Ehrenmord-Prozess: Lebenslange Haft für Mord von Arzu Ö.

Einer der Angeklagten unterhält sich am  im Landgericht Detmold mit seiner Verteidigerin.

DETMOLD - Die Ermittler sind sich sicher: Arzu Ö. wurde getötet, weil sie einen Andersgläubigen liebte. Drei Geschwister der 18-Jährigen sollen nach dem Willen der Anklage mit lebenslanger Haft dafür büßen. Die kurdische Familie gehört zur Religionsgemeinschaft der Jesiden.

Arzu Ö.

Das Landgericht Detmold hat einen Bruder der entführten und getöteten Kurdin Arzu Ö. zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 22-jährige Osman, der im Prozess die tödlichen Schüsse gestanden hatte, muss wegen Mordes ins Gefängnis, entschieden die Richter am Mittwoch. Wie auch vier seiner Geschwister im Alter zwischen 21 und 27 Jahren hatte er eingeräumt, Arzu im November vergangenen Jahres entführt zu haben. Die Tötung sei aber nicht geplant gewesen. Hintergrund war nach Ansicht des Gerichts die Beziehung Arzus zu einem deutschen Bäckergesellen. Diese Verbindung habe die jesidische Familie nicht hinnehmen wollen. - lnw

Folgt mehr.

Lesen Sie zum Thema auch:

Gutachter: Arzu Ö. "verstieß" gegen Ehrennormen

Mordprozess Arzu Ö.: Ihre Familie war beliebt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare