Tragischer Tod

Baby stirbt in Badewanne: Mordkommission ermittelt gegen Mutter

Die Mordkommission im Einsatz.
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Die Mordkommission der Polizei Bielefeld ermittelt, nachdem ein Baby am Donnerstag auf tragische Art und Weise gestorben ist (Symbolfoto).

Ein Säugling ist offenbar bei einem tragischen Unfall verstorben. Der Tod des Kindes ist noch ungeklärt. Eine Mordkommission ermittelt.

Espelkamp/Bielefeld - Am Donnerstag ist in Espelkamp (Kreis Minden-Lübbecke) auf tragische Weise ein Kind gestorben. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um ein ein elf Monate altes Baby. Dies sei in einer Badewanne ertrunken. (News aus Nordrhein-Westfalen)

StadtEspelkamp
LandkreisMinden-Lübbecke
Fläche84,1 km²
Einwohner24.782 (31. Dez. 2019)

Baby aus Espelkamp stirbt in Badewanne: Mordkommission ermittelt gegen Mutter

Offenbar handelte es sich um einen häuslichen Unfall. Anzeichen für eine vorausgegangene Gewalttat gebe es demnach nicht. Eine Obduktion des Leichnams bestätigten die Hinweise auf einen Ertrinkungstod, wie die Polizei Bielefeld mitteilte, welche inzwischen eine Mordkommission beauftragt hat, in dem Fall zu ermitteln.

Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft ermittelt das Kriminalkommissariat 1 des Polizeipräsidiums Bielefeld demnach gegen die Mutter des verstorbenen Babys. Es gebe einen Verdacht der fahrlässigen Tötung.

Die Hintergründe des tragischen Todes sind nach wie vor unklar. Wie das Westfalen Blatt berichtet, soll die Mutter des verstorbenen Säuglings an einer Krankheit leiden. Demnach habe sie das Baby zum Baden in eine Wanne gesetzt - ohne dabei das Wasser aufzudrehen. Anschließend sei es der Frau so schlecht gegangen, dass sie sich mit einer Spritze ein Medikament verabreichte. Als es ihr besser ging und sie ins Badezimmer zurückkehrte, habe sie das Baby schwerverletzt vorgefunden und gemeinsam mit einer Nachbarin den Notruf gewählt. Die Hilfe der Einsatzkräfte kam jedoch zu spät.

Wie das Westfalen Blatt weiter berichtet, gab die Mutter gegenüber der Kriminalpolizei an, dass eines der beiden Geschwisterkinder (ebenfalls im Kleinkindalter) den Wasserhahn in ihrer Abwesenheit aufgedreht haben müsse, als sie sich um sich selbst kümmerte. Die Mordkommission prüfe demnach die Aussagen der Frau.

Im Kreis Soest endete vor Kurzem ein Prozess, nachdem eine 17-Jährige bei sich zu Hause ein Kind zur Welt gebracht hatte und das Baby gleich nach der Geburt gestorben war*. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen die Frau eingestellt. - *soester-anzeiger.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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