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Atommüll-Endlager: Diese Standorte sind in NRW möglich

Suche nach Atommüll-Endlager: Auch Standorte in NRW sind möglich
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Suche nach Atommüll-Endlager: Auch Standorte in NRW sind möglich

Seit Montag ist klar, wo nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager gesucht werden soll. Auch Regionen in NRW sind darunter. Teilgebiete betreffen Hamm sowie die Kreise Soest, Unna und Warendorf.

  • Große Teile von NRW kommen als möglicher Standort für ein Atommüll-Endlager in Betracht.

  • Fast der gesamte Norden des Landes bietet laut Experten gute Voraussetzungen für ein Lager.
  • Unter den Teilgebieten sind Münster, Hamm, Bielefeld sowie die Kreise Unna, Warendorf und Soest.

Düsseldorf/Berlin - Große Teile von Nordrhein-Westfalen kommen als möglicher Standort für ein Atommüll-Endlager in Betracht. Fast der gesamte Norden des Landes bietet nach Untersuchungen von Experten günstige geologische Voraussetzungen für die unterirdische Lagerung der strahlenden Rückstände der Atomstromproduktion. Der Salzstock Gorleben in Niedersachsen ist nicht darunter.

Insgesamt 90 Gebiete in Deutschland sind nach Angaben der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) geeignet. Davon liegen acht in NRW. Die sich teilweise überlappenden Teilgebiete umfassen eine Gesamtfläche von gut 10.000 Quadratkilometern, etwa 30 Prozent von ganz NRW.

Atommüll-Endlager in NRW: Diese Regionen sind geeignet

Die NRW-Teilgebiete liegen in den Städten und Kreisen Bielefeld, Borken, Bottrop, Coesfeld, Gütersloh, Hamm, Herford, Höxter, Kleve, Lippe, Minden-Lübbecke, Münster, Paderborn, Recklinghausen, Soest, Steinfurt, Unna, Warendorf und Wesel. Die ausgewählten Regionen seien aber "noch lange kein Endlagerstandort", sagte BGE-Geschäftsführer Stefan Studt am Montag bei der Vorstellung des ersten Teilberichts zur Endlagersuche.

Auch in diesen Gebieten in NRW wird nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager gesucht. 

In NRW sind dem Bericht zufolge das Münsterland, Teile Ostwestfalens und der Niederrhein als Standort für eine Endlagerung hochradioaktiver Abfälle grundsätzlich geeignet. Dort kommen Tongestein oder Schichten aus Steinsalz vor.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat eine Karte mit den Teilgebieten veröffentlicht, die für eine Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Frage kommen könnten.

Atommüll-Endlager in NRW: Ruhrgebiet scheidet als Standort aus

Der Süden Nordrhein-Westfalens und fast das ganze Ruhrgebiet scheiden dagegen als möglicher Standort aus. Dort gibt es keine geeigneten Gesteinsschichten, oder die Folgen des Bergbaus schließen ein Endlager aus. Geologisch geeignet für den Einschluss von Atommüll sind Ton, Salz oder Kristallin, also vor allem Granit. Im Münsterland und Teilen Ostwestfalens findet sich dem Zwischenbericht zufolge eine maximal 1200 Meter dicke Schicht aus Tongestein, die in 400 bis 1500 Metern Tiefe liegt.

Dieses Teilgebiet, zu dem auch der Süden Niedersachsens gehört, reicht ungefähr von der niederländischen Grenze im Westen bis in den Kreis Lippe im Osten des Landes. Im Süden geht es bis zum Rand des Ruhrgebiets. Salzschichten finden sich dem Bericht zufolge in zwei Regionen in NRW - am Niederrhein und ganz im Osten des Landes in Wesernähe.

Atommüll-Endlager in NRW: 2031 soll Standort gefunden sein

Am Rhein hat die Salzlagerung eine maximale Dicke von 830 Metern und liegt zwischen 400 und 1500 Meter unter der Erdoberfläche. Im Osten von NRW gibt es solche Salzlagerungen in den Kreisen Lippe und Höxter. 

In den kommenden Monaten und Jahren werden die möglichen Standorte nach und nach weiter eingegrenzt, indem weitere Kriterien - etwa die Bevölkerungsdichte - berücksichtigt werden. 2031 soll der Standort gefunden sein, ab 2050 soll die Einlagerung beginnen. Die bundesweite Endlagererkundung war angesichts des jahrzehntelangen Widerstands gegen den Ende der 1970er Jahre ins Auge gefassten Standort im niedersächsischen Gorleben gestartet worden. Die Fachleute haben anhand von elf Kriterien die geologische Eignung für ein Endlager bewertet. Dazu haben sie mehr als eine Million Daten ausgewertet. Im weiteren Verfahren ist auch eine Bürgerbeteiligung vorgesehen. - dpa/lnw

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