Corona-Hammer

Astrazeneca-Impfungen gestoppt: Was passiert nun mit den Terminen in NRW?

Die Corona-Impfungen mit Astrazeneca sind ausgesetzt. Was passiert nun mit den Impfterminen in den Impfzentren in NRW? Das ist der Stand der Dinge.

Hamm - Deutschland hat seinen Impf-Dämpfer! Die Bundesregierung hat Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca auf Empfehlung des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts ausgesetzt. Das hat auch die entsprechenden Folgen für Nordrhein-Westfalen. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Astrazeneca-Impfungen gestoppt: Was passiert nun mit den Terminen in NRW?

Denn NRW stoppt in all seinen Impfzentren die Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffes. Damit wurden zuletzt in erster Linie Erzieher, Lehrer, Rettungskräfte und Polizisten geimpft. Bislang erhielten 368.160 Personen Menschen eine Erstimpfung gegen Corona mit dem Impfstoff von Astrazeneca. Aber nur ganz wenige davon - 139 Menschen - haben auch schon die zweite Spritze für den vollen Impfschutz bekommen, wie aus den am Dienstag veröffentlichten jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Für diejenigen, die bereits einen Termin für eine Corona-Impfung mit Astrazeneca hatten, gibt es vorerst keinen Ersatz. „Für bereits vereinbarte Termine mit diesem Impfstoff bedeutet das, dass diese vorerst nicht stattfinden können und von den zuständigen Stellen abgesagt werden“, teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit.

Die Personen, die einen Termin zur Impfung mit den Präparaten von Biontech und Moderna haben, sind davon nicht betroffen. In NRW mussten am Montag aber nicht direkt alle Impfungen ausfallen. In Köln seien die Menschen mit einem „Astrazeneca-Termin“ ab dem Nachmittag mit Biontech geimpft worden, heißt es. Ab Dienstag fielen dort dagegen die Impftermine mit Astrazeneca aus. Auch im Kreis Soest sind am Montag alle, die einen Impftermin hatten, mit Biontech geimpft worden*, schreibt soester-anzeiger.de*

Corona-Impftermine mit Astrazeneca gestoppt - Experten sprechen von „Vorsichtsmaßnahme“

Viele Experten bemühen sich derweil darum zu betonen, dass der vorläufige Stopp der Corona-Impfungen mit Astrazeneca nicht bedeute, dass der Impfstoff per se schlecht ist. „Es handelt sich bei der Impfpause mit Astrazeneca um eine Vorsichtsmaßnahme“, sagte etwa Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Nach dem vorläufigen Stopp von Corona-Impfungen mit Astrazeneca haben Bund und Länder auch Entscheidungen für einen Impfstart in den Praxen von Hausärzten vertagt. Eine für Mittwochabend (17. März) vorgesehene Telefonkonferenz der Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten um NRW-Landeschef Armin Laschet (CDU) wird verschoben, bis eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zum weiteren Umgang mit Astrazeneca vorliegt, teilte ein Sprecher der Bundesregierung am Dienstag mit.

Nicht nur Deutschland setzt Corona-Impfungen mit Astrazeneca aus

Deutschland ist nur eines von mehr als einem Dutzend Ländern, die nach Berichten über schwere Blutgerinnsel nach einer Astrazeneca-Impfung den Einsatz des Corona-Vakzins ausgesetzt haben. Neben Frankreich, Italien, Spanien, Slowenien, Portugal und Lettland setzte am Dienstag auch Schweden die Astrazeneca-Impfungen vorerst aus.

Das britisch-schwedische Pharma-Unternehmen Astrazeneca versichert derweil, dass es „keinerlei Beweis für ein erhöhtes Risiko einer Lungenembolie oder Thrombose“ gebe. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät zur weiteren Nutzung des Vakzins. (mit afp-Material) *soester-anzeiger.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

 

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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