Corona-Impfung

AstraZeneca kommt nach NRW: Fast 160.000 Impfstoff-Dosen für U-65-Jährige

AstraZeneca, der Corona-Impfstoff, der in Deutschland nur für unter 65-Jährige empfohlen wird, kommt in wenigen Tagen nach NRW. Das hat unsere Redaktion exklusiv erfahren.

Update vom 4. Februar: Der Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Unternehmens Astrazeneca kann in NRW voraussichtlich in der kommenden Woche erstmals eingesetzt werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird an diesem Samstag (6. Februar) eine erste Tranche von 74.400 Impfdosen erwartet. Am Freitag kommender Woche (12. Februar) sollen nach den jüngsten Informationen weitere 84.000 Impfdosen von Astrazeneca in Nordrhein-Westfalen eintreffen. Damit summierten sich die ersten Lieferungen dieses Herstellers auf 158.400 Impfdosen.

KonzernAstraZeneca
Gründung6. April 1999
Sitz Cambridge (Großbritannien), Södertälje (Schweden)
Mitarbeiterzahl70.600 (2019)
LeitungPascal Soriot, Marc Dunoyer, Leif Johansson

[Erstmeldung vom 3. Februar] Westfalen – Bereits Mitte nächster Woche sollen die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca in Nordrhein-Westfalen ausgeliefert und kurz darauf verimpft werden. Das geht aus dem Entwurf eines Erlasses aus dem NRW-Gesundheitsministerium hervor, den mehrere Städte und Kreise erhalten haben. Darin wird den Behörden vom Land eine erste Lieferung des Impfstoffes von AstraZeneca angekündigt. (News zum Coronavirus)

AstraZeneca kommt in wenigen Tagen nach NRW: Lieferung des neuen Impfstoffs angekündigt

Voraussichtlich soll der neue Impfstoff am 10. Februar NRW erreichen. Eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums wollte dies unserer Redaktion gegenüber nicht bestätigen und verwies darauf, dass Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an diesem Donnerstag die aktuelle Impfstrategie des Landes NRW vorstellen werde.

Im Märkischen Kreis freut man sich bereits auf die neuen Lieferungen: „Ab dem 11. Februar werden wir im Märkischen Kreis dann alle bislang zugelassenen Impfstoffe verfügbar haben“, sagte Kreissprecher Alexander Bange. Neben den Vakzinen von AstraZeneca und Biontech/Pfizer gehöre dazu auch der Impfstoff von Moderna.

Impfstoff AstraZeneca wird in Europa nur für Personen unter 65 Jahren empfohlen

Die Europäische Arzneimittelbehörde hatte den Impfstoff AstraZeneca Ende Januar zugelassen. Laut Erlass-Entwurf aus Düsseldorf darf er nur an Personen unter 65 Jahren verabreicht werden. Vorrangig sei er an das Personal von ambulanten Pflegediensten, Hospizdiensten oder bei Rettungsdiensten auszugeben, so der Sprecher des MK.

Auch Mitarbeiter von Krankenhäusern würden damit geimpft, sagte Lukas Huster, Sprecher der Stadt Hamm: „Wir sind schon in Absprache mit den Einrichtungen.“ Die Mitarbeiter könnten sehr kurzfristig geimpft werden, wenn es konkrete Informationen über die zu erwartende Menge Impfstoff gebe.

AstraZeneca schon nächste Woche in NRW: Medizinisches Personal und Pflegedienste sollen geimpft werden

Wie beim Biontech-Impfstoff auch müssen zwei Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs verabreicht werden, um vor Covid-19 zu schützen. Weil das Vakzin in Deutschland nur für Menschen unter 65 empfohlen wird, überarbeitet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Verordnung, welche die Reihenfolge der Impfungen festlegt. Denn die bisherige Regelung vom Dezember hatte sich nur auf die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bezogen. In dem jetzt bekannt gewordenen Entwurf rutschen bestimmte Krankheitsbilder in der Rangliste nach oben.

Höchste Priorität bei den Impfungen haben weiterhin alle Menschen über 80. In folgenden Gruppen sollen die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna an Menschen ab 65 sowie der Stoff von AstraZeneca an die jüngeren verabreicht werden: Pfleger in stationären Einrichtungen und ambulanten Pflegediensten sowie Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen, in denen ein sehr hohes Expositionsrisiko besteht, sind zuerst dran.

Dazu gehören Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste und Impfzentren. Auch wer Menschen behandelt oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion besteht, gehört in diese Gruppe. Dies gilt insbesondere für die Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Neue Studie: Impfstoff von AstraZeneca soll auch gegen Übertragung von Corona wirken

Der Impfstoff des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford soll ersten Erkenntnissen zufolge auch gegen die Übertragung des Coronavirus wirken. PCR-Tests bei einer zufälligen Stichprobe aus entsprechend Geimpften in Großbritannien hätten gezeigt, dass der Impfstoff die Übertragung um rund 67 Prozent verringere, sagte Astrazeneca-Forschungschef Mene Pangalos. Zuvor war nur die Wirkung gegen eine Covid-19-Erkrankung festgestellt worden.

Rubriklistenbild: © Owen Humphreys/dpa

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