Polizei erteilt nach Unfall in Neuss rund 40 Platzverweise

Auto kracht gegen Straßenbahn - großer Ärger mit Gaffern

Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden am Mittwochnachmittag in Neuss teilweise bei ihrer Arbeit behindert, nachdem ein Cabrio mit einer Straßenbahn kollidiert war.
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Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden am Mittwochnachmittag in Neuss teilweise bei ihrer Arbeit behindert, nachdem ein Cabrio mit einer Straßenbahn kollidiert war.

Dass Schaulustige Unfallszenarien mit dem Handy festhalten, ist leider nichts Neues. Dass aber derart viele Gaffer einen Rettungseinsatz behindern wie am Mittwoch in Neuss nach der Kollision eines Autos mit einer Straßenbahn, das ist schon ungewöhnlich: Die Polizei sprach sage und schreibe rund 40 Platzverweise aus. Alle Infos hier!

  • Ein Auto ist in Neuss mit einer Straßenbahn kollidiert. Der Pkw-Fahrer (55) erlitt schwere Verletzungen.
  • Der Rettungseinsatz wurde der Polizei zufolge von zahlreichen Schaulustigen behindert.
  • Gegen rund 40 Personen wurden Platzverweise ausgesprochen, einer Person das Filmen mit dem Handy verboten

Neuss - Nach Angaben der Kreispolizeibehörde des Rhein-Kreises Neuss ereignete sich der schwere Unfall zwischen Pkw und Straßenbahn am Mittwochnachmittag (4. Dezember) gegen 15.20 Uhr - und zwar im Kreuzungsbereich Langemarckstraße/Stresemannallee.

Ein 55-jähriger Neusser habe mit seinem Audi Cabrio die Langemarckstraße in Richtung Stresemannallee befahren, wo er nach links in Richtung Düsseldorf habe abbiegen wollen.

Cabrio gegen Ampelmast geschleudert

"Hierbei kam es zum Zusammenstoß mit einer Straßenbahn, die auf der Augustinusstraße in Richtung Stresemannallee unterwegs war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw gegen einen Ampelmast geschleudert

Hier stand zu diesem Zeitpunkt ein 47-jähriger Neusser mit seinem Fahrrad, der die Straße überqueren wollte. Nur durch Zufall blieb der Radfahrer bis auf einen Schock unverletzt, sein Fahrrad wurde jedoch durch den herumschleudernden Pkw beschädigt", heißt es von der Polizei zum Hergang.

Audi-Fahrer von Feuerwehr befreit

Der Audi-Fahrer, der schwer verletzt worden sei, habe durch die Feuerwehr mit technischem Gerät aus seinem Pkw befreit werden müssen. Der Fahrer der Straßenbahn habe ebenfalls einen Schock erlitten, Fahrgäste seien nicht verletzt worden.

Probleme machten Polizei und Feruerwehr indes viele Schaulustige, die die Arbeit der Einsatz- und Rettungskräfte zum Teil behindert hätten. "Etwa 40 Personen musste ein Platzverweis erteilt werden; einer Person wurde das Filmen mit dem Smartphone untersagt", so die Polizei.

Der Sachschaden wurde nicht beziffert, aber als "erheblich" klassifiziert. Für die Dauer der Unfallaufnahme kam es für rund drei Stunden lang durch Teilsperrungen zu Verkehrsstörungen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. - eB

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