Insgesamt 14.000 Tonnen neuer Asphalt

Nach Terminänderung: A1 am Wochenende komplett gesperrt

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Fahrbahnerneuerungen sind eine heiße Sache. Am Wochenende wird auf der A1 rund um die Uhr gearbeitet.

[Update] Dortmund/Westhofen - Die bereits für das vergangene Wochenende (9./12. November) angekündigte zweite Vollsperrung der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Dortmund/Unna und Westhofen findet nun an diesem Wochenende (16. bis 19. November) statt.

Wegen einer Schlechtwetterfront waren die Arbeiten von Straßen.nrw verschoben worden.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu den beiden Vollsperrungen hier: 

Zu welchen Zeiten wird die Autobahn gesperrt? 

Der Startschuss für die Arbeiten fiel am Freitag, 2. November. Um 18 Uhr wurde die erste Spur gesperrt. Bis 20 Uhr waren dann alle Spuren dicht. Zur Seite geräumt wurden die Baken am Montag, 5. November, um 5 Uhr

Am Wochenende 16. bis 19 November wiederholt sich das Ganze. Die Zeiten bleiben gleich. „Wenn wir früher fertig werden, ist die Straße auch früher wieder frei“, betont Dieter Reppenhorst, Leiter der Autobahnniederlassung Hamm von Straßen.NRW. 

Warum stehen überhaupt Arbeiten an? 

Weil die Deck- und die Bindeschicht nach 15 Jahren erneuert werden müssen. Täglich befahren mehr als 119.000 Fahrzeuge den Streckenabschnitt sowie 20.000 Lkw. Auf die Straße kommt wieder ein „Flüsterasphalt“. Der mildert die Geräuschkulisse um sieben bis acht Dezibel.

Wie laufen die aufwendigen Arbeiten ab? 

Straßen.NRW spricht von einem „großen logistischen Aufwand“. An den beiden Wochenenden werden 49.000 Quadratmeter Fahrbahn saniert. Betroffen sind auf einer Länge von drei Kilometern alle Spuren inklusive Standstreifen. Insgesamt werden 14.000 Tonnen Fräsgut abgeholt und 14.000 Tonnen neuer Asphalt auf die Straße gebracht. 

Rund um die Uhr werden allein 60 Sattelzüge im Einsatz sein. Die Arbeiter sind mit vier Großfräsen, zwei Fertigern und sechs Walzen im Einsatz. 

Ist eine Vollsperrung denn wirklich notwendig? 

Ja. Zumindest ist das nach einer Untersuchung der Straße „die beste Lösung“, wie Reppenhorst erklärt. Nachtarbeit sei theoretisch auch möglich. Allerdings bedeute das ein erhöhtes Risiko – für die Verkehrsteilnehmer, vor allem aber auch für die Arbeiter. 

Reppenhorst verwies auf einen Bauarbeiter, der auf der A3 von einem Lkw erfasst und getötet wurde. Bei einer Vollsperrung würde auch die Qualität der Straße besser. Denn: Erneuere man die Strecke in 40 Nachtschichten, bedeute das auch, dass es 40 Nähte gibt, so Reppenhorst. 

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Wie sind die Umleitungen geplant? 

Der Verkehr wird großräumig umgeleitet und bewusst „nicht ins innerstädtische Netz abgeleitet“, so Heike Gerlach, Abteilungsleiterin Streckenbau. Die Umleitungen laufenüber das Kamener Kreuz auf die A2. Vom Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest geht es dann auf die A45 bis zum Westhofener Kreuz und von dort wieder auf die A1. 

Autofahrer orientieren sich am besten an den Schildern. Die Sperrung wird bereits jetzt auf digitalen Anzeigen angekündigt. 

Wie nervenaufreibend wird die Umleitung? 

Autofahrer müssen auf jeden Fall mehr Zeit einplanen. Dennoch sollen die Umleitungen relativ unproblematisch sein. Vor einiger Zeit gab es in Richtung Bremen eine ähnliche Baustelle. Die Beeinträchtigungen hielten sich laut Straßen.NRW in Grenzen. Und das obwohl diese Seite mehr genutzt werde. 

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Wie teuer ist die Maßnahme? 

Straßen.NRW investiert 3,6 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Die neue Asphaltdecke soll mindestens zehn Jahre halten. „Je länger, desto besser“, so Reppenhorst.

Die aktuelle Verkehrslage auf diesem Streckenabschnitt

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