Mordkommission ermittelt in Amsterdam

Auto fährt in Gracht: Mutter aus NRW stirbt - drei Kinder werden gerettet

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Schreckliches Unglück in einer Gracht in Amsterdam. Symbolbild.

Furchtbares Unglück in Amsterdam: Mit ihrem Auto fuhr eine Frau aus dem Münsterland in eine Gracht. Mit an Bord waren ihre drei Kinder.

Nach dem Sturz einer Mutter mit drei Kindern mit einem Auto in ein Gewässer in Amsterdam hat die Polizei in Münster eine Mordkommission eingerichtet. Taucher hatten am späten Sonntagabend nach stundenlanger Suche die Leiche der Frau aus Gronau im westlichen Münsterland aus dem Wasser geborgen. Ihre drei Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren hatten sich nach dem Sturz in der Nacht zum Sonntag in der Nähe einer Schiffswerft schnell in Sicherheit bringen können. Laut Mitteilung von Polizei in Staatsanwaltschaft in Münster gibt es Hinweise auf einen möglichen Suizid der Mutter.

„Durch erste Ermittlungen im privaten Umfeld der Familie haben sich Hinweise darauf ergeben, dass die 47-Jährige möglicherweise sich selbst töten wollte“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Montag laut Mitteilung. Die Frau habe den Tod der Kinder eventuell billigend in Kauf genommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Kinder sind den Angaben zufolge körperlich unverletzt und werden von den niederländischen Behörden betreut.

Frau aus dem Münsterland fährt in Amsterdam in Gracht - drei Kinder aus Auto gerettet

Zuerst fehlte von der Mutter jede Spur. Taucher hatten bis zum Sonntagabend nach der Frau gesucht. Bei der Suche waren auch Boote und Hubschrauber eingesetzt worden. In einem Seitenkanal des Ij-Gewässers sei der Leichnam schließlich gefunden worden, wie die Polizei in den Niederlanden mitteilte.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. Wir machen eine Ausnahme, wenn viele Menschen betroffen sind wie z.B. in diesem Fall durch eine Sperrung der Bahnstrecke. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z.B, bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).

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