Bericht des ARD-Magazins "Kontraste"

Rechtes Netzwerk? Sicherheitsfirma "Asgaard" aus Hamm im Fokus von Ermittlern

Deutsche Sicherheitsbehörden beschäftigen sich laut „Spiegel" und ARD-Magazin „Kontraste" mit der Sicherheitsfirma „Asgaard“ aus Hamm. Der Grund: rechtsradikale Strukturen, die bis in Bundeswehr und Polizei reichen könnten.

  • Die private Sicherheitsfirma "Asgaard" aus Hamm steht im Fokus der Sicherheitsbehörden.
  • Das berichten das ARD-Magazin "Kontraste" und der Spiegel.
  • "Asgaard" soll demnach rechtsradikale Strukturen haben und Verbindungen zu Bundeswehr und Polizei unterhalten.

Hamm - Deutsche Sicherheitsbehörden beschäftigen sich nach Informationen des Spiegel und des ARD-Politikmagazins Kontraste mit der in Hamm ansässigen Sicherheitsfirma „Asgaard“.

Unternehmen:

Asgaard German Security Guards Consulting Gmbh

Sitz:

Hamm (NRW)

Sie soll demnach rechtsradikale Strukturen aufweisen und Verbindungen zur Bundeswehr sowie zur Polizei unterhalten, schreibt WA.de*.

Kontraste (ARD): Firma "Asgaard" aus Hamm im Fokus der Behörden

Wie die beiden Magazine berichten, soll die Staatsanwaltschaft Frankfurt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bestechlichkeit sowie der Verletzung des Dienstgeheimnisses gegen einen Polizisten führen. Der Beamte soll während seines Urlaubs für „Asgaard“ bei Auslandseinsätzen im Irak tätig gewesen sein.

Dem Polizisten werde vorgeworfen, „einer nicht angemeldeten und somit auch nicht genehmigten Nebentätigkeit für eine (mutmaßlich rechtsextrem beeinflusste) private Sicherheitsfirma aus Nordrhein-Westfalen, unter anderem im Ausland, nachgegangen zu sein“, zitiert der Spiegel ("Die rechten Rambos von Asgaard"/Text hinter der Bezahlschranke) einen Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft.

"Asgaard": Durchsuchungen in Zentrale in Hamm

Am 20. August durchsuchten Ermittler des hessischen Landeskriminalamts nach Spiegel-Information den Arbeitsplatz des Polizisten, seine Wohnung und den „Sitz der Sicherheitsfirma“. Bisher gebe es laut Staatsanwaltschaft keine Anhaltspunkte, dass der Mann aus politischer Motivation heraus gehandelt habe oder rechtsextrem.

Ebenso soll bei einem Treffen in der „Asgaard“-Zentrale in Hamm im Juli ein Soldat der Bundeswehr angetroffen worden sein. Dieser diene in Neubrandenburg und stehe seit Längerem wegen des Verdachts, rechtsextrem zu sein, im Fokus des Militärischen Abschirmdienstes (MAD).

Kontraste (ARD): Reichskriegsflagge im "Asgaard"-Büro

Die Wände im Asgaard-Büro in Bagdad sollen nach einem Video aus dem Jahr 2017, das Kontraste vorliegt, mit der Reichskriegsflagge dekoriert sein, Nazi-Sprüche sollen zum Vokabular der Asgaard-Mitarbeiter gehören.

Die Sicherheitsfirma "Asgaard" hat seit einigen Jahren ihren Sitz in Hamm und rekrutiert vornehmlich ehemalige Spezialkräfte von Bundeswehr und Polizei für ihre Auslandsaufträge. 

Der Westfälische Anzeiger berichtete 2017 unter der Überschrift "Personenschützer trainieren in Uentrop" über eine Übung von "Asgaard"* in Hamm.

Hakenkreuze, Hitler-Konterfeis und rassistische Mord-Fantasien: 30 Polizisten in NRW stehen unter Verdacht, jahrelang rechtsextremen Chat-Gruppen* angehört zu haben.  - *WA.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Rehder

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