Haltestelle Dortmund-Stadthaus soll nach Aussagen eines Zeugen gegen 7.11 Uhr ebenfalls eine Person versucht haben, ihren Weg über die Gleise abzukürzen. 

Eine einfahrende S-Bahn habe nach Aussagen des Lokführers die Person dann erfasst. Diese habe sich dann jedoch entfernen können. Wieder suchten Einsatzkräfte von Bundespolizei, Landespolizei und Feuerwehr ergebnislos nach der Person.

Ermittlungen in Krankenhäusern

In beiden Fällen ermittelten Bundespolizisten auch in umliegenden Krankenhäusern in Essen und Dortmund nach einer verletzten Person, heißt es weiter.

Und: "Wir bitten nun Zeugen, die Hinweise zu den unbekannten Personen und/oder zu den beiden Unfällen geben können, sich unter der kostenfreien Hotline 0800 6 888 000 bei der Bundespolizei zu melden."

Es wurden jeweils Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen unbekannt eingeleitet. -eB

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