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Auto rast in Bushaltestelle: Autofahrer im Krankenhaus festgenommen

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Unfall in Recklinghausen
Unfall in Recklinghausen © dpa

[Update] Recklinghausen - Ein Auto fährt in eine Menschenmenge, die an einer Bushaltestelle wartet. Eine Frau stirbt, viele weitere werden verletzt. Auch der Unfallfahrer kommt ins Krankenhaus. Dort wurde er nun festgenommen.

Ein Autofahrer ist am Donnerstag in Recklinghausen in eine Gruppe wartender Menschen an einer Bushaltestelle gerast und hat dabei eine alte Frau getötet sowie acht weitere Menschen verletzt. Das sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagabend.

Der 32 Jahre alte Fahrer verletzte sich bei dem Unfall ebenfalls schwer und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Fünf weitere Personen kamen in umliegende Kliniken. Das Unfallopfer, eine 88-Jährige, starb im Krankenhaus. Drei Verletzte wurden am Unfallort behandelt. Die acht Verletzten waren zwischen 17 und 67 Jahren alt.

Die Ursache für den Unfall blieb zunächst unklar. Erste Hinweise deuteten laut der Sprecherin auf einen Suizidversuch des Fahrers hin. "Dem gehen wir nach", sagte sie am Donnerstagabend. Zur Spurensicherung wurden Fachleute der Polizei hinzugezogen, wie die Staatsanwaltschaft Bochum und das das Polizeipräsidium Recklinghausen mitteilten.

Dieser Verdacht bestätigte sich am Freitag: Die Ermittler gehen auf Grundlage von Spuren am Tatort und Befragungen von einem Suizidversuch aus, wie es in einer Mitteilung der Polizei hieß. Der aus Herten stammende Mann sei in der Vergangenheit bereits in psychiatrischer Behandlung gewesen, auch die Wohnungsdurchsuchung habe kein anderes Motiv nahegelegt. Zum Tatzeitpunkt an Donnerstag sei der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis gewesen. Er wurde im Krankenhaus festgenommen und in einer Psychiatrie untergebracht.

Nach ersten Informationen der Ermittler war der Mann auf einer Straße in Richtung Innenstadt unterwegs, als er von seiner Fahrbahn abkam und auf die Gegenseite geriet. Dort fuhr er in die an einem Bushäuschen wartende Menge. Laut Feuerwehr war die Haltestelle fast voll gewesen.

Den Rettungskräften bot sich beim Eintreffen ein unübersichtliches Bild. Unter anderem Mitarbeiter einer benachbarten Kieferorthopädie-Praxis halfen bei der Versorgung der Verletzten. Nach dem Unfall musste die Straße gesperrt werden, woraufhin ein Verkehrschaos um die Recklinghäuser Innenstadt entstand.

Im Juni war eine Frau im sauerländischen Altena in eine Menschengruppe gefahren. - eB/dpa

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