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Familien-Bäckerei schließt Geschäfte in NRW – diese Filialen sind betroffen

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Von: Daniel Schinzig

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Eine Bäckerei mit langer Tradition schließt zum Ende des Jahres neun Filialen in NRW. In diesen Geschäften können Sie schon bald kein Brot mehr kaufen.

Gelsenkirchen - Zutaten wie Butter, Mehl, Öl und Zucker werden teurer. Die Energiekosten steigen. Der Mindestlohn wurde erhöht. Viele Bäckereien in Deutschland haben es aktuell schwer. Das Familienunternehmen Gatenbröcker hat nun Konsequenzen gezogen. Neun Filialen in NRW werden zum 31. Dezember 2022 geschlossen.

Bäckerei Gatenbröcker schließt mehrere Filialen - diese Geschäfte sind betroffen

Betroffen sind folgende Gatenbröcker-Standorte:

Die Firma Gatenbröcker gibt es seit rund 200 Jahren. Dass so viele Filialen auf einmal geschlossen werden müssen, kam in dieser langen Zeit noch nicht vor. Tatsächlich sind die Geschäfte, die Ende des Jahres für immer ihre Türen schließen werden, nicht die einzigen Standorte des Unternehmens, die in diesem Jahr den Betrieb aufgeben mussten. Schon im September gingen an einem Standort in Essen die Lichter aus.

Weitere Schließungen sind vorerst nicht geplant. Im Gespräch mit t-online.de erklärte Geschäftsführer Christian Leben, dass sich die Problematik bereits seit längerer Zeit abgezeichnet und die Branche schon seit einiger Zeit mit Problemen zu kämpfen hat. „Die Umstände jetzt durch Energiekrise, erhöhte Lebensmittelkosten und Nachwehen von Corona sind wie ein Teilchenbeschleuniger“, fand Leben anschauliche Worte für die derzeitige Situation.

Laut einem Bericht der WAZ sind von den Schließungen 30 bis 40 Mitarbeiter betroffen. Die müssen jedoch nicht um ihren Job bangen, sondern sollen die Teams der verbleibenden rund 50 Filialen verstärken. Dennoch wird es eine Veränderung bei der Struktur der Mitarbeiter geben: Es sollen keine weiteren Aushilfen mehr eingestellt werden, stattdessen wird auch beim Sonntagsverkauf verstärkt auf die Festangestellten gesetzt.

Bäckerei Gatenbröcker schließt neun Standorte - der Umsatz hat entschieden

Welche Standorte geschlossen werden sollten, wurde anhand der Umsätze der Filialen entschieden. Zu diesem drastischen Schritt, um nun möglichst gut durch die Krisenzeit zu kommen, wurde sich nicht leichtfertig entschlossen. In den vergangenen Monaten hatte Bäckerei-Chef Leben schon einige andere Sachen versucht, um Kosten zu sparen. So wurden etwa das Sortiment und die Öffnungszeiten reduziert. Am Ende was das aber nicht genug.

Gebacken wird insbesondere in der Weihnachtszeit aber nicht nur in Bäckereien, sondern auch bei vielen Menschen in den eigenen vier Wänden. Weihnachtskekse zu backen ist im Dezember ein beliebtes Hobby vieler Leute. Doch wie sollte man die fertigen Plätzchen am besten lagern? Wer sich über solche Fragen keine Gedanken machen möchte, kann sich auch einfach auf dem Weihnachtsmarkt was Leckeres kaufen. Zu einem Markt kann man an einem bestimmten Tag sogar gratis mit Bus und Bahn reisen.

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